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Tauchen lernen am Great Barrier Reef – Tag 4
Um einen PADI Open Water Tauchkurs zu bestehen, braucht man neben Pool-Übungen und der Tauch-Theorie noch 4 Freiwasser-Tauchgänge. Zwei davon hatten wir bereits gestern am Great Barrier Reef unternommen, fehlen also noch zwei weitere Tauchgänge.
Um den Tag bestens zu nutzen, klopfte Tauchlehrer Sascha bereits gegen 5:45 Uhr an unserer Kabinentür. Ich bin kein Frühaufsteher, aber das schöne Morgenwetter hat uns sofort belohnt: Die Sonne stand noch tief am Himmel, das Wasser war glatt und silbrig wie geschmolzenes Metall.
Ich war zu müde, um noch die Fotokamera zu holen, aber der Eindruck wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Um 6:16 Uhr waren wir bereits im Wasser, und es ging direkt runter bis auf 18 Meter. Ich habe zwar ab und zu auf den Tiefenmesser geschaut, aber erst später wieder zurück auf dem Boot gemerkt, dass wir tatsächlich so tief waren. Nachdem wir unsere Übungen gemacht hatten, hatten wir Glück, an die 20-30 Bumphead-Parrotfish zu sehen – große Papageienfische die bis etwa 130cm lang werden können.

Bumphead-Parrotfish – große Papageienfische – aus der Ferne
Die Bumpheads schwammen eng zusammen gekuschelt weit über uns in etwa 10 Metern Tiefe, und machten den Eindruck, als wenn sie schliefen. Als wir Näher kamen, schwammen sie langsam davon, wie in Trance. Ein beeindruckender Anblick!
Später schauten wir uns dann die beeindruckenden Tiere näher an, wie auf dem Foto zu sehen. Dort sieht man nur einige der Fische, der Schwarm war allerdings erheblich größer, aber schon wieder auf dem Weg in ein anderes Revier.

Auch nach dem Tauchgang – um 7:19 Uhr – ist das Wasser noch spiegelglatt.
Frühstück an Bord
Aus dem Wasser waren wir dann gegen 7:20 Uhr. Nach dem Abtrocknen ging es ins Bordrestaurant, wo bereits das Frühstücksbuffet auf uns wartete – warmes “Aussie Breakfast “mit gebratenen Speck, Bohnen, Tomate, sowie Toast und Marmelade und Müsli und tropischer Salat. Nach dem Tauchgang im zum Glück angenehm warmen Wasser (ca. 29 Grad) tat das Frühstück auf jeden Fall sehr gut!
Danach ließ unser Captain den Motor an und wir fuhren zum benachbarten Saxon Reef. In der Ferne konnten wir nun auch wieder das Tagesausflugs-Boot sehen, wo die anderen 5 Tauchschüler gerade ihren Tauchkurs abschlossen.
Tauchen am Saxon Reef, Great Barrier Reef
Um 8:52 Uhr waren wir dann wieder im Wasser für unseren letzten Tauchgang. Wieder ein paar Übungen, danach wieder Erkundung der Umgebung. Mit der letzten Übung (Maske abnehmen und wieder aufsetzen, dann ausblasen) hatten alle den Kurs bestanden – eine separate Prüfung gab es nicht mehr.
Vor uns lag nun ein schöner Canyon, durch den wir langsam hindurch gleiteten. Rechts und links an den Korallen-Wänden war einiges zu sehen, und wir schauten uns so lange um, bis der erste von uns signalisierte, dass ihm die Luft so langsam ausging. Daher gingen wir gemeinsam wieder nach oben.

So lachen frisch gebackene Taucher.
Tauchkurs bestanden
Alle Taucher in unserer Gruppe waren völlig zufrieden – immerhin hatten alle vier ausnahmslos bestanden. Im Bordrestaurant füllten wir dann noch die Logbücher und die Formulare für den Tauchschein aus. Tauchlehrer Sascha stellte uns unsere zudem unsere vorläufigen Tauchscheine – eine kleine Papplarte – aus. Die Plastikkarten sollen uns dann in etwa 2 Monaten zugeschickt werden.
Ein letzter Tauchgang am Great Barrier Reef
Danach war noch Zeit für einen weiteren Tauchgang, noch vor dem Mittagessen, den die frisch gebackenen Taucher sofort in Angriff nahmen. Dieses Mal wieder gemeinsam, dafür aber ohne Tauchlehrer.
Wir trafen uns später wieder zum Mittagessen im Speisesaal. Das Mittagsmahl fiel nach Australischer Art im Vergleich zum prachtvollen Frühstück etwas einfacher (Hühnerkeulen mit Brötchen und Salat). Danach war endlich Mittagspause – einfach nur auf dem Sonnendeck entspannen oder auf dem obersten Deck im Schatten sitzen.
Das Wetter blieb unverändert prachtvoll, und die Aussichten auf das Meer und das türkisfarbige Riff unter uns – einfach unvergesslich.

Mittagspause am Great Barrier Reef – auch für die Crew.
Rückfahrt nach Cairns
Schade, dass wir dann gegen 15 Uhr wieder zurück auf unser Transfer-Schiff gehen musste, das uns zurück nach Cairns brachte. Zum Glück trafen wir dort die anderen 5 Taucher, die ebenfalls alle den Kurs bestanden haben.
Gegen 17 Uhr waren wir wieder zurück in Cairns – dieses Mal aber als glückliche, zertifizierte Taucher.
Fazit: Wie schwer ist es, Tauchen zu lernen?
Als persönliches Fazit kann ich nur sagen: War alles gar nicht so schlimm!
Die größte Hürde bei allen Dingen, die man vor sich sieht, findet man zumeist im eigenen Kopd. Für Tauchen muss man nicht athletisch sein, und auch ein bisschen mehr Speck auf den Hüften ist beim Tauchen kein Hindernis. Wer 200 Meter Schwimmen und 10 Minuten Wassertreten kann, und köperlich soweit gesund ist, der ist auch fürs Tauchen geeignet.
Ich hoffe, dieser Artikel hilft vielleicht dem einen oder anderen, der sich bisher schwer getan habt bei der Entscheidung, ob Tauchen etwas für ihn ist oder nicht.
Ich bin auf jeden Fall bald wieder im Wasser!
(BDL)
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Linktipp
Die besten Tauchkurse in Cairns (auch in deutsch). Mehr dazu hier…
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Tauchen lernen am Great Barrier Reef – Tag 4
Um einen PADI Open Water Tauchkurs zu bestehen, braucht man neben Pool-Übungen und der Tauch-Theorie noch 4 Freiwasser-Tauchgänge. Zwei davon hatten wir bereits gestern am Great Barrier Reef unternommen, fehlen also noch zwei weitere Tauchgänge.
Um den Tag [...]](http://www.australien-reisetipps.de/photos_maps_gfx/rb-aus-20120107-083.jpg)