Die Whitsunday Islands und ihre 74 Inseln

Daydream Island mit Segelyacht
Daydream Island mit Segelyacht

Die Whitsundays Islands bestehen aus 74 Inseln, heißt es immer in der Werbung. Aber wie heißen die 74 Inseln eigentlich?

Nach ein bisschen Recherche fiel mir auf, dass eigentlich keiner so genau weiß, wie die 74 Inseln der Whitsundays heißen. Und dass die Zahl "74" in der Tat nur willkürlich festgelegt wurde.

Dementsprechend findet sich im Internet auch keine vollständige Liste mit allen 74 Inseln. Die meisten Auflistungen hören irgendwo nach 50 Inseln auf.

James Cook Schuld am Insel-Chaos

Der Grund für diese Ungenauigkeit hat interessanterweise mit Captain Cook zu tun, der im Jahr 1770 als erster Europäer Queenslands Küste entlang gesegelt ist.

Cook ist am englischen "Whitsunday"-Feiertag (der 7. Sonntag nach Ostern) an ein paar Inseln im zukünftigen Nord-Queensland vorbeigesegelt und hat die Passage dabei "Whitsunday Passage" benannt (siehe rechts als gelbe Markierung auf der Karte).

Und weil das so schön klingt, sind später von den Marketing-Experten der Region auch die Inseln in der Umgebung so benannt worden.

Heute sagt man, dass zu den Whitsundays eine Reihe verschiedener Inselgruppen gehören:

1. Die "Whitsunday Group"

Zur Whitsunday Group gehören fast alle Inseln, die Australienreisende traditionell von Airlie Beach aus besuchen.

Dazu gehört Hamilton Island (wo "der beste Job der Welt" vergeben wurde), Hayman Island und Long Island (siehe Foto rechts), sowie an die 25 weitere kleine Inseln.

Long Island gehört neben Hamilton Island zu den wenigen Whitsundays Inseln, auf denen sich gleich mehrere Hotel-Resorts befinden, darunter das vergleichsweise günstige "Long Island Resort" sowie das schicke Peppers Resort, das sich auf einem anderen Teil der Insel befindet.

2. Die "Molles" Inseln

Auch diese Inseln sind von Airlie Beach zu erreichen. Hier handelt es sich um die beliebten Ferieninseln Daydream Island (hieß früher "West Molle Island" -siehe Foto rechts). Aßerdem gibt es noch die Backpacker-Insel South Molle Island sowie fünf weitere unbewohnte Inseln.

4. Die südlichen Inseln: "Lindeman Group"

Zu dieser Inselgruppe gehört die namens-gebende "Club Med" Insel Lindeman Island, sowie ungefähr ein Dutzend Inselchen wie etwa Pentecost Island, Seaforth Island und Shaw Island.

Lindeman Island erreicht man per Fähre vom Flughafen Hamilton Island aus. Für eine Nacht All-inklusive zahlen 2 Personen ca. $720 oder um die 400 Euro.

3. Die nördlichen Inseln oder "Northern Group"

Die nördliche Insel-Gruppe der Whitsundays liegt zwischen Bowen und Airlie Beach, und ist am schnellsten per Boot ab Dingo Beach zu erreichen. Die größte Insel heißt Gloucester Island und ist als Nationalpark geschützt. Wer diese Insel besuchen will, muss zB. ein Boot chartern oder eine andere Mitfahrgelegenheit finden, da es keinen offiziellen Fährservice gibt.

(Foto unten: Blick von Bowen in Richtung Süden / Gloucester Island)

4. Noch weiter im Süden: Cumberland Group

Da wie gesagt keiner genau festgelegt hat, wo die Whitsunday Islands eigentlich aufhören, wird oft auch die Cumberland Gruppe mit der Ferieninsel Brampton Island zu den Whitsundays gezählt.

Brampton Island liegt ca. 150km südlich von Airlie Beach vor Mackay. Von Mackay aus gibt es regelmäßigen Fährverkehr, allerdings ist das nicht ganz günstig: Pro Person muss man für ein Hin- und Rückfahr-Ticket $130 (ca. 70 Euro) pro Person bezahlen.

Tagesbesucher sind nicht erlaubt, sodass der Inselbesucher ab $310 (ca. 170 Euro) Übernachtungskosten für ein Doppelzimmer einplanen sollte.

Die Whitsunday Islands –
Von Bowen bis Mackay

Insgesamt erstrecken sich die ungefähr 74 Inseln der Whitsundays von Bowen im Norden bis nach Mackay im Süden.

Das ist eine Strecke von immerhin 190km – wenn man sie auf der Landstraße hinter sich bringt, heißt das. Am einfachsten sind die Whitsundays auf jeden Fall zu erreichen, wenn man direkt nach Airlie Beach fährt.

In touristischer Hinsicht ist Airlie Beach (weiter oben auf der Landkarte bei "Cannonvale") auf jeden Fall die "Hauptstadt" der Whitsundays: Von keinem anderen Ort entlang der nördlichen Küste mit Ausnahme von Cairns werden so viele Segeltouren und andere Ausflüge angeboten.

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