Reisebericht: Cairns – Savannah Way – Lawn Hill NP – Darwin

Von Cairns im Geländewagen über den Savannah Way Richtung Darwin; mit Lawn Hill NP und Boorooloola.

[ Alle Seiten dieses Reiseberichts: Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 ]

1. Etappe: Von Cairns über die Hafenstadt Karumba zum Lawn Hill National Park

Tag 1 – 14. Juni 2008
Cairns – Mt Surprise

Outback AustraliaWie bei unserer Ayers Rock-Reise im letzten Jahr (2007) hat sich auch dieses Mal unsere Abfahrt scheinbar endlos herausgezögert, da der Landcruiser noch in Schuss gebracht und wenigstens die wichtigsten Arbeiten in unserem Reisebüro abgeschlossen werden mussten.

Am Samstag, den 14. Juni, war es dann endlich soweit, und wir konnten uns auf den langen Weg nach Darwin aufmachen. In gut 4 Wochen würde unsere Reise das Tachometer unseres Landcruisers um 7000 aufregende Kilometern "bereichern".

Wir sind mit dem Einpacken in der Mittagszeit fertig, erklimmen die Kuranda Range und überqueren die Atherton Tablelands. Die höchste Stadt Queenslands, Ravenshoe, die in ca. 1500 Höhenmetern liegt, erreichen wir am späten Nachmittag. Unser Lager schlagen wir heute am Savannah Way (siehe Foto rechts) bei Mount Surprise auf.

Tag 2 – 15. Juni 2008
Outback Australia Mt Surprise – Karumba

Das erste Ziel, auf das wir uns schon lange gefreut haben, ist das Fischerdorf Karumba am Golf von Carpenteria. Von Cairns aus gesehen ist das die nächste Küstenstadt, von der aus man die Sonne im Meer untergehen sehen kann. Und was für ein Sonnenuntergang!

Outback Australia

Treffpunkt an jedem Abend ist die Sunset Tavern. Bei einem Glas Victoria Bitter (oder kurz "VB") oder einem tropischen Cocktail kann man hier die schönsten Sonnenuntergänge Australiens genießen.

 

Tag 3 – 16. Juni 2008 Karumba

Outback AustraliaHeute spazieren wir über den Boardwalk (Holzweg auf kurzen Stelzen) in die Mangrovenwälder bei Karumba. Mangroven haben sich mit dem Salzwasser gewissermaßen angefreundet: Sie können Meerwasser ohne Probleme durch die Wurzeln aufnehmen, das Salz wird dann über die Blätter wieder ausgeschieden.

Danach wandern wir den kilometerlangen Sandstrand entlang und beobachten Hobbyfischer (meist Frührentner, die ihr Haus gegen einen Wohnwagen eingetauscht haben), wie sie ihre kleinen Boote ("Tinnies") mit ihren kraftvollen "Utes" (Geländewagen) aus dem Wasser ziehen (Foto unten rechts)..

Outback AustraliaZum Abend hin unternehmen wir noch eine "Bootsfahrt in den Sonnenuntergang" mit einem kleinen überdachten Motorboot von Ferryman Cruises für 30 Dollar pro Person. Wir sind insgesamt nur mit 12 Leuten auf dem Boot. Mit einem Glas Sekt in der Hand schauen wir uns Karumba von der Fluss-Seite aus an und genießen einen weiteren, unvergesslichen Sonnenuntergang über dem Meer. Und dabei hat der Urlaub gerade erst angefangen!

Aber nicht nur uns gefällt das kleine Fischerdörfchen Karumba: Auch die beiden Betreiber des Ausflugsbootes, Glenn und Allison, wollten eigentlich nur für 2 Wochen Urlaub nach Karumba kommen. Das war vor 6 Jahren, und sie sind immer noch hier.

Tag 4 – 17. Juni 2008
Karumba – Gregory Downs

Outback AustraliaNach zwei Tagen Ruhe in Karumba geht es wieder auf die Piste, immerhin sind bis Darwin noch etwa 2000 Kilometer zu fahren. Heute haben wir eine lange und einsame Strecke vor uns: 207km geradeaus Richtung Süden. Und dann noch einmal weitere 148km schnurgeradeaus Richtung Westen. An der Kreuzung der beiden Straßen liegt das Burke & Wills Roadhouse, sicher eines der einsamsten Roadhäuser Queenslands (Foto rechts).

Und trotzdem ist am Roadhouse einiges los: Riesige Lastwagen (Roadtrains) mit zwei oder drei superlangen Anhängern, kleine Campervans, und Arbeiter in offenen Geländewagen machen Halt und versorgen sich mit Cola, Gatorade und Benzin.

Outback AustraliaWir füllen unseren Tank nicht nach, da wir bereits in Normanton getankt haben und mit unserem Doppeltank etwa 1000km Reichweite haben.

Kaum haben wir das Burke & Wills Roadhouse hinter uns gerassen, wird es wieder einsam und still, und nur der stetige Outback-Wind und das Brummen unseres Dieselmotors sind zu hören.

Ungefähr eine Stunde später sehen wir eine große Echse am Straßenrand. Robert hält eilig am Seitenstreifen, greift seine Kamera und verschwindet hinter dem Waran im Bush. Der Waran ist allerdings ziemlich sauer über Roberts Neugierde, und zischt so lange, bis Robert schließlich aufgibt, seine Kamera einpackt, und wir weiter ‘gen Westen fahren.

(Anmerkung von Robby: Der Waran sah übrigens echt sauer aus, ich hatte ihn offensichtlich beim Fressen am Straßenrand gestört. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, ich war ihm zu dicht auf seinen Dinosaurierpelz gerückt, und das unüberhörbare Zischen hat mir dann doch gehörig Respekt eingeflößt. Jedenfalls wollte ich mich nicht von so einem Urviech beißen lassen und hab’ mich dann langsam wieder aus dem Staub gemacht.)

Tag 5 – 18. Juni 2008
Gregory Downs – Adels Grove – Lawn Hill NP

Nach einer Übernachtung am wenig bemerkenswerten Roadhouse von Gregory Downs, dessen WC-Anlagen anderswo schon längst ausgemustert worden wären, geht es weiter nach Adels Grove. Am Roadhouse gab es zwar eine Tankstelle, aber irgendwie verlieren wir sie nach dem Frühstück aus dem Blick. Wir wollen so schnell wie möglich in den Lawn Hill Nationalpark. Wir haben ja eine Reichweite von 1000km mit unserem Doppeltank…

Die Reise geht weiter mit: Lawn Hill National Park

[ Alle Seiten dieses Reiseberichts: Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 ]