Tasmanien Reisebericht (Seite 1 / 3)

Unterwegs in Tasmanien
Unterwegs in Tasmanien

Lohnt sich eine Tour nach Tasmanien, wenn Australien schon so groß und vielfältig ist? Ein Reisebericht mit Regenwald, Stränden und einigen Überraschungen finden Sie hier…

Ich lebe schon seit über 10 Jahren in Australien, und hatte bisher noch nie die Gelegenheit, die Insel Tasmanien zu besichtigen, die immerhin groß genug ist, dass ganz Bayern darin Platz hätte. Hier also mein Tasmanien Reisebericht von einer unvergesslichen Tour…


Dieses Jahr war es dann aber endlich soweit, und ich wollte die kalte (ja!) und wilde Insel sehen, die sich südlich des australischen Kontinents befindet, quasi schon auf halbem Wege zur Antarktis.


Tasmanien ist mit knapp über 7 Einwohner pro Quadratkilometer nur sehr dünn besiedelt, und es gibt viel zu sehen: gemäßigte Regenwälder, strahlend weiße Strände, außergewöhnliche Tiere (Tasmanische Teufel) und gutes Essen.


Ich bin dieses Mal als allein reisende Frau unterwegs, und habe mich daher einer Gruppe angeschlossen für eine 6 Tage Reise rund um Tasmanien (> weitgehend vergleichbar mit dieser Reise).


(19. November 2016)

Auf nach Tasmanien!

Von Cairns aus fliege ich bei Sonnenaufgang los, steige in Brisbane um und bin gegen Mittag in Hobart. Da ich an einer Sondertour teilnehme, werde ich abgeholt (normalerweise ist Treffpunkt im Hostel). Im Flughafen treffe ich auch meinen Mitreisenden Adrian, einen ex-Tauchlehrer, der aus Brisbane anreist.


Leith, unser Tourguide, der uns in den nächsten Tagen fahren und viele Geschichten erzählen wird, bringt uns erstmal zur Hafenpromenade von Hobart. Wir haben Zeit, unsere Beine ein bisschen zu vertreten, bevor wir uns später mit dem Rest der Gruppe treffen.

Und so sieht sie aus, die historische Hafenpromenade von Hobart:

die historische Hafenpromenade von Hobart



Es ist Samstag Mittag. Wie man sieht, geht es hier erstaunlich ruhig zu.


Tasmanien Reisebericht mit Mawsons Huts Replica Museum

Interessant fand ich ebenfalls das am Hafen – gegenüber vom Constitution Dock – gelegene Gebäude "Mawsons Huts".


Hier wird gezeigt, wie der Geologe und Forscher Sir Douglas Mawson in der Antarktis gelebt hat. Douglas war u.a. mit Ernest Shackleton’s Nimrod Expedition (1907-09) in der Antarktis unterwegs. Er gilt als Wegbereiter zur Errichtung des Australischen Antarktis-Territoriums im Jahr 1936.


Von der Antarktis wird auch später noch die Rede sein, wenn wir die kältesten Landstriche der Insel erreichen.


Tasmanien Reisebericht

Tasmanisches Wetter – einfach wilder

Ich habe Glück – in Hobart scheint die Sonne, und es ist frühlingshaft warm, so um die 18 Grad. Das ist wohl hier nicht immer so:

Obwohl Tasmaniens Hauptstadt Hobart etwa in gleicher Entfernung vom Äquator wie das mediterrane Perpignon in Südfrankreich liegt, ist die Sonne in Hobart zwar stark genug, dass man Sonnencreme dabei haben sollte. Richtig warm wird es aber selten, und wenn, dann vorwiegend hier an der sonnigen Ostküste.


In Hobart kann man im Durchschnitt mit 4° Grad nachts bis 16° Grad tagsüber im Juli (Winter) rechnen, und mit 12° Grad nachts bis 22° Grad tagsüber im Januar (Sommer). Im Bergland im Landesinneren ist es kälter – Schnee im Sommer scheint dort wohl auch nicht außergewöhnlich zu sein. Auch das werde ich auf meiner Reise noch erfahren.


Das kühle Klima ist bedingt dadurch, dass Tasmanien in einem eiskalten Ozean liegt, mit der Antarktis als nächstem Nachbarn im Süden.

Checkin am Hobart YHA Hostel

Nach dem Spaziergang am Hafen ist dann Treffen am Bus, wo ich meine anderen 18 Mitreisenden treffe. Sie kommen aus Ländern wie England, Holland, Japan, Indien, Frankreich, Italien – und natürlich Australien, und sind zwischen 20 und 45 Jahre alt.

