Reisebericht: Airlie Beach – Long Island – Bowen – Cairns


Wir spazieren am Strand von Strand von Conway Beach, und besuchen von Airlie Beach aus die Inseln Long Island, Daydream Island und South Molle Island.

(Den Anfang des Reiseberichtes verpasst? >Hier geht es zurück zu Seite 1…)

29. Dezember 2008

Nachts regnet es wieder kräftig, aber zum Frühstück scheint wieder die Sonne. Heute treffen wir uns mit einem lokalen Veranstalter, weil wir deren Ausflüge in unser Angebot aufnehmen wollen und schauen uns danach noch ein Hotel an.

Nur für Backpacker: Club Croc Airlie Beach

Da das Club Croc Hotel in Airlie Beach im Internet sehr schlechte Kritiken bekommen hat, aber trotzdem viel beworben wird, wollen wir uns die Sache einmal selbst anschauen. Das Club Croc hat nominell drei Sterne. Aber am Publikum wie auch an der renovierungsbedürftigen Ausstattung der Zimmer zeigt sich, dass es sich eher um ein Backpacker-Resort mit Doppelzimmern handelt.

Wasserfall im Conway National Park

Im Reiseführer haben wir von den Wasserfällen im Conway National Park gelesen. Da es in den letzten Tagen sehr ergiebig geregnet hat, hoffen wir, dass wir einen schönen Wasserfall zu sehen bekommen.

Leider werden wir enttäuscht: Im kleinen Teich vor dem mitten im Regenwald gelegenen Wasserfall tummeln sich zwar drei Schwimmer und ein vergnügter Hund, aber der Wasserfall bleibt trotzdem trocken.

Wir fahren weiter über die Berge direkt an den Strand von Conway (siehe Foto oben). In den Vorgärten der Strandortes sehen wir mehrere alte Traktoren, und auch am Strand steht einer. Wir wundern uns über die Gebräuche in diesem Teil Australiens und spazieren über den wieder einmal Kilometerlangen Sandstrand.

Es ist fast windstill, und wir sehen in einiger Entfernung über einer Bergkette, die südlich von uns weit ins Meer hinausragt, ein Gewitter toben. Wir sehen Blitze und Regenmassen heruntergehen, während wir trocken bleiben und mit nackten Füßen durch den feuchten Sand laufen.

Als das Gewitter näher zieht, sprintet ein junger Mann an uns vorbei und kommt uns wenige Minuten später mit einem Traktor mit Bootsanhänger wieder entgegen. Als wir schon fast unser Auto erreicht haben, sehen wir, dass ein kleines Boot ("Tinnie") auf den Anhänger geladen ist.

Sailing Club Airlie Beach

Wir fahren zurück nach Airlie Beach, zum Sailing Club Airlie Beach, der in der Nähe der Esplanade auf einer vorgelagerten Halbinsel liegt. Wir sind früh dran (kurz vor 18:00 Uhr) und bekommen daher den besten Platz am Balkon, mit Blick über die ganze Bucht und hinüber zum Coral Sea Resort.

Der Sailing Club dürfte eines der günstigsten Restaurants in Airlie Beach sein. Das Essen ist zwar nichts Gourmets, dafür ist es aber auch nicht teuer. Für ein Bier und einen Softdrink zahlen wir hier so viel wie in einer anderen Bar sonst nur fürs Bier (also ungefähr $6).

30. Dezember 2008
Long Island – Daydream Island – South Molle Island

Heute wären wir zwar gerne nach Whitehaven Beach (> mehr Infos dazu hier) gefahren, aber da alles schon seit langem ausgebucht war, haben wir uns statt dessen entschieden, uns drei andere Inseln anzuschauen.

Heute besuchen wir also Long Island, Daydream Island und South Molle Island

Long Island: Strand mit eigener Hängematte

Die erste Insel auf unserer Liste ist Long Island. Allein schon anhand der Anzahl der Fotos, die ich auf der Insel gemacht habe (genau 47) merke ich, dass mir die Insel am besten gefallen hat.

Nach einer wieder einmal regnerischen Nacht ist das Wetter wieder perfekt, und bei einer Temperatur von an die 30 Grad um ca. 11 Uhr erkunden wir die Strände und das Hotel.

Wir spazieren den Wanderweg, der die Nördliche Halbinsel von Long Island umrundet, ein Stück entlang und freuen uns auf den schönen Ausblick auf die weite Bucht zwischen Regenwald und türkisfarbigem Meer.

Im Wasser tummeln sich Schwimmer, Kayak-Fahrer und ein flottes Motorboot, das zwei Kinder auf einem Gummireifen hinter sich herzieht. Später testen wir die zwischen den Palmen direkt am Strand aufgespannten Hängematten und sind schon ein wenig traurig, dass wir schon bald weiter zur nächsten Insel müssen.

(Update Mai 2016: Das Long Island Resort ist leider bis auf Weiteres geschlossen und wird auch mit der fahrplanmäßigen Fähre von Cruise Whitsundays nicht mehr angefahren).

