Reisebericht Great Ocean Road und Grampians (Seite 3 / 3)

Mackenzie Falls, Grampians, Australien
Mackenzie Falls, Grampians, Australien

Heute verbringen wir einen letzten Tag im Grampians National Park, bevor uns unsere Reise wieder zurück nach Melbourne führt.

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30. November. Frühstück gibt es heute wieder gegen 7 Uhr, dieses Mal allerdings an freier Luft in der Outdoor-Küche. Die meisten Gäste tragen schon kurze Hosen zum Frühstück.

Fürs Mittagessen gibt es dieses Mal Sandwiches mit Salat und Roast Beef oder Thunfisch zum selbermachen, da wir auch heute nicht viel Zeit fürs Mittagessen haben. Da wir keine Gourmet- sondern eine Abenteuer-Reise gebucht haben, kann ich damit leben.

Wanderung zu den Mackenzie Falls

Um kurz nach 9 Uhr erreichen wir die Mackenzie Falls, die als die schönsten Victoria’s gelten. Ich bin da etwas kritisch, da alles sehr trocken ist, und ich kaum erwarte, dass der Bach viel Wasser führt.

Aber ich werde positiv überrascht – der Wasserfall ist wirklich so schön wie beschrieben. Er ergießt sich in mehreren Stufen über schwarzen Fels, der an Basalt erinnert. Die weißen Wassertropfen schimmern in der Luft, und das Wasser ist trotz der heißen Temperaturen eiskalt.

Foto: Wildblumen in den Grampians

 

Wir haben eine Stunde Zeit für den Wasserfall, aber ein paar unserer Mitreisenden vergessen die Zeit, und wir warten noch fast eine Stunde im Schatten der Bäume neben unserem Tourbus, bis die letzten wieder zurück sind.

Tourguide Robert ist völlig entspannt. Er mag den Platz, an dem wir warten, und im Schatten unter dem Eukalyptus ist es angenehm und nicht zu heiß.

Brambuk Aboriginal Centre

Die verlorene Stunde können wir allerdings nicht mehr aufholen, sodass wir am Brambuk Aboriginal Centre nicht sehr viel Zeit haben und unser Mittags-Sandwich quasi im Gehen essen.

Foto: Brambuk Aboriginal Cultural Centre


 

Von den Grampians nach Horsham

Pünktlich um 12:15 Uhr verlassen wir Halls Gap und fahren Richtung Horsham, damit unsere Mitreisenden, die den 13:45 Uhr Bus nach Adelaide nicht verpassen dürfen, rechtzeitig an der Haltestelle bereit stehen.

In Horsham ist noch Zeit für ein Eis von der Bäckerei nebenan und einen Gang zum öffentlichen WC, danach verabschieden wir uns von den anderen Gästen und wenden uns wieder Richtung Melbourne.

Unsere Gruppe ist nun auf 9 Personen geschrumpft, darunter zwei der Amerikaner und die beiden Franzosen.

Weinprobe bei Seppelt

Eine gute Stunde später – wir sind irgendwo zwischen Stawell und Ararat im Hinterland von Victoria – fragt Tourguide Robert "mögt ihr eigentlich Wein?" und schlägt vor, noch einen Winzer zu besuchen, der direkt auf dem Weg liegt.

Wir freuen uns über eine Pause und halten dann bei Seppelts Great Western. Die 1851 von Deutschen gegründet Firma besitzt mehrere Weingüter, verarbeitet die gesamte Ernte allerdings hier in der Firmenzentrale. Seppelt macht vorwiegend Sekt, und zwar nicht nur weißen, sondern auch roten.

Wir bekommen eine kostenlose Weinprobe, die bei der Hitze draußen sehr erfrischend ist, und werfen durch ein Fenster einen Blick in die unterirdischen Tunnel, die im 19. Jahrhundert von Goldgräbern gegraben wurden.

 

Foto: Erfrischende Weinprobe in klimatisierten Räumen

Die Tunnel unter uns sollen die längsten von Menschen erstellten Tunnel der südlichen Hemisphäre sein – 3 Kilometer lang, mit Platz für 3 Millionen Flaschen, die auch heute noch in Handarbeit gewendet werden.

Goldgräberstadt Ballarat

Der letzter Stopp unserer Reise ist die Goldgräberstadt Ballarat. Ohne das Gold in der Umgebung von Ballarat, dass in den 1850er Jahren geschürft wurde, wäre Melbourne nie so groß geworden, wie es heute ist. In der Hafenstadt Melbourne gab es nämlich alles, was man als Goldgräber benötigte.

Wir halten noch für einen Snack bei einem Fast Food Imbiss und verlassen Ballarat dann gegen 18 Uhr. Kurz vor 19 Uhr ziehen wir am Stadtschild von Melbourne vorbei. Tourguide Robert bringt uns noch ins Hotel, bevor er selbst nach Hause fahren kann.

 

Foto: Historische Gebäude aus der Zeit des Goldrausches in Ballarat

 

Unser Fazit:

Wir haben in den drei Tagen unterwegs eine Menge gesehen – und dabei auch einige interessante Orte, die wir vielleicht so nicht gefunden hätten.

Das Essen war relativ einfach, aber in Ordnung, und das gemeinsame Kochen in der Wilderness Lodge bei den Grampians und die Pizza mit Meerblick bei den Gibson Steps wird uns sicher auch noch lange in Erinnerung bleiben.

Zudem haben wir viele interessante Menschen aus aller Welt kennen gelernt, und haben die Gespräche mit ihnen sehr genossen.

Eines wissen wir aber ganz genau: Wir kommen wieder!

PS: Falls Ihr auch bei der Tour mit dabei sein wollt – diese kann man hier buchen…

 

 

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