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Tag 1 – Samstag, 26. September 2009
Von Cairns nach Mission Beach
Unsere Reise nach Airlie Beach begann – wie bei uns Trödlern gewohnt – wieder einmal erst gegen Mittag.
Nach einem kurzen Besuch bei Bäcker Andreas in Cairns (Swiss Baker, Grafton Street), wo wir uns noch mit einem guten Roggenbrot versorgt haben, ging es über die Küstenstraße "Bruce Highway" gen Süden.
Es hat allerdings nicht lange gedauert, bis uns einfiel, dass wir das Mittagessen vergessen hatten.
Da wir bevorzugt bei lokalen Restaurants essen und wohlweislich die amerikanischen "Schnell-Restaurants" links liegen lassen, sind wir heute bei "1300 The Cafe" (das ist auch die Telefonnummer) am
Bruce Highway in Bellenden Ker, nur eine knappe halbe Stunde hinter Cairns eingekehrt (siehe Foto rechts).
Dort gab es die größten und leckersten "Barra Burger" (Fischburger) seit langem – und zwar so groß, dass wir sogar abends auf das Abendessen verzichtet haben.
"Barra" ist übrigens die Abkürzung von Barramundi – der leckersten Fischsorte Australiens.

Unterwegs mussten wir noch für ein paar Minuten eine weitere Pause einlegen, weil ein Zuckerrohrzug unseren Weg querte.
(Foto rechts: "Cane Train" vor frisch gesätem Zuckerrohrfeld ).
Sonnenuntergang in Mission Beach
Mission Beach, das etwa 140km südlich von Cairns liegt, erreichten wir am späten Nachmittag. Da wir uns in Mission Beach von bisherigen Besuchen schon ganz gut auskennen, sind wir als erstes zum Aussichtspunkt am Eco Resort gefahren.
Das Resort liegt ein Stück nördlich hinter Mission Beach (Richtung Bingil Bay) direkt an der Straße. Zum Aussichtspunkt biegt man erst rechts zum Resort ab und danach nochmal nach links.
In der Nähe ist auch eine öffentliche Bootsrampe, wo die Einheimischen kostenlos ihre Boote ins Wasser lassen können. Das Foto rechts haben wir an der Bootsrampe gemacht.
Nach Sonnenuntergang haben wir noch einen Spaziergang durch Mission Beach unternommen. Da Samstag Abend war, war einiges los in den paar Kneipen.
"Habt ihr Gras?"
Ziemlich ruhig ging es zu vor den Schaufenstern der vielen Immobilien-Büros des Ortes, wo wir uns in den ausgehängten Anzeigen nach den lokalen Preisen erkundigten. Dort standen wir ungefähr zwei Minuten, als ein junger Mann mit glasigen Augen von der Kneipe gegenüber zu uns herüberlief um uns zu fragen, ob wie "von hier" seien. Ja, das waren wir. Danach wollte er wissen, ob wir Gras ("Weed") zu verkaufen hätten. Hatten wir nicht. Und dann hatten wir wieder unsere Ruhe.
Mondbaden in Mission Beach
Da fast Vollmond war, konnten wir am feinsandigen Strand mit unserer Picknickdecke noch ein bisschen "Mond-Baden". Der helle Mond und der weiße Sand sorgten dafür, dass alles so hell war, dass man fast ein Buch hätte lesen können. Wir aber genossen einfach nur die Stille am Strand und den Mond, der glitzernde Streifen auf den schwarzen Pazifik warf.
Sonntag, 27. September 2009:
Frühstück in Mission Beach
Heute haben wir in Mission Beach dort gefrühstückt, wo es am allerschönsten ist: Direkt am Strand (siehe Foto rechts).
In der Nähe der offiziellen Bootsanlegestelle von Mission Beach, die gleichzeitig auch als Pier für die lokalen Angler fungiert, gibt es eine Reihe von Picknicktischen, an denen man bequem frühstücken kann.
Von der sowieso schon kaum befahrenen Strand-Hauptstraße ist man vom Wald geschützt, und zwischen den Bäumen hindurch sehen wir die Morgensonne und das Meer.
Townsville
Danach verließen wir Mission Beach, um Townsville rechttzeitig zum Mittagessen zu erreichen. Es war schon nach 14 Uhr, als wir dort ankamen (wir reisen nie besonders schnell). Unterwegs sahen wir ein oder zwei Mal Bushfeuer in den Wäldern direkt an der Straße. Wir haben schon seit Monaten keinen Regen mehr gesehen, daher sind Bushfeuer um diese Jahreszeit nicht ganz ungewöhnlich.
Zum Mittag kehrten wir ein bei Cactus Jack’s Saloon auf Townsvilles Partymeile – der Flinders Street. Um die Mittagszeit ist es hier allerdings sehr ruhig – die örtlichen Studenten und Backpacker finden sich hier erst gegen Abend ein, um die vielen Diskos rund um die Flinders Street zu besuchen.
