Reisebericht Cairns – Airlie Beach mit Whitsundays & Magnetic Island – Seite 3

Horseshoe Bay auf Magnetic Island
Horseshoe Bay auf Magnetic Island

Bei unserem Besuch auf Magnetic Island haben wie Koalas und Wallabys (kleine Kängurus) gesehen, lohnenswerte Wanderungen unternommen und uns rundum gut entspannt, bevor wir unser Ziel erreichen: Cairns.

(Zufällig hier gelandet? Zu Seite 1 des Reiseberichts geht es hier…)

Als wir in Magnetic Island ankommen, ist es schon dunkel. Ein Fahrzeug haben wir nicht gemietet – warum auch, wenn es den super-günstigen Bus gibt?

Der Bus ins kleine Strandörtchen Horseshoe Bay (das es also nicht nur in Bowen gibt) wartet schon auf uns vor dem Hafengebäude in Nelly Bay, Magnetic Island.

Wir kaufen beim Fahrer ein Papier-Ticket für $2,80 und fahren über das abendliche Magnetic Island. Der Bus hält direkt vor unserer Unterkunft, dem YHA Bungalow Beach.

Die Rezeption hat seit 18:30 Uhr geschlossen, aber der nette Mann an der Bar macht für uns nochmal kurz die Rezeption auf.

So sieht die Bar übrigens aus:

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Eine Hütte im Wald

Wir bekommen eine kleine Hütte mit 2 Einzelbetten, Kühlschrank, Ventilator, Wasserkocher, Tassen, Tee, Kaffee und Zucker – aber ohne Klimaanlage.

Zum Glück sind die Nächte um diese Jahreszeit (australischer Frühling) noch nicht so warm, sodass wir in der luftigen Hütte sehr gut schlafen.

Später erfahren wir, dass es auch einige Hütten mit Klimaanlage gibt, aber die werden an die Frühbucher vergeben.

Gefahrene Kilometer heute von Airlie Beach bis nach Townsville: 280.

 


Magnetic Island

Tag 7 / 9. Oktober 2017

Am nächsten Morgen sind wir schon früh auf, weil die lärmenden Vögel in unserem Wäldchen uns einfach nicht länger schlafen lassen wollen. Kein Wunder: Wieder ein schöner Tag mit blauem Himmel und Badewetter.

Die Schatten sind noch lang, als ich einen Rundgang über das Gelände des YHA Bungalow Beach unternehme.

Auf den Fotos unten kann man die kleinen 2-Personen- Hütten sehen, aber es gibt auch größere Mehrbett-Hütten, und eine Wiese für Zelte.

Reisebericht Cairns Airlie Beach

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Auf dem Foto unten sieht man die Küche – gekocht wird drinnen, draußen wird gegessen. Die Tür muss immer geschlossen sein, damit die lokalen Opossum nicht auf die Idee kommen, unser Essen zu stehlen.

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"Koala – Safari": Wanderung zu "The Forts"

Vor 8 Uhr stehen wir schon fertig für den Linienbus, der uns zum The Forts Wanderweg bringt.

Wir kaufen eine Tageskarte für ca. $7. Das ist billiger und umweltfreundlicher als ein Mietwagen, und die Busse sind auch sehr zuverlässig.

Am Beginn des Wanderweges treffen wir eine Einheimische, die gerade von ihrem Morgenspaziergang zurückkommt und uns Tipps gibt, wo wir nach Koalas Ausschau halten sollten.

Das ist nämlich nicht ganz so einfach: Koalas sind klein und grau, und hängen zumeist bewegungslos in Astgabeln von grauen Stämmen.

Zum Glück hat meine Reisebegleitung Kristina Augen wie ein Adler. Sie entdeckt schließlich vier Koalas, und ich immerhin zwei.

Hier ein paar Bilder von unserer Koala-Safari:

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An einem Baum sehen wir sogar gleich zwei Koalas – unten die Mama, und weiter oben das Baby!

