Reisebericht Cairns – Airlie Beach mit Whitsundays & Magnetic Island – Seite 2

Horseshoe Bay in Bowen
Horseshoe Bay in Bowen

Von Airlie Beach aus steht für uns Whitehaven Beach auf den Plan, ebenso wie ein Tag Wandern und Schwimmen in Hamilton Island. Und danach weiter nach Magnetic Island zu den Koalas.

(Zufällig hier gelandet? Zu Seite 1 des Reiseberichts geht es hier…)

Hill Inlet die Zweite

Wir sind mit dem Segelkatamran Camira (Link zur Buchungsseite hier) unterwegs und haben heute ganze drei Stunden Zeit für den Hill Inlet und Whitehaven Beach. Das ist lange genug, dass ich mich entscheide, noch ein zweites Mal zum Hill Inlet Aussichtspunkt hinauf zu gehen.

Das kann man allerdings nur machen, wenn man mindestens eine Stunde Zeit übrig hat (ca. 20 bis 25 Minuten rauf, ca. 15 Minuten gucken, ca. 20 bis 25 Min. runter).

Vorher hatte mir der Skipper noch erzählt, dass der Aufenthalt für die Gäste der Camira auf Whitehaven Beach nicht immer gleich lang ist. Abhängig von den Gezeiten sind es zumeist etwa 2-3 Stunden.

Zurück auf die Camira

Die Zeit verfliegt, und schon biegt die Camira um die Ecke, um uns abzuholen. Wir müssen nicht mehr durch den Wald zur Tongue Bay zurück laufen. Statt dessen holt die Crew der Camira uns mit dem Beiboot direkt vom Strand ab, wie hier auf dem Foto zu sehen:

Reisebericht Cairns Airlie Beach

Als wir zurück an Bord der Camira sind, ist es schon nach 14 Uhr. Zum Glück läuft der Grill bereits, und kalte Getränke stehen bereit. Für uns gibt es gegrillten Fisch, Steak und Würstchen mit verschiedenen Salaten, und als Nachtisch später noch Schoko-Kuchen.

Heimsegeln

Auf dem Hinweg segelten wir aus Zeitgründen unter Motor, also mit Hauptsegel und Motor. Jetzt auf dem Rückweg haben wir genügend Zeit, um mit gesetztem Vor- und Hauptsegel unterwegs zu sein.

Die Camira ist ein großer Katamaran mit einer Riesen-Segelfläche. Zeitweise sind wir mit bis zu 14 Knoten unterwegs, und hätten damit sogar das eine oder andere Motorboot überholen können.

Die theoretische Spitzengeschwindigkeit für die Camira liegt bei etwa 30 Knoten, höre ich. Mit Passagieren ist die Camira schon des öfteren über 20 Knoten (ca. 36 km /h) gesegelt, wenn der Wind stark genug war, erzählt der Skipper.

Wir haben heute nur leichten Wind, und sind daher in entspanntem Tempo unterwegs, wie die Fotos zeigen:

Reisebericht Cairns Airlie Beach

Reisebericht Cairns Airlie Beach

 

Die Sonne steht schon tief am Himmel, als wir schließlich Airlie Beach erreichen:

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Falls euch der Ausflug gefallen hat – die Tour mit der Camira kann man übrigens hier buchen..

 

Am Strand von Airlie Beach

Nach dem Abendessen ist es bereits dunkel, und wir spazieren wir noch ein wenig den Strand von Airlie Beach entlang.

Fürs Schwimmen eignet sich der Strand wegen des steinigen Bodens zwar nicht, aber fotogen ist er schon:

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Gefahrene Kilometer heute: 0.


 

Hamilton Island Wandern

Tag 5 / 7. Oktober 2017

Mit dem Great Barrier Reef-Boot nach Hamilton Island

Heute ist unser letzter Tag in Airlie Beach. Nachdem wir gestern Whitehaven Beach und Hill Inlet besucht haben, wollen wir noch ein wenig auf Hamilton Island wandern, bevor uns wieder eine lange Autofahrt bevorsteht (diese Wander-Tour kann man übrigens hier buchen….).

