Reisebericht: Tour im Geländewagen von Cairns nach Cooktown (Seite 2 / 4)

Am 2. Tag unserer Geländewagen Tour besuchen wir die historische Stadt Cooktown mit Sehenswürdigkeiten wie dem James Cook Museum, Endeavour River, Leuchtturm und Finch Bay.

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2. Tag –  Samstag, 28.08.10

Annan River / Lions Den

Morgens besuchten wir noch den Annan River, der direkt hinter dem Lions Den Hotel in Helenvale entlang fließt. Da es noch ein bisschen kühl war, haben wir uns ein Bad für den nächsten Besuch aufgespart. Krokodile gibt es hier nicht, daher ist es sicher, im Fluss zu baden.

Am Fluss roch es nach Honig, aber es ließ sich nicht so genau erkennen, woher der Geruch kommt, bis wir den blühenden Bottlebrush (Flaschenputzer-) Baum entdecken – siehe Foto unten.

 

Der Bottlebrush ist eine einheimische Pflanze, die vor allem bei Nektar-Vögeln wie den kolibri-ähnlichen Sunbirds sehr beliebt ist.

Unterwegs nach Cooktown

Später ging es dann weiter Richtung Cooktown.

Etwa beim Lions Den Hotel geht die Allrad-Piste zuende, und man kann problemlos über die asphaltierte Landstraße fahren und ist dann in weniger als einer Stunde in Cooktown.

Keatings Lagoon

Kurz vor Cooktown hielten wir noch an der Lagune – der Keatings Lagoon. Schon vom Parkplatz hörten wir fröhliche Gänse-Rufe. Aus der Nähe sahen wir dann, dass eine Schar schwarzweißer Magpie-Gänse schon etwas verfrüht Siesta in den Bäumen hielt.

Die Lagune ist fast vollständig mit Seerosen bedeckt ist und von Paperbark-Bäumen mit blättriger Rinde umgeben, die zum Teil auch selbst halb im Wasser stehen.

Von einem geschützten Unterstand beobachteten wir, wie kleine Teichhühner immer in Pärchen zusammen über die weiten Seerosen-Blätter balancierten und nach Leckereien suchten.

Bis nach Cooktown waren es von hier nur noch wenigen Minuten fahrt.

James Cook Museum

In Cooktown fuhren wir direkt zum James Cook Museum, das wir bisher immer haben links liegen lassen. Und das ganz zu unrecht!

Sogar Queen Elizabeth II. hat sich das 1969 von den Einheimischen in Eigenarbeit restaurierte Museum einmal angeschaut – bei der Eröffnung am 22. April 1970.

Das James Cook Museum befindet sich in einer alten Mädchenschule (erbaut 1887), und hat einiges über die Boomjahre der Goldsucher von den 1870ern bis 1890ern zu erzählen.

Goldsucher und Aboriginal-Geschichte

Viele Ausstellungsstücke sind Spenden der Anwohner, und zeigen interessante Details über das harte Leben der frühen Pioniere. Außerdem ist ein großer Teil der Ausstellung dem traditionellen Leben der Aboriginals dieser Region gewidmet. Hier erfährt man etwa, wie der Name für ein neu geborenes Kind festgelegt wurde, und was die jungen Leute in der "Bush Universität" gelernt haben.

Seefahrer und Entdecker James Cook

Und natürlich gibt es im James Cook Museum noch einen Raum, der speziell dem Seefahrer und Entdecker James Cook und seinem ersten Besuch in dieser Gegend gewidmet ist. In der Ausstellung wird ausführlich die Sichtweise der Aboriginals beschrieben, die zum ersten Mal persönlichen Kontakt mit weißhäutigen Ausländern hatten. Sehr interessant!

Cooks Landing Kiosk

Danach war Mittagszeit – wir hatten uns schon lange auf Barramundi & Chips direkt über dem Endeavour River gefreut. Barramundi ist gewissermaßen der Lachs Australiens – sehr wohlschmeckend und dabei nicht ganz billig.

Auf der Charlotte Street, direkt am Hafen, gibt es einen kleinen Imbiss – den Cooks Landing Kiosk – , bei dem wir schon bei unserem letzten Besuch in Cooktown sehr lecker gegessen hatten. Das Besondere am Cook’s Landing ist, das man auf einem kleinen Balkon direkt am Wasser sitzt, und auf den Endevour River und die hier geankerten Boote schauen kann.

Fish & Chips sind hier war zwar nicht ganz billig (den Preis habe ich verdrängt, ich glaube knapp 17 Dollar). Dafür war der Fisch aber sehr lecker, und die Pommes sahen aus wie mit der Hand geschnitten – und geschmeckt haben sie auch so.!

Finch Bay, Cooktown

Den Nachmittag verbrachten wir faul wie die Eidechsen in der Sonne – die immer mal wieder rauskam – auf einem warmen Felsblock an der Finch Bay (Foto oben und rechts).

Außer uns waren nur ein paar Spaziergänger am Strand.

Die Finch Bay ist ein breiter Sandstrand mit einigen verstreuten Felsbrocken, umrahmt von riesigen Felsbrocken. In Richtung Norden kann man auf die umliegenden Bergketten schauen, die allerdings auf dem Foto rechts ein bisschen von Wolken verdeckt sind.

Baden kann man in Cooktown zwar nicht im Meer wegen der Krokodile – aber wir sind trotzdem immer gern an der Finch Bay.

Grassy Hill und Leuchtturm

Ein Muss in Cooktown ist ein Besuch des Grassy Hill, auf dem schon Leutnant James Cook im Juni-August 1770 die Umgebung auskundschaftete. James Cook war damals noch nicht Kapitän und auf seiner ersten Weltreise.

Auf dem Grassy Hill gibt es zwei Aussichtspunkte, einmal etwa in halber Höhe auf die Stadt Cooktown und den Endevour River – wie hier im Bild zu sehen.

Der andere Aussichtspunkt befindet sich auf der Spitze des Hügels am Leuchtturm. Von hier hat man einen Blick hinaus aufs Meer und die umliegenden Berge, wenn sie sich gerade nicht zwischen den Wolken verstecken.

Die historische Bank von Cooktown wollten wir heute auch noch besuchen, aber die hatte leider schon seit 15 Uhr geschlossen. Dann beim nächsten Besuch in Cooktown!

Sonnenuntergang am Endevour River

Den Sonnenuntergang verbrachten wir dann wieder unten am Fluss – wie im Bild rechts zu sehen ein beeindruckender Anblick.

Wie oft wohl James Cook an diesem Platz gestanden und der untergehenden Sonne nachgeschaut hat?

Und wie es weiterging, das erfahren Sie hier…

 

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