Auf dem Foto unten sind sie beide abgebildet – Seht ihr das Baby auch?

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Meerblick von The Forts

Außerdem bietet der The Forts-Wanderweg Aussichten auf einen ehemaligen Kommandoposten aus dem zweiten Weltkrieg, der aus der Ferne an eine Burg (oder "Fort") erinnert:

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Auf dem Rückweg kommen uns so einige Wanderer entgegen, die offenbar nicht so früh aus dem Bett gekommen sind wie wir. Die Koalas sind teils schon erheblich höher in die Bäume geklettert, und wir sehen auch nicht mehr alle, die wir auf dem Hinweg entdeckt haben.

Insgesamt haben wir mindestens 6 Koalas gesehen. Das ist einsame Spitze, wenn ich bedenke, dass wir bei meinem letzten Besuch nach Magnetic Island nur einen Koala gesehen hatten.

 

Picknick mit Kängurus

Wir nehmen den Bus zurück zum Resort und essen unser Picknick auf der kleinen Sitzecke vor unserer Hütte.

Das Essen an der Bar vom Bungalow Bay hat mich eher nicht so beeindruckt, nachdem ich gesehen habe, dass Chips aus der Tüte als Standard-Beilage zu belegten Broten serviert werden (alternativ gibt es immerhin Pizza).

Beim Picknick vor der Hütte sind wir plötzlich selbst Objekt der Betrachtung: Ein Wallaby, das im Wald des Resorts wohnt, beobachtet uns aus sicherer Entfernung und wundert sich wahrscheinlich, ob wir eine Möhre haben.

Wir haben aber (noch) keine Möhren. Das kommt erst später – sorry!

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Rundgang mit Reptilien und Koalas im Bungalow Bay Koala Village

Im Tierpark, der direkt neben dem YHA Bungalow Bay liegt, werden jeden Tag 3 Führungen angeboten. Den Zoo kann man sich nicht allein ansehen, dafür erfährt man mehr über die Tiere, wenn man sich mit dem Pfleger unterhält.

An diesem Tag sind morgens an die 30 Leute bei der Führung dabei, mittags um die 20 Leute, und am Nachmittag bei der Führung von 14:30 bis 16:30 Uhr nur vier Leute.

An der Rezeption erfahre ich, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass Morgens viel los ist und nachmittags fast gar nichts. Das liegt u.a. daran, dass man morgens auch direkt im Zoo frühstücken kann (Buffet Frühstück).

Da wir bei der Nachmittags-Führung nur zu viert sind, kann ich eine Schildkröte und verschiedene Reptilien halten (darunter auch eine Python). Außerdem füttere ich ein Krokodil mit einem Stück Hühnchen, das an einer Angel hängt.

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Koalas in Not – auch auf Magnetic Island

Einzig für das Foto mit dem Koala, das ich als Ausdruck mit nach Hause nehmen kann, muss ich extra bezahlen. Die $ 18 kommen den Koalas auf Magnetic Island zu Gute, höre ich.

Die Tierpflegerin erzählt, dass fast täglich eine Frau mit dem Auto zum Park kommt, um sich frische Eukalyptus-Zweige vom Zoo für ihre private Koala-Pflegestation abzuholen. Auch das wird von unserem $18-Foto bezahlt.

Kurz nachdem die Tour vorbei ist, also so gegen 16:30 Uhr, sehe ich von der Bushaltestelle aus einen schwarzen Geländewagen, der aus einem Seiteneingang des Zoos herauskommt. Aus der Heckklappe ragen Zweige mit frischem Eukalyptus-Trieben heraus. Das ist wohl das Abendessen für die Koalas in der Pflegestation.

 

Wilde Wallabys am Bremer Point bei Sonnenuntergang

Wir nehmen den Bus in Richtung Picnic Bay und steigen am Arcadia Hotel aus, um die einheimischen Rock Wallabys (kleine Kängurus) zu sehen, die sich normalerweise in der Mittagssonne zwischen den Felsen verstecken und vor allem abends und nachts aktiv sind.

