Besser Tauchen in Cairns oder bei den Whitsunday Islands?

Tauchen in Cairns

Viele Reisende mit Tauchschein haben nicht viel Zeit zum Tauchen auf ihrer Reise von Brisbane bis nach Cairns. Da stellt sich die Frage, ob die Whitsundays oder Cairns besser zum Tauchen geeignet sind.

Das Great Barrier Reef erstreckt sich über 2.000 Kilometer etwa von vom Küstenort Seventeen Seventy (1770) bis an die Spitze von Cape York, kurz vor Neuguinea. Entsprechend liegen auch Cairns und Airlie Beach am Great Barrier Reef.

Das Great Barrier Reef ist keine zusammenhängende Masse. Statt dessen besteht aus aus vielen einzelnen Riffen, die manchmal weiter voneinander entfernt und manchmal enger zusammenhängend sind.

Witsunday Islands – ein Weltklasse Segelrevier

Das "eigentliche" Great Barrier Reef befindet sich in der Region Airlie Beach erst außerhalb der Whitsundays Inselgruppe.

Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Inseln, wie etwa Hook Island, Border Island und sogar Daydream Island, die verschiedene sehr gut betauchbare Riffe haben.

Dabei muss aber auch das Wetter mitspielen: Bei ungünstigen Winden ist die Sicht Unterwasser oft eher enttäuschend.

Da viele Besucher der Whitsundays Region den weißen Strand von Whitehaven Beach sehen möchten, werden auch Tauchkreuzfahrten immer so angelegt, dass Whitehaven Beach, der als einer der schönsten Strände der Welt gilt, auf dem Programm liegt.

Entsprechend sollten Taucher damit rechnen, dass auf allen Ausflügen und Tauchkreuzfahrten ab Airlie Beach insgesamt immer weniger Tauchgänge angeboten werden als bei vergleichbaren Touren ab Cairns.

Zudem habe ich beobachtet, dass über die Jahre immer weniger Boote in den Whitsundays Tauchen anbieten.

Die meisten der Boote, die noch "übriggeblieben" sind, bieten Tauchen nur über ein externes Boot an, das die Segelyacht besucht. Dazu gehört etwa der Katamaran Powerplay, der max. 2 Tauchgänge auf einer Ausfahrt über 2 Tage / 2 Näche anbietet (mehr zur Powerplay lesen Sie hier…)

Eigene Tauchlehrer an Bord hat kaum noch ein Schiff. Eine Ausnahme ist hier die Segelyacht Summertime (siehe Foto) , die 3 Tage und 2 Nächte unterwegs ist und max. 4 Tauchgänge anbietet (mehr zur Summertime lesen Sie hier…).

Längere Tauchkreuzfahrten werden übrigens nicht angeboten, abgesehen davon, dass man eine schöne Tour natürlich auch zweimal hintereinander machen könnte.

 

Cairns – ein Weltklasse Tauchrevier

In der Region Cairns gibt es einige vereinzelte Inseln, aber keine größeren Inselgruppen zwischen dem Festland und dem Outer Reef.

Entsprechend kann man die äußeren Bereiche des Great Barrier Reef, das etwa 60 Kilometer vor der Küste liegt, in etwa 1,5 Stunden Fahrt im schnellen Motorboot erreichen.

Auf einer Tauchkreuzfahrt mit 2 Übernachtungen geht es wirklich nur ums Tauchen, und es werden keine Inseln oder sonstige touristischen Ziele angefahren.

Auf Tauchkreuzfahrtschiffen wie etwa der rechts dargestellten Scubapro sind daher bei einer Tauchkreuzfahrt mit Übernachtung bis zu 11 Tauchgänge möglich (> mehr Infos hier…).

Die Schiffe fahren dabei abhängig von Wind und Wetter immer andere Riffe an, sodass keine Tauchkreuzfahrt wie die andere ist.

 

Fazit: Cairns für Taucher, Whitsundays für "Allrounder"

Zu guter letzt sind Cairns wie auch Airlie Beach beides gute Anlaufpunkt für Taucher. Wer aber möglichst viel Zeit unter Wasser verbringen möchte, und eher weniger an Strandbesuchen interessiert ist, der sollte sich für eine Tauchtour ab Cairns entscheiden.

Wer hingegen nicht nur Tauchen, sondern auch einen Blick auf die schöne Inselwelt der Whitsundays werfen möchte, der sollte Airlie Beach als Basis wählen.

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2 Kommentare

  1. Ich hatte beide Tauchgebiete als Anfänger, Schnuppertauchen und Schnorcheltour. Die Whitesundays waren der absolute Hammer: Traumhafte Inseln, Segelboot, 13 Iren, 2 Holländer, 1 Koreaner und ich. + Crew.
    Selten so lustige Witze gehört, nie zuvor und nie danach so eine unglaubliche Unzerwasserwelt gesehen.
    Whatever happened: I was bitten by the Bug. Seitdem MUSS ich Tauchen, wenn ich kann.
    Cairns ist dagegen eine TouristenStadt im superschwülen Mangrovensumpf. Backpackerburgen, Woolshed und unglückliche Aboriginees. Touren in Wasserwüsten, die Riffe 10cm unter der Wasseroberfläche und saugefährlich, gelangweilte Guides die einem einen Dreck erklären.
    Meine Empfehlung: Erspart Euch Cairns und sucht bei Airline Beach nach einer einwöchigen Tauchsafari.
    Nur meine Meinung, können andere Leute ganz anders erlebt haben….

  2. Hallo Gabor,

    danke für deinen Beitrag!

    Ich wohne schon seit über 10 Jahren in Cairns (bzw. in einem Vorort davon), und kenne sowohl die Tauchgebiete vor Cairns wie auch vor den Whitsundays.

    Die Whitsundays sind zum Tauchen nicht immer ideal, vor allem, wenn der Wind so steht, dass man Unterwasser kaum etwas zu sehen bekommt.

    In Cairns hängt es immer davon ab, welches Riff angefahren wird. Wir haben hier hunderte von Riffen vor der Küste, und es kann schon sein, dass das eine oder andere im Sommer etwas leidet.

    Wie weit ein Riff von der Wasseroberfläche weg ist, hängt von der Tide und der Mondphase ab. Ein Riff, das morgens 10 cm unter der Wasseroberflächt liegt, kann nachmittags schon wieder 3m unter Wasser sein.

    Am Riff ist alles in Bewegung – und das ist auch gut so.

    Ich denke allerdings immernoch, dass Airlie Beach zum Segeln und ein bisschen Schnorcheln die bessere Wahl ist, und zum Tauchen geht man dann lieber nach Cairns.

    Viele Grüße,

    Bianca

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