 

Daydream Island

Auf Daydream Island verbringen wir unsere Mittagspause. Das Meermaid-Restaurant ist zwar kein Gourmet-Restaurant, aber für ein Mittagessen in Ordnung. Leider ist die Bedienung wegen der vielen Weihnachtsgäste sehr langsam.

Besonders gut gefallen hat uns das Freiluft-Aquarium, das sich entlang des Spazierwegs durch das Resort zieht.

Im Aquarium leben Anemonen und Clownfische, verschiedene harte Korallen sowie ein paar kleinere Haie, die wir natürlich besonders interessant finden.

(Wir haben Daydream Island später nochmal besucht, einen ausführlicheren Bericht zur Insel finden Sie > hier… )

South Molle Island

Als wir in South Molle Island ankommen, hat es angefangen leicht zu regnen. Wir schauen uns das Resort an, das sich in Zukunft mehr auf Rucksackreisende (Backpacker) einstellen will, und in dessen Pool sich entsprechend viele jugendliche Gäste tummeln.

Danach wandern wir am Strand von South Molle Island entlang und freuen uns über die tropischen Gartenanlagen.

(Update Mai 2016: South Molle Island wird mittlerweile leider nicht mehr von den fahrplanmäßigen Fähren angefahren. Wenn Sie die Insel besuchen mächten, geht dies nur über einen Privat-Transfer wie z.B. von Scamper).

Yachtschau in Airlie Beach

Als wir am späten Nachmittag in Airlie Beach in den Hafen einfahren, lässt der Regen nach, und wir haben noch Zeit, uns die Rennyacht Camira anzuschauen. Die Camira ist gleichzeitig mit uns in den Hafen eingelaufen.

Die Passagiere sind begeistert, und versuchen uns zu überzeugen, dass wir gleich für Morgen auch eine Segeltour buchen sollen. Sie wissen allerdings nicht, dass die Camira für morgen schon ausgebucht ist. Sonst wären wir nämlich auch dabei gewesen. (> Mehr Infos zur Camira hier…)

 

31. Dezember 2008
Airlie Beach & Shute Haven

Wanderung nach Coral Beach

Nach einer regnerischen Nacht zeigt sich Airlie Beach wieder von seiner besten Seite. Die Sonne scheint, und es sieht so aus, als würde es heute heiß werden. Wir fahren an Shute Harbour vorbei nach Shute Haven und wandern vom kleinen Wanderparkplatz aus nach Coral Beach.

Nach ungefähr einer halben Stunde Fußweg auf einem gewundenen Pfad durch einen Eukalyptuswald erreichen wir einen ruhige Bucht mit klarem, türkisfarbigem Wasser. Der Strand besteht aus tausenden kleiner Muscheln, jede für sich ein Einzelstück. Außer uns sind noch zwei weitere Paare am Strand, die einen mit Angel, die andere mit Schnorchel und Flossen bewaffnet. Sieht so aus, als hätten wir hier einen guten Spot zum Schnorcheln entdeckt.

Silvesterparty in Airlie Beach

Außerdem ist heute natürlich Silvester, und wir freuen uns schon auf das Feuerwerk.

Heute spielt das Wetter zum Glück mit: Die ganze Nacht über bleibt es trocken, sodass wir uns problemlos das 9 Uhr Feuerwerk über Airlie Beach von der Lagune aus anschauen können.

Und später das Mitternachts-Feuerwerk von Shute Haven aus (von hier kann man das Feuerwerk von mehreren Whitsundays Inseln
gleichzeitig sehen).

Die Fotos zeigen Silvester-Vorbereitungen in Airlie Beach: Einmal auf der Backpacker Meile und einmal auf dem Bootssteg vom Coral Sea Resort.

 

 

Tag 8 – 01. Januar 2009
Airlie Beach – Bowen – Alva Beach

Heute ist leider unser letzter Tag in Airlie Beach. Wir Frühstücken ein letztes Mal am Aussichtspunkt über Shute Harbour. Hier gibt es Picknick-Bänke und eine der schönsten Aussichten über die Whitsundays.

Als wir unseren letzten Rundgang in Airlie Beach unternehmen (für ein letztes Bad in der schönen Lagune), ist es erst 9:00 Uhr. Nach der langen Silvesternacht erwarten wir, dass es in Airlie Beach noch ziemlich wüst aussehen muss. Aber wir sind überrascht: Alles ist aufgeräumt und sauber, wie an jedem anderen Sonntag.

Von Airlie Beach nach Bowen

Wir verlassen Airlie Beach und stellen uns so langsam auf die Heimfahrt ein. Unser nächstes Ziel ist nochmal Bowen, das uns schon auf der Hinfahrt besonders gut gefallen hat.

Wir fahren zur Horseshoe Bay, einen kleinen Sandstrand in Bowen, der umgeben ist von riesigen Felsbrocken (siehe Foto unten).

Nach einer kurzen Wanderung auf einem Aussichtspunkt in den Felsen hoch über Horseshoe Bay bekommen wir so langsam Appetit. Das Horseshoe Bay Café, das zwar fast direkt am Strand liegt, aber doch nur mit Parkplatz-Blick, will $15 für Fish and Chips. Nicht ganz billig für einen Imbiss!