Früher einmal befand sich an dieser Stelle der Fähranleger für die Fähre nach Townsville. Heute findet man dort nur noch das ehemalige Wartehäuschen, riesige Felsblöcke und viele kleine Hüpftiere.

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Möhren essen Wallabys besonders gerne, und wir haben Glück: Wir "erben" eine Tüte mit Möhrenscheiben von einer Frau, die keine Zeit mehr hat, den Rest ihrer Tüte zu verfüttern.

Das übernehmen dann wir, und die Wallabys freuen sich, wie das Foto zeigt:

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Auf dem folgenden Foto sieht man gleich mehrere Wallabys am Straßenrand. Wallabys sind kleiner als "normale" Kängurus, gerade einmal so groß wie Katzen, wie der Größenvergleich zeigt:

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Sonnenuntergang an der Horseshoe Bay

Gegen 18 Uhr nehmen wir den Bus zurück zur Horseshoe Bay und sind gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Strand.

Mehr als zwanzig Segelyachten ankern in dieser Bucht, und ich frage mich, ob die eine oder andere Yacht vielleicht seinen Urlaub in der Bucht verbringt oder sogar dauerhaft vor Anker liegt.

Hier ein Blick auf die Horseshoe Bay:

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Abendessen im Barefoot Restaurant

An der Strandstraße von Horseshoe Bay gibt es verschiedene Pubs und Restaurants und einen Fish & Chips Laden. Da heute Montag ist, hat der Mexikaner "Noodies on The Beach", zu dem ich eigentlich wollte, geschlossen.

Aber das Barefoot hat geöffnet, und dort verbringen wir dann den Abend auf der vorderen Terasse, wie hier auf dem Bild zu sehen:

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Von den beiden Melbourner am Tisch nebenan bekommen wir zwei sogar noch einen Nachtisch spendiert, weil sich die Bedienung verhört hatte, und zwei Nachtische statt einen gebracht hatte. Das war für die beiden älteren Leute dann doch ein bisschen viel.

So haben Kristina und ich uns den zweiten Nachtisch geteilt – "Sticky Date Pudding", ein typisch australisches Gericht aus Kuchen in einem See aus Karamelsauce und dazu eine Kugel Vanille Eis. Das Ganze hat ungefährt eine Million Kalorien und hat ganz fantastisch geschmeckt.

 

Wilde Besucher in der Bar des Bungalow Bay

Nach der gehaltvollen Mahlzeit können wir uns kaum noch bewegen, und haben auch keine Eile, wieder zu unserem Resort zurück zu kehren. Man läuft kaum 10 Minuten über die Landstraße, auf der bei Dunkelheit fast kein Verkehr ist.

An der Bar unseres Resorts treffen wir später wieder einen Curlew ("Roadrunner" / im Bild unten rechts zu sehen), der zwischen den Gästen herumstolziert und nach Insekten und anderen Leckereien Ausschau hält.

Und das sieht dann so aus:

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Gefahrene Kilometer heute: 0 (der Busfahrer ist für uns heute vielleicht 10 bis 15 Kilometer gefahren).

 


Von Magnetic Island nach Cairns

Tag 8 / 10. Oktober 2017

Ein Morgen am Meer

Unser letzter Urlaubstag bricht heran. Mittags müssen wir schon wieder zurück in Townsville sein.

Ich unternehme einen Spaziergang an der Horseshoe Bay im Morgenlicht (10 Min. zu Fuß vom Hostel), während Kristina zum Schnorcheln an die Arthur Bay wandert (ca. 50 Min. zu Fuß vom Hostel).

Die Sonne scheint über die Horseshoe Bay, und alles sieht sehr paradiesisch aus:

Reisebericht Cairns Airlie Beach

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Ich gehe über den Strand nach rechts (Osten) und entdecke mehrere Strandhäuser, die nur per Geländewagen über den Strand erreichbar sind.

