Reisebericht: Darwin – Litchfield National Park – Katherine Gorge (Seite 1 / 2)

Termitenhügel im Litchfield NP
Termitenhügel im Litchfield NP

Nach der Erkundung von Darwin besuchen wir den weitläufigen Territory Wildlife Park und erfrischen uns an den Wasserfällen des Litchfield National Park.

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Tag 1 – 1. Juli 2008

Stadtspaziergang in Darwin, Northern Territory

Outback Australia Unser erster Stadtspaziergang in Darwin führt uns direkt in ein Restaurant. Im Roma Café gibt es leckere Lammkotelettes mit Rucola-Salat und kostenfreies WLAN, mit dem wir unsere Emails abrufen. Die Verbindung ist zwar elend langsam, aber ausreichend.

Fischfütterung bei Aquascene in Darwin

Nachmittags besichtigen wir die Aquascene, ein Stück abgetrennter Strand, an dem jeden Tag hunderte von freilebenden Fischen gefüttert werden. Außer den Fischen freuen sich vor allem kleinere Kinder. Manche Eltern haben Mühe, die Kinder aus dem Wasser zu halten – so manche Kids drängen immer weiter ins Wasser und sind bald völlig nass.

Wir finden den Eintritt von 8 Dollar für ein bisschen Fische füttern etwas überzogen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass hier weit über hundert zahlende Gäste anwesend sind, und man Fische auch an anderen Stränden von Australien kostenlos füttern kann. Aber so können wir immerhin sagen, dass wir’s mal gesehen haben

Historisches Government House.

Outback AustraliaDirekt neben Aquascene beginnt ein kleiner Weg, den wir den Strand entlang durch den Stadtpark folgen. Wir erreichen schließlich das Government House (Foto rechts), indem der Gouverneur des Northern Territory wohnt, den wir an dieser Stelle gehörig beneiden.

Das Haus ist nur ein- oder zweimal im Jahr für Besucher geöffnet, und auch leider nicht am 1. Juli 2008.

Heute ist übrigens Territory Day. Das bedeutet, dass sich so ziemlich jeder Nord Territorianer gehörig mit Feuerwerk eingedeckt hat. In anderen Australischen Staaten ist privates Feuerwerk grundsätzlich nicht erlaubt, hier allerdings wird sogar über dem Flughafen geknallt. Erlaubt ist das sicher nicht und wir vermuten, die Piloten haben heute wohl bei jedem Start und jeder Landung Schweißausbrüche…

Tag 2 – 2. Juli 2008

Einkaufen in Darwin

Outback AustraliaHeute beschäftigen wir uns mit dem Einkaufen von Proviant, Robert schaut nach dem Wagen, und wir besuchen die Casuarina Shopping Mall, das größte Einkaufszentrum des Northern Territory. Besonders gut gefüllt uns hier der große Food Court, indem es die unterschiedlichsten Gerichte für kleines Geld gibt.

Ich entscheide mich einfach nur für einen gerollten Döner Kebab mit Lamm und Salat, Robert wählt bei einem anderen Imbiss einen gigantischen asiatischen Nudeleintopf.

Darwins Yachthafen Cullen Bay

Outback AustraliaGegen Abend fahren wir an den Yachthafen Cullen Bay und freuen uns über den farbenprächtigen Sonnenuntergang über der sehr flachen Arafura See (Foto rechts oben). Die Arafura See ist nur 50-80 Meter tief.

Das flache Wasser wird von der heißen Tropensonne immer schön warm gehalten und sorgt dafür, dass es in Darwin auch im Winter noch an die 32 Grad warm ist. Daran muss man sich erst mal gewöhnen – selbst wenn man aus Cairns kommt wie wir.

Den Abend verbringen wir in der Restaurant-Meile von Cullen Bay (Foto rechts). Besonders gut gefällt uns hier, dass die Ausflugs-Boote, die Fahrten in den Sonnenuntergang anbieten, direkt vor den Restaurants anlegen, so dass man sich schonmal für den nächsten Abend ein Boot aussuchen kann.

Tag 3 – 3. Juli 2008

Darwin – Territory Wildlife Park (Berrie Springs)

Outback AustraliaUm die Mittagszeit verlassen wir Darwin und steuern den Territory Wildlife Park an, den wir gegen 14:00 Uhr erreichen. Da der Park etwa eine Stunde Fahrt von Darwin entfernt ist und direkt an einen Naturpark angeschlossen ist, spielt hier Platz keine Rolle, und alles ist sehr großzügig dimensioniert.

Der Territory Wildlife Park ist in die Natur gebaut: der Regenwald-Bereich des Parkes mit dem kleinen Bach war auch vorher schon da, ebenso wie der kleine Billabong, auf dem sich ein Clan streitsüchtiger Pelikane niedergelassen hat.

Outback AustraliaAuch die Echse, die sich in der Abendsonne sonnt (siehe Bild rechts) macht einen sehr zufriedenen Eindruck.

Ein wenig anstrengend finden wir allerdings, dass die Parkstraße durch dem Zoo Kilometerlang zu sein scheint, und der kleine Touristenzug durch den Park nur alle halbe Stunde seine Runden führt – bzw. dann, wenn wir gerade nicht an der Straße stehen.

