Elternzeit in Australien – Die besten Tipps für eine erholsame Reise mit dem Baby

Elternzeit in Australien
Elternzeit in Australien

Die wichtigsten Fragen und Antworten für die Vorbereitung einer Reise nach Australien mit einem Kleinkind finden Sie in diesem Artikel.

Viele junge – oder zukünftige – Eltern überlegen, ob es sinnvoll und empfehlenswert ist, die Elternzeit in Australien zu verbringen. Immerhin spricht einiges dafür: Man hat endlich lange genug Urlaub, um Australien ausgiebig zu erkunden, und auch die Kosten sind überschaubar im Vergleich zu einer Reise mit älteren Kindern.

Australien ist als Reiseziel ideal für Eltern mit Baby geeignet. Die meisten Australier sind sehr angenehme und freundliche Menschen und sehr rücksichtsvoll gegenüber Kindern.

Das spiegelt sich auch in der Infrastruktur wieder: im ganzen Land gibt unzählige, saubere Spielplätze, zum Teil sogar überdacht, manchmal sogar richtige Wasserspielplätze, die auch für die Kleinsten geeignet sind.

Die meisten größeren Campingplätze, darunter etwa die Plätze der Ketten "Big 4" oder "Top Parks", sind sehr familienfreundlich, oft mit Pool, Spielplatz, manchmal auch mit Baby Ecke.

(Der öffentliche Spielplatz auf dem Foto unten befindet sich am Strand von Bingil Bay / Mission Beach).

Elternzeit Australien


Reisen mit dem Baby: Das richtige Alter

Das beste Alter, um mit einem Baby in einen längeren Urlaub zu fahren, ist ab 1 Jahr – also genau das richtige Alter für die Elternzeit. Ist das Kind noch jünger, kann es nur liegen oder krabbeln und bekommt kaum etwas von seiner Umgebung mit. Wenn das Kind ein Jahr alt ist, lernt es gerade laufen, und dann macht der Urlaub mit dem Kleinen so richtig Spaß.

(NB: Manche Kinder können auch schon mit 9 Monaten laufen, und andere erst viel später – daher ist unsere Zahl gewissermaßen ein Mittelwert).

Wenn Ihr Kind alle in Europa empfohlenen Impfungen erhalten hat, und der Hausarzt nichts einzuwenden hat, ist es fertig für die Reise. Besondere Zusatz-Impfungen sind für Australien nicht notwendig.

Gegen Dengue (ein tropisches Sommerfieber), das in den Sommermonaten gelegentlich Reisende in der Region Nord Queensland trifft, kann man sich nicht impfen, wohl aber mit Miückenmittel schützen.

Sollten Sie Ihr Kind nicht mit Mückenmittel einsprühen wollen, empfiehlt es sich evtl. die Reise außerhalb der Regenzeit zu planen, die typischerweise zwischen Weihnachten und Ostern liegt. Alternativ könnten Sie sich in den betreffenden Monaten auf das südliche Australien beschränken und in Queensland nicht weiter als ca. bis Fraser Island reisen.


Frühzeitig mit den Reisevorbereitungen beginnen

Für die Elternzeit in Australien lohnt es sich, schon frühzeitig mit der Planung und den Reisevorbereitungen zu beginnen. Und zwar nicht nur, um die beste Reiseroute und die zu erwartenenden Kosten zu berechnen, sondern auch, um das Kind richtig auf die große Reise vorzubereiten.

Eine gute Vorbereitung bedeutet weniger Tränen beim Baby und weniger Stress bei den Eltern.

Sobald Sie wissen, dass Sie mit Ihrem Baby nach Australien gehen werden, lohnt es sich, das Kind an einen Tragerucksack zu gewöhnen. Wenn das Kind erst in Australien – oder kurz vor der Abreise – den Rucksack zu Gesicht bekommt, besteht die Möglichkeit, dass es den Rucksack jedes Mal mit einem Tränenausbruch begrüßen wird.

Im Zweifelsfall bleibt dann nur, das Kleine im Arm zu tragen, oder einen Kinderwagen zu benutzen. Beides kann am Strand und auf vor allem auf Wanderwegen oder längeren Treppen sehr beschwerlich sein.

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Gleiches gilt übrigens auch für Sonnenmützen. In Australien ist es empfehlenswert, dass das Kind den ganzen Tag über eine Sonnenmütze trägt, um den Kopf zu schützen. Wenn er oder sie aber nicht schon vorher an eine Mütze gewöhnt ist, und sich diese ständig vom Kopf reißen will, sind australische Sonnentage plötzlich gar nicht mehr so harmonisch für Eltern und Kind.


