Reisebericht Outback Tour mit dem Geländewagen – von Cairns nach Alice Springs (Seite 2 / 2)

Von Winton aus fahren wir vorbei am Crawford Lookout nach Boulia und dann auf die über die Allrad-Piste Plenty Highway ins Northern Territory.

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Tag 8 – 2. September 2007

Einsame Wüstenstadt Boulia

Foto rechts: Morgenstimmung im australischen "Monument Valley": Am Crawford Lookout zwischen Middleton und Boulia hat man die Berge und die gute Aussicht
ganz für sich allein.

Wir hatten den Platz bei der Abenddämmerung gestern gesehen, und uns schon auf ein Frühstück in toller Kulisse gefreut. Heute werden wir nicht enttäuscht, und der Ausblick ist gigantisch. Und wir haben ihn ganz für uns allein.

Wir erreichen Boulia um die Mittagszeit. Es gibt einen Lebensmittelladen, und es sicher einer der bemerkenswertesten Läden, die wir bisher überhaupt gesehen haben. Hier gibt es nicht nur täglich frisches Brot, sondern auch günstiges Gemüse (günstiger als in Winton) sowie Katzenfutter, Chips, Möbel, Wanduhren und vieles mehr. Und dann gibt es noch eine Theke mit einem Computer dahinter, wo man Werkzeug in Hülle und Fülle bestellen kann.

Den Grund für den Reichtum erfahren wir an der Kasse: Mt Isa ist nicht weit weg ("nur 3 Stunden Fahrt"), daher ist Boulia immer gut versorgt.

Auf dem Donohue Highway ins Northern Territory

Einige Kilometer hinter Boulia wird es wieder Zeit, Luft aus den Reifen abzulassen. Hier beginnt die Piste ins Northern Territory. In Queensland heißt sie noch Donohue Highway, ab der Grenze dann Plenty Highway. Eine Panne können wir uns nicht leisten, da es keinen Pannenservice gibt, den wir anrufen könnten. Und Mobilfunkempfang haben wir auch schon lange nicht mehr. Daher sind wir ganz froh, dass ein Freund aus Cairns uns ein Satellitentelefon geliehen hat.

Heute fahren wir noch 250km Schotterpiste bis wir Tobermorey Station erreichen, die 10 Kilometer jenseits der Grenze zum Northern Territory liegt. Eigentlich müssten wir die Uhr jetzt 30 Minuten zurückdrehen, aber das macht auf der Station auch keiner. Die Besitzerin erzählt uns, dass sie sich gar nicht dem NT zugehärig fühlen. "Wir stehen sogar in Mount Isa im Telefonbuch". Und Mount Isa ist noch Queensland.

Zum Einkaufen fährt man von der Tobermorey Station aus nicht lange bis Mount Isa – "nur 3 Stunden Piste, das geht schnell". Die Besitzerin erzählt auch, dass sie schonmal in einem Tag die Piste nach Alice Springs gefahren sind. Bei dem Zustand – wie wir bald erfahren würden – musste das ein Michael Schuhmacher gewesen sein…

 Tag 9 – 3. September 2007

Reisebericht Plenty Highway: Tobermorey nach Gemtree

Nach einer Nacht auf der Tobermorey Station (die leider ab November 2007 nicht mehr für Besucher zugänglich sein soll) folgen wir der Schotterpiste weiter Richtung Alice Springs.

Der Plenty Highway ist nur für 4WD-Fahrzeuge mit hohem Bodenabstand befahrbar (also keine RAV4 oder Subarus), und ist ein echtes Abenteuer für sich. Gegenverkehr sieht man nur selten. Einmal lagen zwischen zwei entgegenkommenden Autos fast 1 1/2 Stunden, .

Plenty Highway

Unterwegs machen wir eine kleine Pause an der Jervois Station, die Benzin und kalte Getränke verkauft, und einen Fotostopp an einem riesigen Termitenhügel, der direkt neben der Straße steht (siehe Foto ganz oben).

Foto rechts: Die Harts Range auf dem Plenty Highway, die schon im Bereich der East Mac Donnell Ranges liegt.

Tag 9 – 4. September 2007

Plenty Highway: Gemtree nach Alice Springs

Plenty HighwayWir übernachten im Bush in der Nähe des Gem Tree Caravan Park. Hier ist die Straße noch für einige Kilometer geschottert, aber schon morgen geht es wieder auf "Flüsterasphalt".

Wir genießen das Frühstück ganz allein zwischen Spinifex und Wüsteneichen (Desert Oaks). Außer uns campt niemand hier und das ist auch gut so.

Tag 10 – 5. September 2007

Alice Springs

Alice SpringsHeute erreichen wir unser Etappenziel Alice Springs und genießen den Sonnenuntergang vom Anzac Hill. Das Foto zeigt den Westen von Alice Springs und die West McDonnell Ranges.

Nach so vielen Tagen durch einsame Wüstengegenden ist der Verkehr in Alice Springs für uns ganz ungewohnt.

Tag 11 – 6. September 2007

Alice Springs Desert Park

Alice SpringsSchon in Cairns hatte ich mich auf den Alice Springs Desert Park gefreut, vor allem auf den Thorny Devil (eine kleine stachelige Echse) und die anderen kleinen Wüstentiere, die man sonst nie zu sehen bekommt, weil sie Nachtaktiv sind.

Wir erlebten den Park aber eher wie einen botanischen Garten, den man mit einem MP3-Player am Ohr besucht (Kommentar auch in Deutsch erhältlich). Besonders gut hat uns heute die Demonstration des Aboriginal-Parkguides Leroy über das überleben in der Wüste gefallen.

Das Foto rechts zeigt übrigens Frühlingsblumen im Desert Park bei Alice Springs.

Hier gehts weiter zum nächsten Reisebericht: Von Alice Springs nach Ayers Rock…

 

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