Das führt schließlich dazu, dass wir in recht strammen Schritt durch den Park marschieren, um alles noch vor Schließung um 18 Uhr sehen zu können.

Zehn Minuten vor der offiziellen Schließung des Parks haben wir aber doch Glück und fahren wenigstens die letzte Strecke mit dem Shuttle. Dabei können wir uns noch an den Kommentaren des gut gelaunten Fahrers erfreuen, der sogar noch bei den Wasserbüffeln hält und Blätter von einem Baum herunterholt, damit die anwesenden Kinder die Wasserbüffel noch schnell füttern können.

Tag 4 – 4. Juli 2008

Berrie Springs – Batchelor – Buley Rockhole (Litchfield NP)

Outback Australia

Batchelor – das Tor zum Litchfield NP

Heute lassen wir die Region Darwin hinter uns, und nähern uns wieder Katherine, die drittgrößte Stadt im Northern Territory. Vorher biegen wir allerdings erst Richtung Batchelor ab und gönnen uns einen Imbiss im Ortszentrum, in dem sich außerdem eine Tankstelle und ein Blechhäuschen mit einer Besucher-Information befindet.

Wer nicht campen mag, und den Litchfield National Park besuchen möchte, der muss zwangsläufig in Batchelor bleiben. Die alte Uranminen-Stadt ist mittlerweile nur noch ein Dorf (und die Rum Jungle Mine gibt es zum Glück auch nicht mehr).

Hotels in Batchelor

Daher hat man hier eigentlich nur noch die Auswahl zwischen der restaurierten "Mine Managers Residence" aus dem 50er Jahren und dem etwas in die Jahre gekommenen Best Western Motel. Als ich mir die Zimmer anschauen will, erfahre ich, dass alle Zimmer schon für die nächsten 2 Wochen im Voraus ausgebucht sind. Juli ist Hochsaison. Da muss man vorausplanen.

Florence Falls

Wir fahren weiter in den Litchfield National Park. Die Florence Falls können wir uns leider heute nicht anschauen, weil hier gerade ein Spielfilm über australische Journalisten gedreht wird, die auf der Insel Ost-Timor spurlos verschwunden sind. Angeblich sieht es im Litchfield National Park genauso aus wie in Ost-Timor, daher wird hier gefilmt und wir müssen bis morgen Geduld haben.

Aber immerhin sind die "magnetischen" Termitenhügel im Park frei zugänglich. Auf dem Foto rechts steht Robert neben einem "normalen" Termitenhügel, der ebenfalls beeindrucken kann.

Outback Australia

Wasserfall am Buley Rockhole, Litchfield

Wir ziehen in das Bushcamp beim Buley Rockhole und kühlen uns erst einmal ab (Foto rechts). Die Wassertemperatur ist perfekt und das Wasser herrlich klar.

Zwischen den einzelnen Wasserfällen kann man überall baden, es gibt viele flache Pools und auch einige sehr tiefe Stellen, wie Robert beim Tauchen herausfindet.

Das Wasser und die Umgebung sind so herrlich, dass Robert gar nicht mehr herauskommen will… – Kein Wunder, denn dies ist wirklich ein erstklassiger natürlicher Luxuspool.

Tag 5 – 5. Juli 2008

Buley Rockhole – Florence Falls – Wangi Falls (Litchfield NP)

Outback AustraliaWir sind schon vor 9 Uhr bei den Florence Falls, die jetzt noch ein wenig einsam und im Schatten liegen. Vom Filmteam sehen wir keine Spuren mehr; offensichtlich haben sie gut aufgeräumt.

Wir gehen die Treppe hinunter bis zum Fuß der Wasserfälle und wandern dann weiter durch den Bush und später über einen kleinen Bach zurück zum Parkplatz. Es ist nun kurz nach 10 Uhr; die Florence Falls werden so langsam von der Morgensonne beleuchtet, und auch den Ausguck haben wir nun nicht mehr für uns allein. Aber da macht nichts, denn es geht hier immer noch sehr ruhig zu.

Tabletop Swamp und Tollmer Falls Wasserfälle

Wir steigen wieder in unseren Landcruiser und besuchen den Tabletop Swamp (kleiner Billabong), die Tolmer Falls (nur über einen Ausguck aus der Ferne zu sehen, aber sehr schön) und schlagen schließlich unser Lager bei den Wangi Falls auf (Foto rechts oben, mit Robert).

Outback Australia

Auf unserer Campsite sind wir allerdings nicht allein: Ein Bower Bird hat hier eine kleine Liebeshätte aus Zweigen errichtet, und führt diese zusammen mit dem davor ausgebreiteten weißen Muschelteppich stolz verschiedenen Vogel-Damen vor, bei denen er heute aber nicht viel Glück hat.

Auf dem Foto steht der Bower Bird-Mann mit hängenden Flügeln vorne rechts (er tanzt gerade), sie steht ein bisschen weiter rechts im Hintergrund in der Sonne und schaut sich die Show und seinen "Pavillon" an.

 

Hier gehts weiter mit dem Reisebericht zum Katherine Gorge…

 

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