Visum, Reisepass und Reiseversicherung

Nicht nur die Eltern, auch das Baby benötigt einen Reisepass. Für Kinder ist ein Kinderreisepass notwendig – Kinder können also nicht mehr im Pass ihrer Eltern eingetragen werden.

Auch ein Touristen-Visum für Australien muss vorher online beantragt werden, soweit Sie nicht bereits Australian Residents oder Australische Bürger sind (mehr dazu lesen Sie direkt bei der Australischen Einwanderungsbehörtde, siehe hier…)

Da es kein Versicherungsabkommen zwischen Deutschland und Australien gibt, lohnt es sich rechtzeitig nach einer Reiseversicherung zu schauen, die Arzt- und Krankenhausrechnungen und bei Bedarf den Rücktransport übernimmt. Manche Reiseversicherung bieten zusätzlich eine deutschsprachige Hotline, die man direkt von Australien aus anrufen kann. Diese kann im Notfall helfen, einen passenden Arzt in der Nähe zu finden (Fallbeispiel dazu hier…).


Günstige Flüge nach Australien für Eltern und Kind

Viele Australien-Reisende beginnen schon sehr frühzeitig mit der Recherche nach günstigen Flugpreisen. Wenn Sie mit dem Baby reisen, sollten Sie hier genau schauen, wie hier die Preise berechnet werden.

Die australische Fluggesellschaft Qantas schreibt etwa Folgendes:

"Kleinkinder, die keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen, werden bei internationalen Flügen zu einem Preis von 10% des entsprechenden Erwachsenentarifs und bei Inlandsflügen kostenlos befördert. Jedes Kleinkind unter 2 Jahren muss jeweils von einem Erwachsenen begleitet werden. Kinder über 2 Jahre müssen einen eigenen Sitzplatz haben." (siehe hier: www.qantas.com )

Die Sitzplatz-Frage ist sehr wichtig: Es gibt in den meisten Flugzeugen zwar eine Babyschale, aber diese ist sehr klein. Wenn Ihr Kind ein Jahr alt ist beim Hinflug, ist die Schale möglicherweise auch auf den Hinflug schon zu klein für das Kind. Zur Not sollten Sie also damit rechnen, das Kind die ganze Zeit auf dem Schoß zu halten.

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Das richtige Wohnmobil für Eltern und Baby

Wenn Sie Australien mit einem Wohnmobil erkunden möchten, ist es notwendig, ein Fahrzeug zu wählen, an dem sich ein Kindersitz richtig befestigen lässt. Sollten Sie mit 2 Erwachsenen und einem Baby unterwegs sein, ist es wichtig, nach Fahrzeugen zu schauen, die für 3 Erwachsene geeignet sind.

Falls in einer Beschreibung "2 Erwachene und 1 Kind" angegeben ist, schauen Sie am besten ins Kleingedruckte. Oft ist damit ein größeres Kind gemeint, dass nur noch einen "Booster" braucht und keinen Spezialsitz für Kleinkinder, der anders befestigt werden muss.

(Weitere Tipps für die Kostenplanung einer Reise nach Australien mit dem Wohnmobil finden Sie > in diesem Artikel…)

Auch der richtige Sonnenschutz ist wichtig, wenn man mit Kleinkindern unterwegs ist: Eine zusätzliche Markise für das Fahrzeug lohnt allerdings nicht immer den Aufpreis. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine vor Ort gekaufte Strandmuschel (z.B. von der Baumarkt-Kette "Bunnings") weniger kosten kann als der Aufpreis für eine Markise. Zudem ist eine Strandmuschel mobil und kann gut mit zum Strand genommen werden.


Reisen mit Baby ohne Wohnmobil?

Wenn man sich auf Budget Hotels und günstige Cabins beschränkt, muss eine Mietwagen-Reise nicht teurer sein als ein Reise mit Wohnmobil. Übernachten kann man dabei in einem Hotel, Hostel (sowiet für Babys geeignet) oder in einer Cabin (Ferienhaus) auf einem Campingplatz.

Hostels und Campingplätze haben oft Gemeinschaftsküchen mit Kühlschränken, in denen man sich gut verpflegen kann. Mit Kühltaschen und Kühlakkus, die man günstig vor Ort in Australien kaufen kann, wird dann das Wichtigste bis zum nächsten Campingplatz / Hostel kühl gehalten.


Tipps für die richtige Route in Australien – Sicher reisen mit dem Baby

Gerade bei kleineren Kindern ist es vielen Eltern wichtig, im Notfall schnell einen Arzt erreichen zu können. Entlang der Ostküste von Cairns bis nach Melbourne und weiter bis nach Adelaide ist die Bevölkerungsdichte hoch und ein Arzt zumeist nie sehr weit entfernt.