Gemeinsam geht es dann kurz beim Hobart Central YHA vorbei, unserem Hostel für die Nacht, um die Koffer loszuwerden.

Das Hobart YHA Hostel ist links im Bild, rechts das Hobart Hotel (eine Kneipe):

YHA Hostel Hobart

Aussichtsberg Mount Wellington

Eine halbe Stunde später steigen wir in zwei kleinere Busse von "Under Downunder" mit Fahrrad-Anhängern um.

Über die 22 km lange Pass-Straße erobern wir mit den 1269 Meter hohen Aussichtsberg Mount Wellington. An den Hängen des Berges ist es viel feuchter als anderswo in Hobart, daher sind die Häuser unten am Hang von üppigem Grün umgeben.


Wir lassen die letzten Häuser hinter uns und durchqueren einen Mini-Regenwald, der von Wanderwegen durchzogen ist. Das ist nur der Vorgeschmack auf die ausgedehnten Regenwälder, die uns im Westen der Insel erwarten.

Fast schon ein Widerspruch: alpine Temperaturen in Australien

Weiter oben am Mount Wellington lichtet sich die Vegetation. Es wird erst subalpin und schließlich alpin, und wir sehen viele niedrige, windzauste Büsche.


Die Sonne scheint immer noch, und Adeline, die Fahrerin unseres Busses, ist guter Laune:
"Oft steht man auf dem Gipfel inmitten von Wind und Wolken, und man sieht überhaupt nichts. Aber heute ist es einfach fantastisch", sagt sie, und wir geben ihr recht.

Und das sehen wir vom Gipfel (Aussicht Richtung Hobart):

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Die Temperatur auf dem Gipfel des Mount Wellington liegt noch unter 10 Grad, und ich bin froh, dass ich eine Mütze und ein dicke Jacke dabei habe.

Vom Aussichtspunkt aus können wir die umliegenden Inseln sehen und bis weit nach Tasmanien hineinschauen.

Für windige Tage gibt es eine Schutzhütte mit Glasfenster, und sogar das WC Haus hat ein Panorama-Fenster:

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Downhill Mountainbiking vom Mount Wellington

Wer Lust hatte, konnte jetzt mit dem Mountain Bike die kurvige Bergstraße bei einer Downhill Tour ($75) herunterfahren, und dabei den Mount Wellington aus der Nähe kennen lernen. Ich glaube, das ist aus Zeitgründen bei den meisten Tasmanien-Touren nicht mit dabei.


So eine Downhill-Tour ist nicht jedermanns Sache, daher entscheiden sich einige aus der Gruppe die Aussichten lieber aus dem Bus zu genießen.


Druck, daran teilzunehmen, wurde übrigens nicht ausgeübt. Das zeigt sich auch später auf der Tour: jeder ist frei, das zu tun, was ihm am angenehmsten ist. Nur pünktlich müssen wir sein.

Hier auf dem Foto sieht man die Radfahrer mit ihren Sicherheits-Jacken vor der Cascade Brauerei, mit dem Mt Wellington rechts im Bild:

Cascade Braueri in Hobart


Die Cascade Brauerei ist zusammen mit Boags (in Launceston) die größte Bier-Brauerei Tasmaniens. Um Bier von Cascade oder Bogs zu trinken, muss man allerdings nicht dringend nach Tasmanien – das kann man auch anderswo in Australien trinken.


In der Nähe der Brauerei werden dann die Fahrräder wieder aufgeladen, und es geht zurück ins Hostel.


Wir treffen uns dann noch abends in einem Pub zu einem ersten "Kennenlern-Abendessen". Da morgen um 8 Uhr bereits Abfahrt ist – für mich aufgrund der Zeitumstellung aus Cairns ist das 7 Uhr – bin ich schon früh im Bett.


20. November 2016

Abschied von Hobart

Morgens treffe ich in der kleinen Hostelküche des YHA in Hobart eine Frau, die gerade aufräumt und sich nur humpelnd fortbewegt. Sie sagt, sie kommt aus Deutschland, und ist gerade zurück vom Overlander Track.


Sie erzählt, dass sie die falschen Schuhe dabei hatte. Zusammen mit dem schweren Gepäck hat das ihre Füße so sehr belastet, dass sie erstmal in Hobart bleiben will, bis ihre Füße wieder in Ordnung sind. Erst danach will sie ihre Reise fortsetzen. Der Job im Hostel hält sie solange über Wasser, sagt sie.


Das Start und den Ziel des Overlander Tracks werden wir unterwegs noch zu sehen bekommen. Da wir nur eine Woche auf der Insel untterwegs sind, ist natürlich keine Zeit, den Wanderweg zu gehen.


