Reisebericht: Segeltörn mit Rennyacht Boomerang nach Whitehaven Beach (Seite 2 / 2)

Whitehaven Beach
Whitehaven Beach

Unsere Segeltour geht weiter, mit einem Besuch am Aussichtspunkt Hill Inlet und bei Whitehaven Beach, anach besuchen wir Hook Island zum Schnorcheln.

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3. Oktober 2009

Morgendlicher Besuch bei Whitehaven Beach

Die erste Nacht auf unserer Rennyacht verlief angenehm und ruhig. Das Boot lag ja in einer ruhigen Bucht vor Anker und wiegte sich nur selten und kaum merklich im Wasser.

Wir waren vor sieben Uhr schon an Deck, um den Sonnenaufgang und die Schildkröten zu sehen, die zum Atmen an die Wasseroberfläche kamen (Foto: Morgenstimmung auf See).

Nach einem Frühstück mit Cornflakes, Müsli, Toast mit Marmelade oder Vegemite und Kaffee & Tee wurden wir zwei und die anderen 26 Gäste nach und nach mit dem 10er Tender – also einem Beiboot – an Land gefahren.

Whitsundays Aussichtspunkt Hill Inlet

Dort wartete schon der Sack mit unseren Schuhen auf uns sowie unsere Köchin Elena, die uns an den Aussichtspunkt zum Hill Inlet begleitete (Foto: Unterwegs zum Aussichtspunkt).

Der Blick auf den Hill Inlet gehört neben dem Ayers Rock sicher zu den meist fotografierten Naturschönheiten Australiens.

Kein Wunder: Der schneeweiße Sand, das türkisblaue Wasser mit seinen immer wieder neuen Mustern und die breite Bucht sind einfach beeindruckend. (siehe Foto unten).

Der Aussichtspunkt befindet sich seitlich an einem Hügel, und man hat einen gigantischen Panoramaausblick nicht nur auf den Inlet und Whitehaven Beach, sondern auch auf die umliegenden Inseln und auf "Bettys Beach", einen weiteren reinweißen Strand.

Bettys Beach

Nachdem wir uns satt gesehen hatten, gingen wir den Wanderweg ein Stück zurück und liefen dann hinunter nach Bettys Beach, der Nordseite von Whitehaven Beach, wo sich bereits eine ganze Reihe anderer Gäste von anderen Segelbooten eingefunden haben (siehe Foto ganz oben).

Vom Ausguck aus sah der Strand eher klein aus, aber die Perspektive täuschte – auch Bettys Beach ist mehrere Hundert Meter lang und hat genug Platz für Tausende von Sonnenbadern. Zum Glück waren aber doch nicht so viele am Strand (siehe Foto rechts).

Schnorchelausflug Whitehaven Beach

Mit Schnorchel und Maske erkundete Robert die weißsandige Unterwasserwelt. Ein Riff gab es zwar nicht, dafür aber verschiedene interessante Fische, von denen sich einige als Tarnung ein schwarz-weißes Zielscheiben-Muster zugelegt hatten.

Außerdem waren viele friedliche Stachelrochen im Wasser, die man auch vom Ausguck hatte gut sehen können.

Gegen 11:30 Uhr, nach fast dreieinhalb Stunden Strandvergnügen, setzten wir per Tender wieder zurück auf unsere Yacht, aber nicht ohne noch einen letzten Blick auf die Mündung des Hill Inlets zu werfen (siehe Fotos rechts oben).

Viel Zeit bei Whitehaven Beach

An Bord erfuhren wir, dass "unsere" Rennyacht von allen Ausflugsbooten am längsten am Strand bleibt, weil unser Skipper die Erfahrung gemacht hat, dass die meisten Gäste lieber so lange wie möglich dort bleiben wollen.

(Zum Vergleich: Viele Tagestouren ab Airlie Beach bleiben kaum länger als eine Stunde bei Whitehaven Beach, bevor sie aus Zeitmangel wieder weitersegeln müssen).

