Reisebericht Fraser Island Tour ab Brisbane (Seite 1 / 3)

Lake Birrabeen auf Fraser Island
Lake Birrabeen auf Fraser Island

Wir unternehmen eine geführte Tour ab Brisbane und setzen bei Rainbow Beach nach Fraser Island über. Am 75 Mile Beach sehen wir Dingos, und baden später im Lake Birrabeen.

Die meisten Reisenden besuchen Fraser Island von Hervey Bay oder von Rainbow Beach aus. Bei Zeitmangel lohnt es sich für manche Reisende, einfach von Brisbane aus eine Tour nach Fraser Island zu unternehmen (diese Tour kann man zB. > hier buchen…).

Da wir sowieso beruflich in Brisbane waren und nur 2 Tage Zeit hatten, haben wir so eine Kurztour einmal im Selbstversuch getestet. Das ist nicht unser erster Besuch in Fraser Island, aber die Insel ist schön genug, das man gerne wieder kommt 🙂

Wir stehen also an einem sonnigen Montag im Mai (das ist Spätherbst in Australien) um kurz nach 7 Uhr morgens am vereinbarten Treffpunkt am Traders Hotel direkt neben dem Roma Street Bahnhof / Busbahnhof von Brisbane bereit.

Unser Fahrer, Matt, kommt etwas verspätet um kurz vor halb acht mit seinem Geländewagen zum Treffpunkt, da er noch Gäste von der Gold Coast abholen musste, und dabei in einen Stau gekommen war.

Unterwegs im Geländewagen

Unser Fahrzeug ist eine Art Riesenlastwagen mit Geländeantrieb, mit Platz für etwa 20 Leute. Der Wagen ist rot und heißt „Borat“. Aufgrund der Riesen-Reifen sitzen wir viel höher über der Straße als in einem konventionellen Fahrzeug, was die Aussichten für alle an Bord erheblich verbessert.

Die Mehrzahl unserer Mitreisenden kommt aus dem deutschsprachigen Raum, obwohl es sich nicht um eine deutsche Tour handelt (es gibt leider keine deutschen Touren nach Fraser Island). Außerdem sind Franzosen, Kanadier und drei nette Taiwaner dabei.

Unser Fahrer und Tourguide heißt Matt, kommt ursprünglich aus Victoria und hat früher Touren an der Great Ocean Road und in Western Australia geleitet. Bei der Abholung in Brisbane trägt er noch schwere Wanderstiefel, die aber später unbemerkt im Kofferraum des großen Geländewagens verschwinden.


Foto: Ettamogah Pub in der Nähe der Glass Hous Mountains


Wir lassen die Großstadt Brisbane hinter uns, und die Glasshouse Mountains ziehen an uns vorbei, die man leider von der Autobahn aus nicht so gut sehen kann. Aber der urige Ettamogah Pub mit dem Oldtimer auf dem Dach ist nicht zu übersehen!

Die Riesen-Ananas von Nambour

Einen kurzen Halt machen wir an der Riesen-Ananas in der Nähe von Nambour. Hier steigt noch ein älterer Mann zu, der allein unterwegs ist.


Foto: Unser Geländewagen mit Fahrer Matt, hier noch mit Wanderstiefeln


Normalerweise würde der Bus nun direkt über die Autobahn in Richtung Rainbow Beach weiterfahren, erklärt unser Fahrer Matt. Da aber noch Gäste aus Noosa hinzukommen, legen wir dort noch einen kurzen Stopp ein.

Als wir den Noosa River überqueren, paddeln einige Pelikane entspannt im Wasser, und ich freue mich schon auf die Natur auf Fraser Island.

Der Stopp in Noosa ist für uns kein Nachteil: Statt über die langweilige Autobahn fahren wir nun über ruhige Nebenstraßen, vorbei an einsam gelegenen Rinder-Farmen und teils sogar über unbefestigte Pisten am Rande des Cooloola National Parks. Die meisten Gäste merken davon nicht so viel, sie den verpasseten Schlaf der letzten Nacht nachholen, was sicher auch etwas für sich hat.

Nach einem Stopp zum Tanken erreichen wir Rainbow Beach gegen 11:40 Uhr und sammeln die letzten zwei (deutschen) Gäste an einem Backpacker Hostel ein. Da sich auf Fraser Island in der Nähe der Fähre erstmal kein Restaurant befindet, ziehen wir die Mittagspause vor.

Mittagspause in Rainbow Beach

Dies ist nicht unser erster Besuch in Rainbow Beach, insoweit muss ich nicht lange überlegen, wo es hin gehen soll. Wir gehen in den Surfclub, das einzige Lokal in Gehweite von unserem Treffpunkt das direkt auf den Strand von Rainbow Beach hinaus blickt.