Wir verlassen Hobart, und es geht vorbei an Wiesen und Farmen in Richtung Norden. Hier ein Beispiel:


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Richmond – die Stadt der Rosen

Unser erstes Reiseziel heute ist Richmond. Die kleine Stadt liegt nur etwa eine halbe Stunde außerhalb von Hobart und ist bekannt für Australiens älteste Brücke, die immer noch für den Verkehr genutzt wird.

Die Richmond Bridge wurde von Sträflingen (Convicts) von 1823 – 1825 gebaut. Die Brücke ist aus hellem Sandstein gebaut, und sieht ganz nett aus. Interessanter fand ich allerdings das Dorf Richmond selbst.

Hier gibt es noch viele historische Häuser aus dem 19. Jahrhundert, wie etwa das Modegeschäft "Ewe Nique":

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Rosen sind in Richmond weit verbreitet, man sieht sie fast in jedem Vorgarten. Sogar als Dekoration auf einer Verkehrsinsel habe ich sie entdeckt.

Richmond Gaol – Ältestes intaktes Gefängnis in Australien

Ebenfalls sehenswert ist das alte Gefängnis, das Richmond Gaol, das 1825 gebaut wurde. Es ist liegt mitten im Ort und ist das älteste intakte Gefängnis Australiens. Es wurde bis in die 1920er Jahre benutzt. Nach der Schließung hat man alles so gelassen, wie es ist.


Auf dem Foto unten sieht es sehr friedlich aus – kaum zu glauben, dass hier Gefangene regelmäßig ausgepeitscht wurden.


Historisches Gefängnis in schöner Umgebung


Nicht zuletzt gibt es in Richmond neben einem kleinen Lebensmittelladen und einige Cafés und Restaurants noch die Modellbaustadt "Old Hobart Town". Diese liegt an der Hauptstraße mitten im Ort. Hier kann man sehen, wie Hobart im 19. Jahrhundert ausgesehen hat.


Bei den meisten Touren wird Richmond offenbar erst zum Schluss der Reise besucht, aber wir haben Richmond zu Anfang besucht. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!


 

MONA Museum – eines der besten Museen der Welt

Nach unserem Besuch in Richmond fahren wir die kurze Strecke zurück nach Hobart und weiter zu den Weinfeldern der Moorilla Winery.


An der Auffahrt kreuzt eine Entenfamilie unseren Weg, und wir müssen geduldig warten, bis sich der Verkehr lichtet… Das passt sehr gut zu dem Museum, das wir heute besuchen. Es ist einfach anders ist als jedes andere Museum, das man kennt.


Wir besuchen das MONA – Museum of Old and New Art, das als das beste Museum der südlichem Hemisphäre gilt. Hier beispielsweise ein Blick auf zwei besondere Parkplätze:


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Dieses Foto hat meine Reisebegleiter dazu bewogen, zu spekulieren, ob Gott jetzt ein Mann ist. Die Antwort darauf: "Na, vielleicht ist sie ja lesbisch?"


Mit Sicherheit sagen kann man allerdings, dass Gott & Partner offenbar mit Elektrofahrzeugen anreisen – dafür sind nämlich die Kabel an der Wand.

Tour im Garten des MONA Museums, Hobart

Da wir als Gruppe angemeldet sind, bekommen wir eine geführte Tour über das Gelände, das man übrigens auch ohne Eintritt besichtigen kann (nur für die Innenräume wird Eintritt berechnet).


Unten auf dem Bild sieht man einen Betonmischer-Lastwagen, der auf der Ladefläche eines Abschlepp-Wagens steht. Alle Teile sind Laser-geschnittenes Gusseisen.


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Der "Tennisplatz" etwa in der Bildmitte befindet sich ebenfalls mit Absicht an dieser Stelle: Direkt dahinter liegt der Eingang zum unterirdischen Museum, das in den Sandstein-Fels hineingebaut ist.

Düstere Erlebnisse im Museum

Das 2011 eröffnete MONA Museum ist eine ziemlich düstere Angelegenheit – man stolpert im Halbdunkeln durch mehrere Stockwerke, wie in einem Labyrinth, und wird immer mal wieder überrascht und manchmal auch erschreckt.


Anstelle von langweiligen Schildchen neben den Bildern bekommt jeder Gast einen ipod mit Kopfhörern. Hier kann man sich zu jedem Bild oder Objekt, das einen interessiert, Interessantes lesen oder hören.

Der Internet-Wasserfall

Beeindruckend fand ich den "Wasserfall", der mit kleinen Wassertröpfchen aus dem Internet geladene Schlagwörter sichtbar macht. Und den "schmelzenden persischen Teppich" von Faig Ahmet hätte ich am liebsten gleicht mitgenommen.