Wir sitzen ganz oben auf dem Sonnendeck des Katamarans, der eigentlich ans Great Barrier Reef fährt, aber uns erstmal nach Hamilton Island bringt, wo wir aussteigen und andere Gäste zusteigen werden.

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Airlie Beach hat zwei Häfen, die Abell Point Marina (dort befindet sich das zuvor beschriebene Sorrento Restaurant) und der neuere Port of Airlie – siehe Foto:

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Einfahrt in den Yachthafen von Hamilton Island

Hamilton Island ist zurzeit (Oktober 2017) die einzige größere Resort-Insel, die vom Fahrplanmäßigen Fährverkehr angefahren wird.

Auf dem Foto unten sieht man den Yachtclub im Hintergrund, und vorne eine der Superyachten, die hier in großer Zahl zu finden sind:

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Wanderung auf den Resort Lookout

Wir fahren mit dem kostenlosen Resort-Shuttlebus bis zum Reef Hotel, nehmen den Aufzug in den 3. Stock (ja, ich weiß, das klingt komisch) und folgen dann den Wegweisern zum Convention Centre.

Hinter dem Gebäude beginnt der Wanderweg zum Resort Lookout, der sich steil den Berg hinaufschlängelt, und an diesem Ausguck endet:

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Links im Foto sieht man gerade noch das Ende der Landebahn des Flugplatzes von Hamilton Island.

Als wir am Ausguck sind, landen gerade drei Flugzeuge in kurzen Abständen hintereinander – aus dieser Höhe ein sehr sehenswertes Schauspiel. Ein bisschen später fliegen alle wieder davon, und das war’s erstmal mit dem Flugverkehr.

Foto unten: Wenn man vom Resort Lookout in die andere Richtung schaut, sieht man mehr von den umliegenden Whitsundays Inseln. Die Insel rechts um Bild ist Dent Island, die einzig als Golfplatz dient.

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Wanderung zur Coral Cove

Eigentlich wollten wir weiter wandern bis zum Aussichtsberg Passage Peak – eine eher anstrengede Wanderung. Es ist bereits fast Mittag, die Sonne brennt bei über 30° Grad (und das mitten im Oktober!), und auf dem Weg ist kaum Schatten.

Wir entscheiden uns daher, zur Coral Cove zu laufen – also lieber Abkühlen statt weitere Strapazen zu erleiden.

Die Coral Cove ist ein naturbelassener Strand. Auf dem Bild untenkann man sehen, dass wir gerade Ebbe haben, und dass das Wasser sehr flach ausläuft.

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Zum Baden eignet sich der Strand aber trotzdem, da der Boden mit feinem Sand bedeckt ist.

Und ohne Brandung eignet sich der Strand auch gut für kleinere Kinder zum plantschen.

 

Hamilton Island und seine reichen Besitzer

Später meldet sich so langsam der Hunger, und wir wandern von der Coral Cove über den Bergrücken zum Palm Valley. Dort nehmen wir den Shuttlebus und fahren in Richtung Yachthafen.

Unsere Busfahrerin ist sehr gesprächig, obwohl ein Schild hinter ihrem Rücken erklärt, dass man nicht mit dem Fahrer sprechen soll.

Sie erzählt uns, dass die gesamte Insel Hamilton Island vom australischen Geschäftsmann Bob Oatley im Jahr 2003 für 200 Millionen Dollar gekauft wurde (Oatley war übrigens auch Besitzer der erfolgreichen Rennyacht Wild Oats XI). Die Oatley Familie ist auch heute noch Besitzer der Insel.

Nachdem Wirbelsturm Debbie im März 2017 haben sich die Oatley sehr um die Insel gekümmert – Hamilton Island war offenbar nur für 10 Tage geschlossen, und danach ging es mit dem Tourismusbetrieb wie gewohnt weiter.

Das lag vor allem daran, dass die Oatleys nicht auf das Versicherungsgeld gewartet, sondern sofort 50 Millionen Dollar aus eigener Tasche reingesteckt haben, hören wir.

