Diese Apps sollten Sie mitnehmen für eine sichere Reise nach Australien

Webseite des Australischen Wetterdienstes
Webseite des Australischen Wetterdienstes

Australien ist ein wildes Land. Das Wetter und die Straßenverhältnisse können einem schnell einen Strich durch die Rechnung (bzw. die geplante Route) machen, wenn man nicht das Wetter und die Straßenverhältnisse im Blick behält.

Im Folgenden die besten Webseiten und Apps, die bei einer Reise durch Australien sehr hilfreich sein können.

1. Das Wetter

Wenn es eines gibt, über das Australier gerne reden, ist es das Wetter. Vor allem an der Ostküste kann sich es in den Sommermonaten mit viel Wind und Regen gerne einmal etwas wilder werden.

Die besten Infos zum Klima wie auch zum regionalen Wetter für die nächsten Tage findet man bei "BOM" – dem Bureau of Meteorology:

http://www.bom.gov.au/

Auf der Homepage von BOM werden auch Wirbelstürme (Zyklone) und deren geplanter Verlauf veröffentlicht.

Wichtig bei Wettervorhersagen sind folgende Klassifizierungen:

  • "A shower or two" – das heißt zumeist, dass es evtl. ein bisschen regnet, aber vielleicht auch nicht
  • "Showers" – hier sollte man mit Regen rechnen, aber typischerweise nicht den ganzen Tag über
  • "Thunderstorms" – klingt fürchterlich, ist aber zumeist nur ein "ordinäres" Gewitter. Auch wenn das Wort "storms" gebraucht wird, muss es nicht heißen, dass es überhaupt windig wird.

Den Wetterbericht gibt es auch über die kostenlose App fürs Handy vom Google App Store oder vom Apple App Store – einfach suchen nach: "BOM Weather" vom Australian Bureau of Meteorology.

 


Die besten Apps für Australien
(Screenshot: Straßenverhältnisse in Queensland am 5. April 2018)

 

2. Die Straßenverhältnisse

In Foren liest man gerne, dass in Queensland während der Regenzeit grundsätzlich "Land unter" ist, aber das ist ein bisschen übertrieben.

Allerdings kann es tatsächlich zwischen Ende Dezember und Anfang April gelegentlich zu Sperrungen von einzelnen Streckenabschnitten des Bruce Highway kommen, etwa zwischen Cairns und Townsville.

Auch außerhalb der Regenzeit lohnt sich ein Blick auf den Straßenbericht für die geplante Route, da manchmal Straßen wegen Buschfeuern oder aus anderen Gründen gesperrt sein könnten.

Zudem findet man in den Verkehrs-Berichten Hinweise auf Baustellen udn anderen Hindernissen, die den Verkehr evtl. beeinflussen können.

Es lohnt sich daher, vor und während der der Reise die entsprechenden Verkehrs-Seiten im Blick zu halten, um nicht unangenehm überrascht zu werden.

Für Queensland gibt es die Regierungs-Webseite des Department of Transport and Main Roads : https://qldtraffic.qld.gov.au/ .


New South Wales hat seine eigene Verkehrsseite: https://www.livetraffic.com/desktop.html


Auch Victoria informiert über den Verkehr im Bundesstaat: https://traffic.vicroads.vic.gov.au/


Zu allen Webseiten gibt es auch kostenlose Apps, die allerdings zum Teil bei den Nutzern nicht so gut anzukommen scheinen. Aber man kann den aktuellen Verkehrs-Status auch ganz einfach im Browser checken, ohne eine App zu installieren .

 


Die besten Apps für Australien
(Screenshot: Verkehrslage in Brisbane um die Mittagszeit am 5. April 2018)

 

3. Aktuelle Verkehrslage und Routenplanung

Google Maps hat sich früher ein wenig schwer getan, was die aktuelle Verkehrslage betraf. Aber mittlerweile kann man sich wenigstens in den Städten auf die Angaben von Google verlassen.

Wenn der Verkehr auf den Straßen von Cairns, Brisbane oder Sydney stockt, dann wird das bei Google auch richtig angezeigt (siehe Screenshot).

Insgesamt sollten Reisende aber wissen, dass Google Maps bei allen Routen außerhalb der Städte die Reisezeiten sehr optimistisch einschätzt. Auf dem Land – wo es riesige Funklöcher gibt – kommt man einfach langsamer voran, als Google es berechnet.

Das liegt oft daran, dass es einfach keine Überholmöglichkeiten gibt, oder dass ein Wicked Camper mit 80 km/h vor einem herzuckelt. Es kann auch daran liegen, dass alle paar Kilometer eine Baustelle den Verkehr aufhält. Oder dass Kängurus auf der Straße sind – oder Pferde, Kühe, Kamele.

 


Die besten Apps für Australien
(Screenshot: "Alpenverein"-App mit Wanderwegen im Royal National Park bei Bundeena, Australien)

 

4. Offline-Straßen- und Wanderkarten

Nicht jeder mag sich extra für Australien eine Sim-Karte fürs Handy kaufen, daher lohnt es sich, vor dem Urlaub schon für die geplante Route eine Offline-Karte fürs Handy herunterzuladen. Das ist auch lohnenswert mit Hinsicht auf die zu erwartenden Funklöcher außerhalb der größeren Städte.

Gute Erfahrungen haben wir – als Android Nutzer – mit den kostenlosen Apps "Osmand" und "Alpenverein" (von Outdooractive) gemacht. Beide basieren auf Open Street Maps, stellen diese aber unterschiedlich dar.

Zum Autofahren mit Routenplanung eignet sich Osmand sehr gut, während die Alpenvereins-App sehr gut Relief und Wanderwege darstellen kann.

Osmand lädt die Karten vergleichsweise schnell herunter, und die ersten 5 Karten sind frei. Bei Alpenverein sind alle Karten frei, und der Download kann quälend langsam sein. Es lohnt daher, schon einige Zeit vor dem Urlaub die Karten herunterzuladen, und nicht erst am Tag vor der Abreise.

Mit den topographischen Karten der Alpenvereins-App haben wir bereits einige interessante Aussichtspunkte und Wanderwege entdeckt, die so nicht in den gängigen Reiseführern standen.

 


5. Der Vollständigkeit halber: Camping Apps

Nicht dringend nötig für die Sicherheit, aber sicherlich sehr praktisch für den Urlaub ist eine Camping-App, mit der man Rastplätze und Campingplätze auf der geplanten Route finden kann.

Gute Kritiken bekommen hat etwa "WikiCamps Australia"- nach eigenen Angeben mit um die 10.000 Campingplätzen, 8000 Rastplätzen und an die 900 Hostels die Nr. 1 Camping App in Australien.

"WikiCamps Australia" gibt es nicht als Webseite, sondern nur als App. Man kann diese kostenlos im App Store von Google und Apple herunterladen und dann evtl. später für ca. $ 8 eine "lebenslange" Lizenz kaufen.

 


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