Reisebericht: Whitsundays Segeltour mit Katamaran “Wings 3” ab Airlie Beach (Seite 1 / 3)


Abgesehen von unserem schönen Australischen Outback liegt uns noch eine weitere Sache sehr am Herzen – das Segeln. Und wo kann ein Segeltörn schöner sein als bei den Whitsunday Islands?

Nach unsere letztjährigen Airlie Beach-Tour u.a. mit einer Segeltour auf der Rennyacht Boomerang (Reisebericht siehe hier…) haben wir uns in diesem Jahr für einen Segel-Katamaran mit mehr Platz entschieden, der zudem mehr Gelegenheit zum Tauchen & Schnuppertauchen bietet.

Zwei Tage und zwei Nächte Whitsundays

Unsere Segeltour dauerte zwei Tage und zwei Nächte – eine ganz typische Zeit für Segeltouren bei den Whitsundays, weil viele Reisende einfach zu wenig Zeit haben, um länger zu bleiben (die Segeltour kann man zB hier buchen).

Dabei ist Airlie Beach & die Whitsundays Region viel zu schön, um es so schnell wieder zu verlassen!

Freitag, 08. Oktober 2010

Treffpunkt am Hafen von Airlie Beach

Nachdem wir am Vorabend in Airlie Beach eingecheckt hatten, brauchten wir nur noch pünktlich gegen 12:30 Uhr am Hafen zu sein.

Netterweise hat George, unser Gastgeber von unserem B&B, uns bis zum Hafen gebracht. Seit ein paaar Wochen ist Parken am Hafen von Airlie nämlich nicht mehr kostenlos und wird mit $8 pro Tag berechnet.

Bereits am Treffpunkt am Hafen hatten wir schon eine kleine Vorschau auf die Unterwasserwelt der Whitsundays – eine kleine pink-gemusterte Nachktschnecke (Nurdibranch) segelte ganz langsam direkt unter unsere Augen vorbei, knapp unter der Wasserfläche. Die meisten anderen Gäste waren allerdings so aufgeregt, dass sie davon nichts gesehen haben.

Segel-Katamaran mit Whirlpool

Um kurz vor 13 Uhr ging es dann an Bord unseres Katamaran "Wings 3", ein kaum mehr als ein Jahr junger Katamaran, der uns schon im letzten Oktober positiv aufgefallen war.

Robert hatte vor allem den Whirpool vorne noch in guter Erinnerung von unserer Besichtigung damals (auf dem Foto rechts sieht man die Wings 2, die abgesehen vom fehlenden Whirpool vorne von außen gleich aussieht).

Unsere Schuhe wurden alle in einem Sack eingesammelt, den Rest der Segeltour haben – mit einer Außnahme – wir Barfuss verbracht.

Sonnenschein voraus bei den Whitsundays

An Bord der Wings verließen wir Airlie Beach gegen 13 Uhr bei sonnigem Wetter. Auf dem Festland hinter unserem Rücken braute sich so langsam ein Gewitter zusammen, aber vor uns lag die Inselwelt der Whitsundays mit blauem Himmel und Sonnenschein.

Das ist ein ganz typisches Wetterschema für Nord-Queensland, da die Berge an Land eher mal für Regen sorgen, und auf See gibt es ja zum Glück keine Berge!

Mittagessen an Bord

Unsere Segeltour begann erstmal mit einem leckeren Snack – kalte Tortillas-Wraps mit Salat, Käse und Schinken – und einer unterhaltsamen Einweisung.

Tauchlehrer Cleo und Richie haben viel Erfahrung, wie sie ihre Gäste wachhalten, daher wurde auch die Demonstration der Sicherheitsmaßnahmen nicht zu langweilig (schaut euch mal die Gesichter der Gäste in der Großversion an!).

Mehr Spaß mit Vegemite

Außerdem wurde abgemacht, dass alle die, die vergessen, sich nach einem Ausflug von Bord wieder in die Gästeliste einzuschreiben, einen großen Löffel Vegemite direkt aus dem Glas essen müssen. Es versteht sich von selbst, dass bei so einer Warnung keine Gäste auf unserer Segeltour verloren gingen!

Einweisung ins Schnorcheln

Danach durften wir endlich zum Sonnen an Deck, und Tauchlehrer Richie erklärte allen Einsteigern in Sachen Schnorcheln, was man mit den Flossen machen muss, um die Unterwasserwelt so richtig zu genießen.

Später ging es dann weiter mit Infos für die Schnuppertaucher.

Richie ist Ende dreißig und ein "alter Hase" in Sachen Tauchen, daher war das Ganze wieder lustig und unterhaltsam – ähnlich wie eine Show von einem Alleinunterhalter (siehe beide Fotos rechts).

Solway Lass unter vollen Segeln

Wir fuhren unter Motor Richtung Hayman Island und weiter nach Hook Island. Unterwegs kam uns das historische Segelschift Solway Lass unter vollen Segeln entgegen. Ich konnte mich kaum satt sehen an diesem wundervollen Schiff.

Solway Lass von seinen schönsten Seiten…  

 

Schnorcheln und Tauchen an der Luncheon Bay / Hook Island

Unser Kapitän – oder "Skipper" – namens Stu (kurz für Stuart) brachte uns sicher zur Luncheon Bay, eine tolle Schnorchelbucht an der Nordseite von Hook Island.

Heute hatten wir eine sehr tiefe Ebbe, daher war das Schnorcheln extra klasse: Wenn das Wasser sehr weit runtergeht, kann man nämlich auch als Schnorchler vieles sehen, was sonst nur Taucher zu sehen bekommen.