Segeltour nach Hook Island

Kaum waren wir an Bord, wurde schon das Mittagessen serviert mit Grillwürstchen und drei Sorten Salat (Nudelsalat, gemischter Salat mit Blattsalat, Tomaten usw. und Kartoffelsalat).

Danach wurden die Segel gesetzt und wir segelten erst einmal ins Blaue, weil der Skipper keinen Funk-Kontakt zu unserem Tauchboot bekam.

Das Boot legte sich leicht in den Wind, wie hier auf dem Foto rechts zu sehen, und alle genossen die frische Brise und ein Segelerlebnis, das vergleichbar war mit einem Flug über dem Wasser.

Als wir schließlich in Funkreichweite kamen, mussten alle auf Kommando die andere Seite des Schiffes rüberrutschen, da unsere Rennyacht eine scharfe Wende Richtung Hook Island machen musste.

Schnorcheln vor Hook Island

Vor Hook Island gingen wir dann an einer ruhigen Bucht vor Anker, die sonst nur selten angefahren werden kann, weil der Wind fast immer aus südlicher Richtung kommt und somit unter Wasser nicht viel zu sehen ist.

Heute kam der Wind aus dem Norden, sodass wir ein erstklassiges Schnorchelerlebnis an einem Korallen-Bommie hatten, der in etwa die Form einer riesigen Hochzeitstorte hatte und auch ähnlich prächtig mit den verschiedensten Korallen und bunten Riff-Fischen dekoriert war.

Brille, Schnorchel und Tauchanzug hatten wir übrigens an Bord bekommen. Ich habe allerdings meine eigene Maske und Schnorchel mitgenommen, weil ich hier schon vorher wusste, dass sie mir genau passen würden.

Kurzer Tauchgang vor Hook Island

Robert fuhr mit unserem Tender rüber zum Tauchboot, um Jacket, Tauchflaschen und Flossen abzuholen. Danach ging es an einen tollen Tauchspot, von dem Robert ebenfalls begeistert wiederkam. Ein bisschen schade fand er allerdings, dass der Tauchgang nur 35 Minuten gedauert hat.

Segeln zu einer ruhigen Bucht vor Hook Island

Nach über zwei Stunden zum Schnorcheln ließ Skipper Rick wieder die Segel setzen. Der Nachmittag war schon wieder fast vorbei.

Wir umsegelten die Nordküste von Hook Island und schauten uns nun nach einem passenden Platz um, wo wir den Anker für die Nacht auswerfen würden.

Unterwegs servierte Elena uns Dips und Cracker als kleine Stärkung.

Traumhafte Ausblicke auf Hayman Island

Unseren Platz für die Nacht fanden wir dann direkt in Sichtweite von Hayman Island, eines der schicksten und teuersten Inselresorts bei den Whitsunday Islands. Hier kostet das "billigste" Zimmer ab 600 Dollar die Nacht. Das ist mehr, als wir (pro Person) für die ganze Segeltour ausgegeben haben.

Während hinter Airlie Beach die Sonne so langsam unterging, ging gleichzeitig der Vollmond direkt gegenüber hinter Hook Island auf. Ein seltenes und beeindruckendes Schauspiel.

Qualität des Essens an Bord

Das Abendessen wurde heute wieder stimmungsvoll bei Mond- und Sternenlicht serviert für alle, die keine Lust hatten, in der Kabine zu sitzen. Es gab Spaghetti Bolognese mit Knoblauchbrot und griechischem Salat.

Interessanterweise haben wir die ganze Tour über niemanden murren hören über das Essen. Ist schon irgendwie interessant, dass es möglich ist, Gerichte zu kochen, die sowohl Schweden und Deutschen wie auch Koreanern und Japanern schmecken.

An Bord war übrigens auch eine Deutsche dabei, die eine Gluten-Intoleranz hatte und daher eine ganze Reihe von Dingen nicht essen konnte. Sie war ebenfalls ganz zufrieden mit dem Essen, da man sie beim Kochen und bei den Snacks mitbedacht hatte.

