Reisebericht Airlie Beach – Daydream Island – Cairns (Seite 2 / 2)

Von Airlie Beach aus fahren wir über Townsville und die Outback Route über das Hidden Valley und Wallaman Falls weiter nach Cairns.

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Dienstag 6. Oktober 2009

Airlie Beach – Inkerman – Townsville

Leider war unsere Zeit in Airlie Beach nun vorbei. Bis abends mussten wir in Townsville sein (siehe Foto oben; im Hintergrund sieht man Magnetic Island).

Nachdem wir nun schon zum dritten Mal bei Inkerman (kurz vor Ayr, etwa 120km südlich von Townsville) vorbeigefahren sind, wollten wir doch einmal schauen, ob der Aussichtsberg Mount Inkerman wirklich etwas zu bieten hat.

Am kleinen Laden von Inkerman (siehe Foto rechts) deckten wir uns allerdings erstmal mit kühlen Getränken ein.

Mount Inkerman ist ein Hügel mit zwei Funktürmen inmitten der weiten Flussebene des Burdekin River, der in in dieser Gegend etwa die Ausmaße des Rheins an seiner breitesten Stelle hat. Bei klarem Wetter kann man vom Mount Inkerman das Meer sehen.

Heute war es ein wenig diesig, aber die Sicht war trotzdem ganz nett (siehe rechts).

Townsville: Osmans türkisches Restaurant

Als wir Townsville gegen Abend mit hungrigem Magen erreichten, wünschte sich Robert ein Abendessen in einem richtigen türkischen Restaurant – also keine Döner -Bude.

Wir hatten Glück: "Osman" auf der Flinders Street in Townsville war genau das, was wir gesucht hatten.

Abgesehen von den üblichen Stühlen und Tischen gab es hier sogar kleine Nischen mit Vorhängen, wo man auf einem niedrigen Sofa mit mehreren Leute gemütlich sitzen konnte. Dazu hätten wir dann aber reservieren müssen.

Das Essen war auf jeden Fall preisverdächtig – manche Gerichte kamen aus einem riesigen Holzofen. Dazu gab es türkischen Apfeltee, der ebenfalls sehr lecker schmeckte.

(Anmerkung dazu von Sept. 2012: Osman ist mittlerweile doch nur noch eine Döner Bude).

(Das Foto habe ich übrigens kurz vor Feierabend gemacht, als die Tische schon alle wieder leer waren…)


Mittwoch 7. Oktober 2009:
Townsville

Heute war Bürotag. Nach einem reichhaltigen 20 Dollar Buffet-Frühstück im beeindruckenden tropischen Garten unseres Hotels (Seagulls Resort – siehe Foto rechts) musst erstmal ein wenig liegen gelassene Arbeit aufgeholt werden.

Gegen 18 Uhr war dann endlich Feierabend, sodass wir uns noch einmal nach einem schönen Platz zum Abendessen umschauen konnten.

Außer der Flinders Street gibt es in Townsville noch "The Strand". Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um die Strandpromenade.

(Foto rechts: Townsville bei Nacht).

Etwa in der Mitte der Kilometerlangen Promenade zweigt die Gregory Street ab. Hier reihen sich Straßenlokale, Take Away Imbisse und Pubs nebeneinander, an denen man sich günstig verpflegen kann.

Heute statteten wir dem lokalen Griechen einen Besuch ab.

Da wir aber keine Lust hatten, an der Straße zu essen, ließen wir unser Menü einpacken und suchten und eine schöne Ecke am Strand. Das Essen war wieder einmal tadellos und nicht zuletzt bedeutend billiger als gestern. Das ist nicht zuletzt der Vorteil an "Take Away".


Donnerstag 8. Oktober 2009:
Townsville – Hidden Valley – Mount Fox Vulkan

Heute besuchten wir zum Frühstück den Coffee Club direkt an der Strandstraße von Townsville. (Foto rechts: Strandpromenade von Townsville mit Magnetic Island im Hintergrund).

