Reisebericht: Moreton Island (Seite 2)

Später am Nachmittag gehen wir  zurück zu “unserem” Geländewagen. Steve fragt uns, ob wir durstig sind, und es wird gemeinsam beschlossen, dass wir einen Kurzbesuch beim schicken Tangalooma Resort einlegen. 
Das Tangalooma ist das einzige Hotel-Resort auf Moreton Island. Es ist bekannt für seine Delfine, die leider nur von den eingecheckten Hotelgästen gestreichelt werden [...]

Später am Nachmittag gehen wir zurück zu “unserem” Geländewagen. Steve fragt uns, ob wir durstig sind, und es wird gemeinsam beschlossen, dass wir einen Kurzbesuch beim schicken Tangalooma Resort einlegen.

Das Tangalooma ist das einzige Hotel-Resort auf Moreton Island. Es ist bekannt für seine Delfine, die leider nur von den eingecheckten Hotelgästen gestreichelt werden dürfen. Eine Übernachtung kostet typischerweise mehr die 300 Dollar, ist also kein billiger Spaß.

Tropisches Tangalooma Resort

Vom Resort sind wir sehr angetan – die tropische Aufmachung erinnert sehr an die Whitsundays, und man fühlt sich plötzlich über 1000 Kilometer weiter nach Norden in Queensland tropische Regionen katapultiert.

Der Strand ist hier abgesperrt und Autos sind nicht erlaubt – eine echtes Fußgänger-Paradies.

Wir bleiben leider nur gerade so lange im Resort, dass jeder sich mit kalten Getränken für sofort und mit Alkohol für den Abend versorgen kann.

Moreton Island National Park
Der Wagen wartet – am Strand des Tangalooma Resorts

Schnorcheln bei den Tangaloom Wracks

Im Eiltempo geht es zurück über die wie immer butterweichen Sandpisten zu unserem Camp, wo die dort gelagerte Schnorchelausrüstung ausgeteilt wird.

Nach einer kurzen Einweisung besteigt Tourleiter Steve sein Seekayak, und alle schnorcheln zusammen um die Tangalooma Wracks.

Robert ist natürlich hoch begeistert, dass er heute noch ein zweites Mal ins Wasser darf, und freut sich nun über den warmen Neoprenanzug und die Flossen.

Moreton Island National Park
Rückkehr der Schnorchler bei Sonnenuntergang

Sonnenuntergang auf Moreton Island

Wir schauen uns schließlich noch den farbenprächtigen Sonnenuntergang über dem Meer an – eine Besonderheit an der Ostküste. Ansonsten sieht man ja nur die Sonnenaufgänge über dem Meer, und das auch nur, wenn man sich die Mühe macht, schon vor 6 Uhr aufzustehen.

Abendessen und Lagerfeuer

Zurück im Camp ist Steve – unser unermüdlicher Tourleiter – schon wieder bei der Zubereitung der nächsten Mahlzeit.

Heute gibt es Hühnchen-Schaschlik vom Grill, sowie Reis mit Curry und Gemüse aus einem riesenhaften Kochtopf, indem man wahrscheinlich auch einen Schäferhund hätte baden können.

Von Steves Kochkünsten sind alle begeistert, und mit einem Bier oder einem Glas mitgebrachtem Wein sitzen wir dann später alle zusammen rund um das Lagerfeuer.

Aboriginal-Legenden am Lagerfeuer

Ein australisches Pärchen aus Newcastle erzählt uns Aboriginal-Legenden aus der angeheirateten Verwandtschaft. Außerdem erfahren wir, dass die beiden gerade auf Hochzeitsreise sind.

Die beiden erzählen, dass die Aboriginals, die sie kennen, überhaupt nicht gerne campen gehen, weil sie alles in der Natur als Omen für die eine oder andere Sache sehen. Und da es sich oft um schlechte Omen handelt, gehen die Aboriginals der Natur lieber aus dem Weg und bleiben vorsichtshalber zu Hause.

Moreton Island National Park
Sonnenuntergang über dem Meer

Gemütliche, internationale Runde

Überhaupt hat jeder unserer kleinen internationalen Gruppe etwas erzählen – außer Australiern sind nämlich auch Iren, Schweizer und Holländer mit dabei. Besonders positiv fiel dabei auf, dass alle ständig Englisch gesprochen haben (so auch die Schweizerinnen untereinander), sodass sich niemand ausgeschlossen gefühlt hat.

Asiaten haben wir übrigens nicht in der Gruppe. Dazu haben wir usn sagen lassen, dass Camping bei den Großstadt-gewohnten Asiaten weniger beliebt sein soll.

Sternenhimmel mit Meerblick

Später am Abend schlägt Steve vor, nochmal zum Strand zu gehen und die Sterne anzuschauen. Wir nehmen unsere Getränke und einige Picknick-Stühle aus unserem Camp mit, und setzen uns an den Sandstrand. Wir schauen auf die Lichter von Brisbane und der Sunshine Coast, die man schwach in der Ferne sehen kann, und auf den weiten Sternenhimmel über uns.

Vor uns rauscht das Meer leise vor sich hin, und alle sind zufrieden. Vor allem die Gäste aus Europa sind sehr begeistert – so viele Sterne sieht man in Europa eigentlich nie.

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