"Die sind Milliardäre, da sind 50 Millionen nur Kleinkram", erzählt unsere Fahrerin, bevor sie uns an der Kreuzung zum Yachthafen absetzt.

 

Spätes Mittagessen im Manta Ray Cafe

Wir sind schon spät dran, und die meisten Restaurants haben für den Nachmittag geschlossen, mit Ausnahme eines Fish & Chips Ladens, der Marina Tavern (ein Pub), und dem Manta Ray Cafe, in dem wir uns niederlassen.

Hier die Aussichten vom Manta Ray Cafe:

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Resort-Kängurus auf Hamilton Island

Nachdem das Wichtigste erledigt ist, schauen wir uns einmal das Resort an, und bemerken bald, dass wir ebenfalls beobachtet werden – von einem einsamen Känguru-Mann, der vor den Ferienhütten grast:

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Auf einer Wiese auf der anderen Straßenseite sehen wir später noch ein anderes Känguru:

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Die Poolanlagen von Hamilton Island

Es ist schon spät, und wir haben keine Zeit mehr, im Resort-Pool zu baden, aber wir machen immerhin ein Foto:

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Hier der Blick auf Catseye Beach:

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Das Hotel im Hintergrund des Fotos ist das Reef Hotel. Vorne links sieht man die Hobie Cat Segelboote, die Resortgäste kostenlos ausleihen können. Fast könnte man denken, das Foto wäre in Hawaii und nicht in Australien geschossen worden.

Das Hotel stammt übrigens noch aus dem frühen 1980er Jahren. Heute ist es nicht mehr erlaubt, auf Hamilton Island derartig riesige Gebäude zu bauen.

Aber die Aussichten aus den Zimmern sind gigantisch, wenn man sich die knapp $ 400 pro Nacht & Zimmer leisten kann. Auch die Ferien-Hütten, die ihr vorher auf den anderen Bildern sehen konntet, fallen in dieselbe Preiskategorie.

In Hamilton Island ist eben alles nur vom Besten.

 

Ein letzter Blick auf den Yachthafen

Eigentlich wollten wir noch für einen Drink zum Bommie Deck, der Outdoor-Bar des Yachtclubs gehen, aber dafür ist es leider schon zu spät – um 17 Uhr kommt schon wieder unser Boot.

Dieses Mal nehmen wir die Fähre, die gerade von der Tagestour nach Whitehaven Beach zurück gekommen ist, und noch die letzten Gäste in Airlie Beach absetzen muss. Die Plastiksitze oben an Deck sind eher weniger bequem – auf der Camira war’s schöner!

Hier noch ein letzter Blick auf Motorboote und Segelschiffe:

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Wir lassen den Yachthafen von Hamilton Island hinter uns, und es geht hinaus zu den Whitsunday Islands.

Auch heute steht die Sonne wieder tief am Himmel, als wir zurück nach Airlie Beach fahren:

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Gefahrene Kilometer heute: 0.


 

Von Airlie Beach über Bowen nach Magnetic Island

Tag 6 / 8. Oktober 2017

Letztes Frühstück am Strand von Airlie Beach

Wir checken aus beim YHA in Airlie Beach. Da die Edelstahl-Küche und die Sitzecke im Hof eher weniger gemütlich ist, nehmen wir unser Frühstück mit an den Strand, der kaum 5 Minuten zu Fuß von unserem Hostel liegt.

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Rente auf See?

Wir beobachten ein älteres Pärchen, das von einer Segelyacht kommt. Er bedient den Außenborder des kleinen Beibootes, und bringt sie an Land.

Kaum 15 Minuten später – wahrscheinlich nach einem Besuch des Nahe gelegene Woolworths Supermarkts – ist sie mit einem dicken Rucksack wieder zurück, und die beiden schippern zu ihrer Yacht davon.

So könnte ich mir meine Rente auch gut vorstellen!

 

Unterwegs nach Bowen

Unser Auto hat auf dem Schotterparkplatz zum Glück keinen Schaden genommen, und wir machen uns wieder auf den Weg.