Der Coffee Club ist eine der wenigen schönen Frühstücksrestaurants in dieser Gegend. Ein Buffet gab es dieses Mal nicht, trotzdem haben wir für zwei Frühstücke mit Kaffee wieder fast 35 Dollar bezahlt.

Interessanterweise konnten wir am Nachbartisch einen Ibis dabei beobachten, wie er die leckersten Sachen, die unsere Nachbarn haben liegen lassen, direkt von den Tellern pickte und damit dem Kellner zuvor kam, der kurze Zeit später die fast perfekt gesäuberten Teller mitnahm.

Danach schaute ich mir noch einige Hotels in Townsville für unser Programm an, und schon ging es weiter Richtung Norden.

Die Regenwälder Nord-Queenslands

Nur 60 Kilometer nördlich von Townsville beginnen die Regenwälder des nördlichen Queenslands, auch bekannt als die "Wet Tropics".

Von der Küstenhauptstraße (Bruce Highway) ist davon zwar nicht so viel zu sehen, biegt man aber in Richtung Paluma ab, ändert sich das Bild schnell, wie auf dem Foto rechts zu sehen.

Die Straße ist zwar asphaltiert, aber sehr schmal und gewunden. Daher künnen groüe Camper darauf nicht fahren.

Paluma Range National Park

Das erste Highlight entlang der Strecke ist die große Steinbrücke am Little Crystal Creek – ein kleiner Fluss mitten im Regenwald. Der Fluss ist das ganze Jahr über perfekt geeignet für ein Bad, was wir natürlich gleich ausgenutzt haben (siehe Foto rechts).

Das Bergdorf Paluma liegt direkt auf den Gipfeln der Paluma Range-Bergkette. Als wir im Januar 2007 schon einmal zu Besuch waren, lag alles im Nebel und man konnte fast die Hand vor Augen nicht sehen. Heute war es zum Glück zwar ein wenig diesig, aber immerhin nicht nebelig.

Am Picknick-Platz des McClelland’s Lookout-Aussichtspunkts war dann Zeit für die Mittagspause. Hier haben wir unsere mitgebrachten Steaks gegrillt.

Wanderwege in Paluma

Eigentlich wäre jetzt eine gute Gelegenheit gewesen, die vielen schönen Regenwald-Wanderwege in Paluma zu besuchen. Da wir aber noch einen Termin hatten, haben wir das auf den nächsten Besuch verschoben. (Foto rechts: Unterwegs in Paluma).

Am Ortsende von Paluma führt die kleine Straße wieder bergab – allerdings Richtung Westen – , und es wird zusehends trockener. Nach einer Weile hatten wir wieder trockenes Bushland erreicht, mit lichten Eukalyptuswäldern und vielen Ghostgums mit dicken, weißen Stämmen.

Townsville’s Outback: Ein weiteres "Hidden Valley"

24 Kilometer hinter Paluma erreichten wir dann ein weiteres Hidden Valley (das andere Hdden Valley befindet sich weiter im Süden bei Cape Hillsborough), wo die Besitzer Ian und Bonnie auf uns warteten.

Sie zeigten und ihre tollen Blockhäuser und die riesige Grillhütte, die aus dicken Baumstämmen gebaut war. Fast hätte man denken können, die Hätte wäre von Fred Feuerstein persönlich gebaut worden (siehe Foto rechts).

Ian und Bonnie erzählten uns, dass sie vor allem Wochenendgäste aus Townsville bekommen, die den Outback-Charm der Gegend mögen, und mit ihnen u.a. Platypus-Beobachtungstouren (Platypusse sind Schnabeltiere) unternehmen.

Allradpisten im Hidden Valley

Wir hatten zwar schon späten Nachmittag, aber wir wollten die Gegend um das Hidden Valley noch ein wenig erkunden.