Nach zwei leckeren Burritos, die uns von einer netten deutschen Studentin serviert wurden, die sich unsterblich in Townsville verliebt hat, machten wir uns wieder auf den Weg gen Süden.
Die Riesen-Python von Ayr
Immerhin wollten wir noch vor Dunkelheit die Riesen-Python von Ayr besuchen. Wie man auf dem Foto rechts sieht, ist sie wirklich ziemlich riesig!!!!
Ebenfalls im Stadtpark von Ayr trafen wir einen ganzen Schwarm von wilden Rainbow Lorikeet-Papageien, die den Luftraum über ganz Queensland beherrschen.
Sie sind sehr temperamentvoll und immer in Bewegung und können mit Geschwindigkeiten von über 120km/h fliegen. Daher sind sie nicht immer ganz einfach zu fotografieren.
Heute allerdings schlürften sie den Nektar in einem riesigen Baum und waren daher mehr oder weniger einfach vor die Linse zu bekommen.
Bowen
Bowen erreichten wir gegen 18 Uhr, also bereits kurz vor der Abenddämmerung. Als erstes fuhren wir natürlich wieder zum Strand. Da es allerdings recht windig war, haben wir als Gewohnheitsmenschen wieder unser Lieblingsrestaurant in Bowen besucht, das The Cove Hotel. Das chinesische Restaurant hat Meerblick (wenn es nicht gerade dunkel ist) und liegt sehr geschützt.
Das Restaurant ist ziemlich beliebt, und Abends ist es normalerweise nicht ganz einfach, ohne Buchung einen Tisch zu bekommen. Wir hatten aber Glück, dass die anderen Gäste alle drinnen im klimatisierten Restaurant sitzen wollten und wir aber lieber draußen auf der Terrasse.
Montag, 28. September 2009:
Von Bowen nach Eungella / Broken River
Da im Norden Queenslands die Sonne auch im Frühling schon vor 6 Uhr aufgeht und vor 19 Uhr untergeht, gewöhnt man sich schnell daran, im Urlaub früh aufzustehen.
Robert war daher heute schon vor 7 Uhr im Wasser, um mit Maske und Schnorchel die Horseshoe Bay zu erkunden.
Mir war es noch zu kalt für ein Bad. Während ich Fotos machte (siehe Fotos rechts) und die Morgensonne von Bowen bei einem Sonnenbad am Strand genoss, kam ich ins Gespräch mit einem älteren Mann, der ursprünglich aus Deutschland kam.
Er erzählte, dass er schon seit vielen Jahren in Australien wohnt, und erst in Mount Isa gearbeitet und sich später in Bowen zur Ruhe gesetzt hat.
Jeden Morgen geht er in der Horseshoe Bay schwimmen, um sich fit zu halten .
Er erzählte, dass er vor einiger Zeit noch in Deutschland zu Besuch war und dort furchtbar gefroren hat. Jetzt wollte er aber nicht mehr zurück – auch nicht mehr für Besuche – weil er dafür langsam zu alt werde.
Nach einem kurzen Stopp am Einkaufszentrum von Bowen, das sich übrigens nicht an der Hauptstraße Richtung Zentrum, sondern an der Straße zu den Stränden befindet, ging es zurück zum Bruce Highway und in Richtung Airlie Beach und Proserpine. Airlie Beach wollten wir dieses Mal aber erst auf dem Rückweg besuchen.
Bruce Highway (Küstenstraße) nach Proserpine
Der Bruce Highway ist nicht nur in der Gegend von Bowen, sondern überall in Queensland sehr stark befahren. Die Straße hat nur eine Spur in jede Richtung, und nur selten gibt es eine Überholspur.
Es handelt sich also nicht um eine Autobahn – die gibt es nämlich nur sehr selten in Queensland. Kein Wunder also, wenn man aufgrund der vielen Lastwagen auf der Küstenstraße nur langsam voran kommt.
Nicht zuletzt ist die Unfallgefahr relativ hoch, weil der eine oder andere Autofahrer einfach die Geduld verliert und dort überholt, wo es einfach zu gefährlich ist.
Wir waren also ganz froh, dass wir den Bruce Highway bei der Ortschaft Calen verlassen konnten.
Innerhalb von Sekunden wurde es wieder so ruhig, wie wir es von Queensland eigentlich gewohnt sind: Ein schmaler Asphaltstreifen, ab und zu ein Auto von vorne, und rechts und links viel Natur.
(Die beiden Fotos rechts haben wir übrigens gemacht, nachdem wir ca. 5 Minuten vom Bruce Highway entfernt waren. )
Die Straße verkleinerte sich bald noch weiter zu einem einspurigen Feldweg und schließlich zu einer Schotterpiste.
Wir fuhren durch Bushland und entlang von Rinderfarmen und geschwungenen, an Hügeln angelegten Zuckerrohrfeldern vorbei, und nur selten kam uns ein Auto entgegen.
Mehr über den Eungella NP und seine Platypusse lesen Sie hier….
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