Dies ist eins der Strandhäuser:

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Mit der Fähre nach Townsville

Um 10 Uhr ist Checkout im Hostel, aber wir entspannen uns noch bis Mittags in der Bar, bis unser Bus kommt.

Danach geht es mit der Fähre nach Townsville, das hier vor uns liegt:

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An der Strandpromenade von Townsville

Wir laufen die Strandpromenade entlang zu unserem Auto, das in der Nähe geparkt ist. Die bergige Insel Magnetic Island liegt nun wieder in weiter Ferne, wie das Foto beweist:

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Mittagessen bei der Souvlaki Bar

Bei der Souvlaki Bar an der Gregory Street war ich schon des Öfteren zu Gast. Bei den teuren Preisen in Australien ist ein $ 10 Mittagsmenü ein guter Tipp, und lecker schmeckt es auch.

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Kaffee-Stopp in Ingham bei JK’s Deli

Wir lassen Townsville hinter uns, und ich sehe, dass wir Ingham erst nach 15 Uhr erreichen werden. Viele Cafés haben nach 15 Uhr bereits geschlossen, aber das JK’s hat offenbar bis 17 Uhr geöffnet.

Von außen sieht es irgendwie verlassen aus, aber innen werden wir überrascht, wie das Foto zeigt:

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Die Mercer Lane in Ingham

Kaffee und Kuchen sind sehr lecker, und die moderne Ausstattung sehr einladend. Direkt nebenan kann man sich zudem in der Mercer Lane Mosaike und Wandgemälde anschauen.

Darauf werden Szenen aus der Geschichte der Region dargestellt, die vor allem von der Landwirtschaft und dem Zuckerrohr-Anbau lebt.

 

Hinchinbrook Lookout mit tollen Fernsichten

Wir überqueren die Passhöhe über die Berge der Cardwell Range und erreichen noch einmal den Hinchinbrook Lookout. Heute liegt die gesamte Insel Hinchinbrook Island vor uns:

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Einer der Berge vor uns ist der Mount Bowen, der mit 1142 Metern Höhe der höchste Berg am Great Barrier Reef ist (die Insel Hinchinbrook Island gehört zum Great Barrier Reef National Park).

 

Rückfahrt nach Cairns über Innisfail

Wir fahren weiter nach Norden, und die Stunden vergehen. Kurz vor 18 Uhr erreichen wir Innisfail. Wir machen noch eine kurze Pause, während die Sonne hinter den Palmen untergeht, wie auf dem Foto hier zu sehen:

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Nur noch eine Stunde, dann sind wir wieder zurück in Cairns, dem Ende unserer Reise.

Gefahrene Kilometer heute von Townsville nach Cairns: 350.

Insgesamt gefahren: 1280 Kilometer

 


Fazit: Je mehr Zeit man sich nimmt, umso schöner wird der Urlaub!

Eine ganze Woche waren wir zwischen Cairns und Airlie Beach unterwegs, und wir haben eine Menge gesehen und erlebt – viele Tiere, schöne Strände, viel Nautr.

Ich bin froh, dass wir uns die Zeit genommen haben, uns alle Dinge eingehend anzuschauen. Keine Hektik und kein ständiges Schauen auf die Uhr, das ist auch mal schön.

Selbstverständlich kann man diese Route auch nur in einer Richtung abfahren, wenn man etwa von Cairns in Richtung Brisbane fährt.

Dann kann man die Highlights einfach hintereinander besuchen: Cairns – Cardwell – Townsville / Magnetic Island – Bowen – Airlie Beach – Whitehaven Beach – Hamilton Island.

Ich hoffe, dass euch dieser Reisebericht vielleicht als Inspiration für eure nächste Reise dienen wird, und wünsche noch viel Spaß bei der Reiseplanung!

Viele Grüße aus Cairns,

Bianca

Reiseführer AustralienWeitere Reisetipps zur Ostküste Australiens findet ihr in meinem Reiseführer "Nationalparkroute Australien Ostküste" (Link zur Amazon Seite).

 

 


 

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