Etwa ab dem Hidden Valley Resort gibt es zurzeit (2009) nur Allrad-Pisten, die durch ein kleines Dorf mit einigen weit auseinanderstehenden Häusern führen.

Dingos in Sicht!

Später sahen wir auf der Piste (siehe Foto rechts) nur noch gelegentlich Kühe sowie drei Dingos, die sich mitten auf der Piste ausgeruht hatten – bis wir ihre Ruhe störten.

Dingos hatten wir zuvor schon im Northern Territory gesehen, aber so weit im Norden Queenslands noch nie. Das war eine nette Überraschung!

Vulkankrater Mount Fox

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir den Vulkankrater Mount Fox, der zum Girringun National Park gehört (vormals Lumholtz NP – zu diesem Park gehören auch die Wallaman Falls).


Freitag, 9. Oktober 2009:
Mount Fox Vulkan – Innisfail – Cairns

Am nächsten Morgen war es Zeit, den 811 Meter hohen Vulkankrater zu besteigen. Zum Glück lag der Kraterrand nur etwa 100 bis 150 Meter höher als der Parkplatz, sodass wir in etwa einer halben Stunde oben waren.

Von hier aus hatten wir einen weiten Blick über die Bergketten Nord-Queenslands und in den riesigen Vulkankrater (siehe Foto rechts: Blick entlang des Kraterrandes).

Mount Fox ist vielleicht kein Muss auf einer Nord-Queensland-Reise, aber es war schön, einmal hier gewesen zu sein.

Zum Glück mussten wir die ganze Strecke über Hidden Valley und Paluma nicht wieder zurück fahren. Statt dessen gab es eine gut ausgebaute Straße die Berge hinunter direkt nach Ingham.

Kontrollierte Feuer in Australien

Unterwegs sahen wir einige Straßenarbeiter, die kontrollierte Brände an den bewaldeten Berghängen in der Nähe von Ingham legten, um schlimmere Brände später im Jahr zu vermeiden.

Im Tal schließlich erreichten wir wieder die Zuckerrohrfelder Nord-Queenslands. Zufällig fuhr auf dem Feldweg neben uns ein Traktor mit einem voll beladenen Zuckerrohr-Anhänger, der in dieselbe Richtung fuhr wie wird (siehe Foto rechts).

Frühstück in Ingham

Als wir Ingham erreichten, war es schon wieder nach 11 Uhr, und es wurde Zeit für ein zweites Frühstück. Bis Cairns waren es nun noch etwa 240 Kilometer, da kann man eine Stärkung schon gebrauchen.

Dazu machten wir es uns in Fiorellis Café auf der Hauptstraße von Ingham gemütlich, wo frisch gebrühter Cappuccino und knackiges italienisches Brot mit gegrilltem italienischem Pesto-Gemüse serviert wurden. Das ist viel besser als Fast Food!

 

 

Unser letzter Besuch für heute galt einer (nicht öffentlichen) Bananen-Farm in Innisfail, das nur etwa eine Stunde südlich von Cairns liegt.

Hier habe ich einmal einen Blick in die bunten Tüten geworden, die man von der Straße aus so deutlich in den Bananenstauden hängen sieht (siehe rechts).

 

Danach ging es weiter in gemütlichem Tempo über den Bruce Highway in Richtung Cairns.

Bruce Highway: Tropische Landschaft mit düsteren Regenwolken zwischen Innisfail und Cairns.

 

Bruce Highway: Die Regenwolken haben sich wieder verzogen – ohne dass es geregnet hat.

Bruce Highway: Tropische Farmlandschaft mit Bergen und Regenwald kurz vor Cairns.

Ankunft in Cairns

Und damit hatten wir am Freitag, den 9. Oktober 2009 unsere schöne Heimatstadt Cairns gegen 17 Uhr wieder erreicht. Nun hatten wir noch ein ganzes Wochenende Zeit, um uns von den Anstrengungen der Reise zu erholen – und Pläne für den nächsten Urlaub in Australien zu machen 🙂

 

 

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