Es gibt zwar einige mehr Cafés und Geschäfte in Gehweite, diese allerdings haben keine nennenswerten Aussichten.



Foto: Aussichten vom Surfclub in Rainbow Beach


Als kleiner Vorgeschmack auf unser Abenteuer im Sand ziehen ab u und zeinige Geländewagen an unserem offenen Aussichtsfenster vorbei. Rainbow Beach ist einer der wenigen Strände in Queensland, den man auch mit dem Auto befahrbar hat – soweit man einen Geländewagen besitzt.

Um 12:30 Uhr wartet Matt auf uns an der Bushaltestelle vor dem Surfclub. Bis Fraser Island ist es jetzt nicht mehr weit. Wir nehmen die kleine Stichstraße zur Fähre bei Inskip Point, das wir in etwa 10 Min. erreichen.



Foto: Warten auf die Fähre nach Fraser Island.


Fraser Island Fähre bei Inskip Point

Die Fähre bei Inskip Point legt direkt auf dem Sand an; es gibt also keinen Betonanleger wie bei anderen Fähren. Bei Flut legt die Fähre eine Pause ein, weil der Strand dann überspült ist. Als wir ankommen, ist die Fähre noch auf der anderen Seite, also auf Fraser Island, und wir haben ein wenig Zeit um Fotos von Inskip Point zu machen.

Hier warten sogar einige Fußgänger, wie man auf dem Foto oben sehen kann.

In wenigen Minuten überqueren wir den schmalen Durchlass nach Fraser Island.



Foto: Unterwegs nach Fraser Island



Foto: Bei unserer Ankunft warten schon wieder einige Wagen auf die Fähre zurück nach Rainbow Beach


Dingos – die Wildhunde von Fraser Island

Da Ebbe ist, fährt Matt direkt auf den 75 Mile Beach, der an der Ostseite der Insel entlang führt. Der Strand ist etwa 100 km lang, die 75 Meilen stimmen also nicht ganz mit der Wirklichkeit überein.

Unterwegs sehen wir unseren ersten Dingo, einer von über 300 Dingos, die vorwiegend als Einzelgänger auf der Insel leben. Die meisten Wildhunde sehen ziemlich unterernährt aus, da auf Fraser Island für so viele Dingos einfach nicht genug Futter vorhanden ist.



Foto: Unser erster Dingo auf Fraser Island, vom Auto aus fotografiert


Während das dunkelblaue Meer zu unserer Rechten, und kilometerlange Sanddünen zu unserer Linken vorbei ziehen, erklärt unser Fahrer Matt, dass auf dem Strand von 75 Mile Beach bis zu 80 km / h Höchstgeschwindigkeit erlaubt sind.

Wenn man hier zu Fuß unterwegs ist, hört man wegen der donnernden Brandung heran kommende Fahrzeuge fast nie. Daher sollte man hier immer die Augen für vorbei ziehenden Verkehr offen halten, warnt Matt.

Am Eurong Resort

Auch im Ozean schwimmen ist nicht empfehlenswert, da die Strömung an der Außenseite der Insel bei 75 Mile Beach sehr stark sein kann.

Damit wir nicht auf ein Bad verzichten müssen, biegt unser Geländewagen am Eurong Resort, in dem wir später übernachten werden, ab ins Landesinnere. Nun geht es durch dichten Wald und über eine weiche Sandpiste zum Lake Birrabeen.

Lake Birrabeen

Viele Reisende sind fixiert auf Lake Makenzie mit seinem weißen Sand und blauen Wasser, ohne zu wissen, dass auch andere Seen wie etwa der weniger besuchte Lake Birrabeen weißen Sand und klares Wasser haben.

Beim 1,2 km langen und 8 m tiefen Lake Birrabeen hat das Wasser aufgrund der Teebäume, die am Ufer wachsen, sogar noch einen zusätzlichen Gesundheitsfaktor, da die im Wasser gelösten Wirkstoffe der Teebäume gut für die Haut sind. „Das ist wie ein natürlicher Schönheitssalon,“ sagt Matt.



Foto: Am Strand von Lake Birrabeen


Schneeweißer Sand am Lake Birrabeen

Der Sand am Lake Birrabeen ist so weiß, dass man ohne Sonnenbrille bald schneeblind werden kann, und auch das Wasser ist um diese Jahreszeit sehr erfrischend. Der Sand ist zudem so rein, dass man damit gut Schmuck polieren kann, erzählt uns Matt.

Nachdem wir uns erfrischt haben, treffen wir uns wieder am im Wald geparkten Geländewagen, und es geht weiter zu den Regenwäldern von Fraser Island.

Den nächsten Teil des Reiseberichts lesen Sie auf der > folgenden Seite…

 

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