Auf einer anderen Reise hätten wir uns vielleicht auf den Weg in Richtung Fraser Island gemacht. Wir haben auf dem Hinweg weiter im Norden allerdings noch so einiges ausgelassen, das wir jetzt noch erkunden wollen.

Als erstes steht Bowen auf dem Programm – zum Glück liegt das nur eine Fahrstunde (ca. 80 km) entfernt. Bowen gehört ebenso wie Airlie Beach zu Whitsundays Region, wird aber von Reisenden gerne ausgelassen – vielleicht, weil dort keine Segeltouren angeboten werden, und es auch ansonsten sehr ruhig im Ort ist. Dabei hat Bowen so einiges zu bieten.

Flagstaff Hill in Bowen

Wir fahren hinauf zum Flagstaff Hill, der weite Aussichten über Bowen und die nördlichen Whitsunday Islands bietet:

Reisebericht Cairns Airlie Beach

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Wandern und Schwimmen an der Horseshoe Bay in Bowen

Wir haben zwar noch nicht Mittag, aber das Thermometer würde wahrscheinlich schon so um die 30 Grad im Schatten anzeigen – wenn wir eines hätten. Wir besuchen daher einen der schönsten Strände von Bowen, um uns im 25 Grad warmen Wasser abzukühlen: Horseshoe Bay.

Reisebericht Cairns Airlie Beach

An der Horseshoe Bay gibt es einen kleinen Aussichtspunkt, den man in etwa 10-15 Minuten besteigen kann. Außerdem liegt direkt am Strandparkplatz ein Café, an dem wir uns erstmal bei einem Milkshake erfrischen.

Wenn man die Straße ein wenig zurück geht zum The Cove Resort, findet man noch eine Reihe von geschützten Badebuchten.

Vom Gelände des Resorts sehen die Aussichten auf das Wasser dann so aus:

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Die "Big Mango" an der Promenade von Bowen

Wir schauen uns noch kurz die Promenade von Bowen an, die etwa 5 Kilometer von Horseshoe Bay entfernt am Ende der Herbert Street liegt.

Dort gibt es einen (kostenlosen) Wasserpark, der vor allem für kleinere Kinder geeignet ist, ebenso wie eine sicher über 6 Meter hohe Riesen-Mango, vor der Kristina gerade als Größenvergleich steht.

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Mit der Fähre nach Magnetic Island

Als wir Townsville erreichen, ist es schon nach 17 Uhr – viel später, als wir eigentlich geplant hatten. Aber Bowen war einfach zu schön!

Wir versorgen uns noch schnell mit Lebensmitteln in einem Coles Supermarkt und parken in einer ruhigen Seitenstraße, um uns die Parkgebühren am Breakwater Terminal zu sparen.

Es war ein langer Tag für uns, und wir schaffen es mit Gepäck und Kühltaschen bepackt erst auf die 18 Uhr Fähre.

Wieder einmal sind wir bei Sonnenuntergang auf dem Wasser.

Reisebericht Cairns Airlie Beach

Auf dem Foto sieht man, wie die Sonne hinter dem Castle Hill untergeht, dem Aussichtsberg von Townsville.

 

Magnetic Island – Ein Paradies für Koalas

Auf der Fähre nach Magnetic Island kommen wir mit einer Inselbewohnerin ins Gespräch, die einen sehr tierfreundlichen Garten hat, wie sie erzählt.

Sie nimmt einmal im Jahr bei einem Tag der offenen Tür teil, bei dem man sich private Gärten anderer Naturfreunde anschauen kann, erklärt sie uns.

Im letzten Jahr hatte sie gerade Gäste im Garten, erzählt sie, als ein Koala heran spaziert kam, um sich einen der Bäume in ihrem Garten als neuen Standort auszusuchen. Darüber war sie natürlich besonders stolz.

Wir wollen auf Magnetic Island auch Koalas sehen, und hoffen, dass dieses Gespräch ein gutes Omen war!

Weiter geht’s mit dem Reisebericht auf der folgenden Seite….

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