(Auf dem Foto rechts sieht man ganz gut, wie nah man dem Riff kommen kann).

Mitsamt unserer Ausrüstung – Neoprenanzug, Flossen, Schnorchel und Brille – brachte unser Skipper uns zum kleinen Sandstrand von Luncheon Bay. Von hier konnte man bequem aufs Riff rausschwimmen, das nur wenige Meter vom Strand begann.

Robert war derweil mit einem anderen Taucher und mit Tauchlehrerin Cleo unterwegs (siehe Foto rechts), während Tauchlehrer Richie mit "Team Spain" – drei Spanischen Schwestern plus Freund – zum Schnuppertauchen unterwegs war.

Besuch bei den Clownfischen

Zurück zum Schnorcheln: andere Taucher hatten an einer Stelle auf dem Riff eine Boje als Markierung aufgestellt. Hier hatten zwei Clownfische – also "Nemos" – eine Anemone bezogen.

Neugierig habe ich natürlich sofort die Boje angesteuert und konnte die beiden Clownfische eine ganze Weile lang allein beobachten, bis mich die anderen Schnorchler eingeholt hatten.

Autowaschstraße für Fische

Ich bin kein besonders guter Schwimmer, aber die anderen haben einfach noch ein bisschen länger gebraucht als ich. Später habe ich dann noch eine "Putzerstation" gefunden. Das ist ein bisschen wie eine Autowaschstraße für Fische: Fische schwimmen heran, ein oder zwei gestreifte Putzerfische eilen heran, knabbern hier und da an den Schuppen der größeren Fische herum und eilen dann zum nächsten. Putzerfische kümmern sich sogar um die Zahnreinigung von großen Fischen, und sind dabei nie in Gefahr, selbst gefressen zu werden!

Irgendwann hatte ich mich dann an der Vielfalt an Papageienfischen und Kaiserfischen zwar noch nicht satt gesehen, aber es wurde mir doch zu kalt, trotz 24 Grad warmem Wasser (da wir in Cairns wohnen bin ich an wärmere Temperaturen gewöhnt). Die anderen Schnorchler blieben noch um einiges länger im Wasser.

Unterwegs im" Schnorcheltaxi"

Im motorisierten Schlauchboot ging es dann wieder schnell an Bord. Der Whirlpool war gerade gefüllt worden und leider noch lauwarm. Ich hatte ungefähr 59 Sekunden lang den Pool ganz für mich allein, bis mich Köchin Sophie daran erinnerte, ob ich mich schon eingeschrieben hatte. Hatte ich nicht. Mit der Androhung der Vegemite-Bestrafung im Hinterkopf holte ich das schnell mal nach.

Etwas später gab es dann Tee und Plätzchen, und ich konnte mich endlich ein bisschen aufwärmen.

Fahrt entlang von Hook Island nach Whitsunday Island

Als Schnorchler und Taucher wieder vollzählig an Bord waren, wurde der Anker gelichtet, und wir fuhren an der Ostseite (Außenseite) von Hook Island entlang.

Unterwegs wurden noch Platten mit Gemüse-Sticks mit Dips sowie Käse und Cracker rausgegeben, sodass wir bei der Fahrt entlang der Inseln keinen Hunger leiden mussten.

Der Käpt’n Stu hat alles im Griff

Dann ging die Sonne so langsam hinter Whitsunday Island unter, und die meisten Gäste verzogen sich in den Salon.

Robert und ich gingen rauf in die kleine Kapitänskajüte, wo Stu mit hochgelegten Beinen seine Instrumente im Auge hielt. Wir waren per Autopilot unterwegs und Stu wirkte sehr entspannt.

Er erzählte uns, dass es schon seit einigen Jahren als Kapitän arbeitete, erst in Cairns und nun in bei den Whitsundays. Da es in Cairns zu wenig Inseln gibt, waren ihm die Whitsunday Islands aber lieber.

(Das Foto von Stu habe ich übrigens ein wenig eher gemacht, als es noch hell war.)

Übernachtung bei Whitsunday Island

Irgendwann wurde es dann ruhig und verloren Tempo – wir hatten unser Ziel erreicht, die Tongue Bay an der Nordseite von Whitsunday Island. Hier hatten wir auch im letzten Jahr schon eine ruhige Nacht verbracht.

Nun wurde es auch Zeit fürs Abendessen: Es gab Hühnchen vom BBQ-Grill, dazu mehrere Salate und Knoblauch-Baguette. Für die drei Vegetarierinnen briet Köchin Sophie extra eine große Portion Tofu.

Bordkino mit Insel-Vorschau und Fischfotos

Im Anschluss folgte nun das Abendprogramm – zuerst erklärt unser Skipper, welche Route wir bisher genommen haben und wo es morgen wahrscheinlich hingeht.

Später gab es eine Diashow mit Richie’s" Top 50" – also seine besten Unterwasserfotos der letzten Jahre.

Da sich direkt über der kleinen Küche ein umklappbarer Riesen-Bildschirm befand, konnten wir alle Bilder in Kinogröße bewundern.

Im Anschluss daran gab es noch das Video "Cars" auf dem Bildschirm, einige Gäste gingen daraufhin ins Bett, andere noch nach draußen auf Deck in den mittlerweile angenehm warmen Whirpool.

Da jeder eigene Getränke mitbringen konnte, solange sie nicht in Glasflaschen aufbewahrt wurden, waren an diesem Abend fast nur Weintrinker an Bord.

Weiter geht es mit dem Reisebericht auf der nächsten Seite….

 


 

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