Abendprogramm an Deck

Nach dem Essen gab es wieder Kaffee, Tee und Kuchen, und die Gäste kümmerten sich wieder darum, ihre mitgebrachten Alkoholvorräte zu vertilgen.

Die Stimmung war heute noch ein wenig entspannter als gestern, nachdem man sich nun wenigsten vom sehen her kannte. Aber ausschweifende Trinkgelage gab es heute trotzdem nicht.

Irgendwann war auch dieser Abend vorbei, und die Gäste verzogen sich in ihre Kojen. Einige schliefen direkt an Deck auf einer Isomatte, so wie es die braungebrannte Crew eigentlich immer macht, wenn es das Wetter erlaubt.

4. Oktober 2009:
Rückfahrt von Hook Island nach Airlie Beach

Frühstück gab es heute schon gegen 6:45 Uhr, damit die Schnorchler, die sich gestern stark dafür eingesetzt hatten, nochmal einen Schnorchelplatz anzufahren, schnell ins Wasser kommen konnten.

(Foto: Morgenstimmung an Deck, 6:57 Uhr)

Schnorcheln vor Hook Island

So waren kurz nach 7 Uhr schon alle, die Lust hatten, im Wasser. Ein paar andere blieben an Deck und sonnten sich derweil.

Unter Wasser war die Sicht nicht so klar wie gestern, dafür waren aber mehr Fische zu sehen, unter anderem auch eine Anemone. Den dazu gehörigen Clownfisch haben Robert und ich beim Schnorcheln allerdings nicht entdecken können.

Die Schnorchler waren auf jeden Fall wieder begeistert, und wären am liebsten noch länger im Wasser geblieben.

Segeln nach Airlie Beach

Gegen 9 Uhr sollten eigentlich die Segel gesetzt werden, für zwei weitere Stunden Segeln mit Ziel Airlie Beach. Hier machte uns allerdings der Wettergott einen Strich durch die Rechnung: Strahlend blauer, wolkenloser Himmel – und kein Wind.

Da es keinen Sinn hat, ohne Wind die Segel zu setzen, warf unser Skipper den Motor an, und wir fuhren mehr oder weniger geradlinig Richtung Airlie Beach.

Zwischendurch machten wir noch eine kurze Pause, damit sich die Sonnenanbeter (wie zu sehen im Foto rechts) im Wasser ein wenig abkühlen konnten.

Außerdem bekamen wir noch ein "Debriefing", indem der Skipper den Gästen anhand einer großen Seekarte erklärt, wo wir gesegelt, wo wir geschnorchelt und wo wir übernachtet haben (siehe Gruppenbild rechts unten ).

Vorher hatten wir unsere Route auf eine in der Kabine aufgehängten Karte verfolgen können, aber das "Debriefing" am Schluss war definitiv sehr unterhaltsam.

Ankunft in Airlie Beach – mit Fotografin

Fast genau um 11 Uhr erreichten wir pünktlich den Yachthafen von Airlie Beach, wo bereits eine Fotografin auf uns wartete.

Eigentlich wollte ja keiner posieren, aber es haben doch alle brav mitgemacht – für ein "ernstes" Portraitfoto und ein "lustiges" Foto. Das Foto konnten wir Abends in einem Fotoladen vor Ort abholen (15 Dollar pro Foto), aber das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Es hat jetzt einen Ehrenplatz in unserem Büro.

Damit endete unsere 2 Tage, 2 Nächte Segeltour auf einer Rennyacht (Maxi Yacht) zu den Whitsunday Islands. Sie hat uns so gut gefallen, wir wären am liebsten gleich wieder um 14 Uhr mit rausgefahren. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die nette Crew, an die wir uns schon gewöhnt hatten, für die nächste Tour direkt an Bord blieb.

…und so endete unsere Segeltour in Airlie Beach.

Allerdings war damit unsere Reise noch nicht zu Ende. Am nächsten Tag ging es weiter nach Daydream Island…

 

Linktipp:

  • Mehr Infos zu dieser und anderen Segeltouren ab Airlie Beach finden Sie > hier….
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