Besonders beliebt ist etwa die Route von Cairns nach Sydney, die die schönsten Highlights von Australien präsentiert, vom Opernhaus in Sydney bis hin zu Regenwald und Great Barrier Reef in Cairns. (Auf dem Foto unten sieht man die "Lagoon" von Cairns, die auch Flachwasserzonen für Kleinkinder hat).

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Weitere Tipps für die Routenplanung einer Reise von Cairns nach Brisbane finden Sie in meinem Reiseführer, den Sie z.B. bei Amazon bestellen können.


Unterwegs mit dem Flugzeug nach Australien

Viele Eltern machen sich Gedanken darüber, wie das Baby wohl die langen Flüge nach Australien übersteht. Die Erfahrung zeigt: besser als die Eltern!

Im Gegensatz zu den Eltern empfinden viele Babys Turbulenzen und sonstiges Wackeln im Flugzeug als angenehm, und das Brummen der Rotoren macht schnell müde. Und wenn dann noch die gewohnte Schlafdecke / Kopfkissten und die liebsten Spielzeuge mit dabei sind, kann fast nichts mehr schief gehen.


Langsam reisen mit dem Baby in Australien

Viele Urlauber haben bei der Urlaubsplanung europäische Autobahnen im Kopf, die in Australien nur in den wenigen Großstädten verbreitet sind. Außerorts gibt es vorwiegend Landstraßen mit vereinzelten Überholspuren.

Eine Etappe von 300 Kilometern fährt man daher typischerweise nicht in drei Stunden, sondern vielleicht in vier oder fünf Stunden.

Die beste Zeit zum Autofahren ist, wenn das Kind müde wird — dann am besten sofort ins Auto (oder Wohnmobil) und die nächsten ca. 1,5 – 2 Stunden Schlafenszeit nutzen, um voran zu kommen. Denn wenn der Schlaf erstmal vorbei ist, wird Autofahren schnell langweilig, und das Kind will Essen, Spielen oder eine neue Windel. Und wenn die Eltern da nicht mitmachen, ist Schluss mit der einträchtigen Ruhe.

Wenn Sie also z.B. anhand von Reiseberichten aus dem Internet Strecken und Fahrzeiten planen, sollten Sie damit rechnen, dass Sie mit einem Baby möglicherweise doppelt solange brauchen werden, als Reisende, die keine Kinder an Bord haben.

Hier noch ein guter Tipps, fall Sie einen Kinderwagen mit nach Australien nehmen: Wenn man eine Schlinge an die Vorderachse bindet, kann man auch schwierigeres Terrain meistern, darunter Sandstrände und sogar Treppen, wie auf dem Foto zusehen:

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Das eine Elternteil schiebt bzw. hält dabei wie gewohnt die Hinterseite des Kinderwagens. Das Vorderrad wird dann an der Schlinge hochgezogen. Dies ist vor allem für solche Fälle geeignet, wenn das Kind nicht in den Tragerucksack will.


Hinweise zu geführten Tagesausflügen mit dem Baby

Falls Sie geführte Ausflüge in Australien planen, gelten bei Kleinkindern besondere Regeln. Hier ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig zu informieren, ob dieser Ausflug für das Kind überhaupt geeignet ist.

Das gilt vor allem bei Fraser Island Touren, die grundsätzlich mit langen Autofahrten verbunden sind, und bei Segeltouren mit Übernachtung.

Ein Ausflug ans Great Barrier Reef oder zu den Whitsunday Islands / Whitehaven Beach für einen Tag hingegen ist nur selten ein Problem — Kinder unter 3 Jahren können in den meisten Fällen kostenlos mitfahren. Und wenn man zu zweit reist, kann man sich beim Schnorcheln ja gut abwechseln.


Fazit: Elternzeit in Australien – kein Problem!

Wenn man sich selbst und das Baby rechtzeitig auf die große Reise nach Australien vorbereitet, spricht nichts dagegen, die Elternzeit in Australien zu verbringen.

Viele Grüße aus Cairns und viel Spaß bei der Reiseplanung wünscht

Bianca

PS: Wenn Ihr noch Fragen dazu habt oder eigene Tipps / Erfahrungen zum Thema habt, die ihr mit anderen Lesern teilen möchtet, sendet uns einfach einen Kommentar.

 

 

1 Kommentar

  1. Das kann ich so nur bestätigen: die Elternzeit in Australien zu verbringen ist genial! Sonne, Meer, Strände, Natur, viele Tiere in ihrer natürlichen Umgebung etc. – da ist für jedes Familienmitglied etwas dabei.

    Und sollte es mal regnen oder zu heiß sein – viele Museen und fast alle Bibliotheken haben KINDER-SPIEL-ECKEN!!! Mit Spielzeugen, Büchern etc. Australien finde ich extrem kinderfreundlich.

    Viel Spaß beim Reise-Planen! Mirko

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