Wenn schon teuer, dann lieber gemütlich, denken wir und gehen die hundert Meter weiter zum The Cove Hotel, das ein eigenes Restaurant mit Meerblick hat.

Der Blick auf die Speisekarte überrascht uns doppelt: Es gibt eine spezielle Mittagskarte mit asiatischen Gerichten ab $10 (plus 10% Neujahrs-Zuschlag).

Von Bowen nach Ayr

Satt und ausgeruht geht es weiter Richtung Norden. Wir fahren wieder über die 1100 Meter lange Burdekin Brücke. Nach den kräftigen Regenfällen in den letzten Tagen könnte man denken, dass der Fluss jetzt viel Wasser führen müsste. Aber mehr als ein winziger Bach ist nicht zu sehen, der sich in der Sandlandschaft weit unter uns verliert.

(Anmerkung: Nur 4 Wochen später, Anfang Februar 2009 war die Burdekin-Brücke nicht mehr befahrbar, weil der Fluss mehr als 11 Meter Wasser führte!)

Wir erreichen die kleine Stadt Ayr, die uns schon bei der Hinfahrt positiv aufgefallen ist. In der musikalisch beschallten Fußgängerzone (bzw. baulich getrennte Hauptstraße der Stadt) treffen wir einen alten Australier, der erzählt, dass er ein in Shanghai geborener und in Sibirien aufgewachsener Pole sei, für den Australien das beste Land der Welt sei. Als er uns innerhalb von 10 Minuten zum dritten Mal fragt, aus welchem Land wir kommen, merken wir, dass er Alzheimer hat.

Alva Beach

Alva Beach, nur wenige Kilometer östlich von Ayr gelegen, ist heute unser Tagesziel. Der Strand überrascht: Die meisten Strände in Nord-Queensland sind nur für Fußgänger zugelassen. Hier sehen wir gleich ein halbes Dutzend junger Leute auf kleinen und wendigen ATV-Fahrzeugen, auch genannt "Quads".

In der Nähe fischt eine Aboriginal-Familie nach Muscheln fürs Abendessen. Wir wandern wieder einmal den kilometerlangen Strand entlang und genießen die Abendsonne.

Als es langsam dunkel wird, sehen wir ein Ehepaar mit zwei Kindern, das sich gerade bereit macht für die Heimfahrt. Mutter und neunjährige Tochter auf dem einen Quad, Vater, sechsjähriger Sohn, Hund und Bierkiste auf dem anderen (Foto oben). Aber Achtung: Hier sitzen die Kinder am Steuer, nicht die Eltern!

02. Januar 2009
Alva Beach – Townsville – Cardwell – Cairns

Heute sind wir wieder kurz nach Morgengrauen wach. In der Nacht hat es einmal mehr geregnet, und es sind noch einige Pfützen auf den Straßen, aber die Sonne scheint schon wieder. Auf dem Feldweg von Alva Beach nach Ayr hüpfen einige Kängurus vorbei, die genauso früh auf sind wie wir. Wir fahren langsam und fühlen uns wie im Wildpark.

Frühstück in Townsville

Townsville ist unser nächstes Ziel, wieder einmal fürs Frühstück. Wir sind schon gegen 9 Uhr in Townsville, um diese Zeit hat noch kaum ein Café geöffnet. Wir fahren zum Restaurant-Viertel "The Strand".

Hier gibt es gleich zwei Cafés – das eine ein typisch australisches – "Harolds Seafood", mit vegetarischen Köstlichkeiten wie "Toast mit Bohnen" oder "Toast mit Spaghetti und Tomatensauce" (Australier essen sowas wirklich!!!). Wir gehen lieber eine Tür weiter zu "Juliettes", wo überbackene Croissants mit Käse und Schinken und serviert werden.

Von Cardwell nach Cairns

Gut gestärkt fahren wir weiter nach Cardwell. Cardwell ist der "ärmere" Bruder des schicken Ferienortes Port Hinchinbrook. Aber heute ist Cardwell definitiv der bessere Anblick: Von Cardwells Bootsteg aus sehen wir ein Great Barrier Reef Panorama mit tropischer Küste und der Insel Hinchinbrook Island (siehe Fotos oben und unten).

(Update Mai 2016: Nach Zyklon Yasi hat sich das geändert – nun wirkt Port Hinchinbrook eher verlassen, während viele Gebäude in Cardwell komplett neu aufgebaut wurden. Heute ist Cardwell sicher der schönere Ort der beiden.)

Rechtzeitig zur Mittagessenszeit erreichen wir Innisfail. Die italienische Familie, denen Roscoes Restaurant gehört, kennen wir schon von einem vorigen Besuch.

Wir erzählen dem Senior-Chef, dass wir mit Ragamuffin segeln sind, und er erinnert sich noch daran, dass die Yacht Sydney – Hobart gleich dreimal gewonnen hat. Das war vor über 20 Jahren!

Zurück nach Cairns

Jetzt ist es nur noch eine kurze Stunde Fahrt bis nach Cairns – und wir sind wieder daheim.

 

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