Auch die Bücherei mit den leeren Büchern, oder die Künstler, die in verschiedenen Ateliers "live" alte Meister kopierten und dabei deren Techniken demonstrierten, fand ich sehr interessant.


Man kann sich sich im Mona schnell verlaufen, daher lohnt es sich, einen Lageplan mitzunehmen, damit man nichts verpasst.


Das Museum ist übrigens privat und gehört dem Millionär David Walsh, der mit Spielautomaten sein Geld verdient hat. Für Tasmanische Bürger ist das Museum kostenlos, alle anderen zahlen $28.

Mittagspause mit schönen Aussichten

Nach dem Museumsbesuch ist es bereits Mittagszeit. Neben einer Weinstube mit Tapas gibt es auch ein Café mit Blick aufs Wasser. Da das Wetter schön ist, essen wir draußen vor dem Café in der Sonne, und das sah dann so aus:


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Bothwell – Stadt in den Highlands

Nach dem Mittagessen lassen wir Hobart hinter uns und steuern die Central Highlands an. Der nächste Stopp, Bothwell, liegt nur ca. 80 km von Hobart entfernt.

Unterwegs warnt uns Leith, unser Tourguide, bereits vor:
"In Bothwell findet gerade das "Highlands Bushfest" statt. Da findet man immer eine Menge schräger Gestalten."


Kurze Zeit später überholt uns ein bonbonfarbener Geländewagen mit offener Ladefläche, Chrom-Überrollbügel und auffälligen Lampen. Auf dem Nummernschild steht etwas, das sich wohl mit "Wildsau" übersetzen lässt.


"Ja, der will da wohl auch hin", sagt Leith. "Will eigentlich jemand von euch zum Bushfest? Wir haben nicht viel Zeit in Bothwell."


Natürlich will niemand hin.


Kaum sind wir in Bothwell angekommen, verschwindet eine ganze Reihe von unseren Mitreisenden, um sich die Sache genauer anzusehen.


Leith wundert das nicht. "Das ist immer so. Sie sagen, dass es sie nicht interessiert, und dann gehen sie doch."

Golfen mit Geschichte in Bothwell

Abgesehen vom Highlands Bushfest gibt es in Bothwell den wahrscheinlich ältesten Golfplatz der südlichen Hemisphäre. Passend dazu befindet sich neben dem Visitor Center des Ortes das Golf Museum.

Sehenswerter Friedhof in Bothwell, Tasmanien

Ein paar Schritte weiter liegt der historische Friedhof von Bothwell neben einer kleiner Kirche mit Zinnen wie an einer Burg. Auf einem Schild lese ich, dass Teile des Friedhofs ein wichtiges Refugium für tasmanische Wildblumen sind, und daher die Wiese immer nur partiell gemäht wird.


Auf dem Foto sieht man den gemähten Teil, den ich des Baumes wegen fotografiert habe. Im Nebel sieht es hier bestimmt schön gruselig aus:


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The Steppes Historic Site

Nachdem unsere Mitreisenden vom "Highlands Bushfest" wieder aufgetaucht sind, fahren wir weiter zu "The Steppes", das noch einmal eine halbe Stunde hinter Bothwell liegt.


Die jetzt als Freilicht-Museum geführte, und frei zugängliche ehemalige Siedlung wurde 1863 als Polizeistation gegründet. In jenen Jahren waren die "Highlands" von Tasmanien offenbar ein beliebter Zufluchtsort für Gesetzlose. Überfälle kamen häufig genug vor, dass man an dieser Stelle einen permanenten Polizeiposten errichtete.


Nicht zuletzt wurden hier Schafe sicher über Nacht untergebracht, wenn sie von einer Weide zur anderen gebracht wurden.


Und so sieht es heute bei The Steppes aus:


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Miena Dam Lookout

Ein Stück weiter die Landstraße A5 entlang erreichen wir Miena und den Great Lake Stausee. Wir befinden uns in der Central Plateau Region, die von der tasmanischen Regierung als Conservation Area geschützt wird.


In Tasmanien sind seit 1914 viele Flüsse gestaut worden, darunter auch der 25 Kilometer lange Great Lake. Der größte Teil des elektrischen Stroms in Tasmanien kommt aus der Wasserkraft, und der Great Lake ist nur ein Beispiel.


Bei Miena besuchen wir einen Aussichtspunkt über den Great Lake – den großen See:


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Auf dem folgenden Foto sieht man denselben See ein bisschen weiter die Straße entlang in Richtung Norden.
Der weiße Punkt auf dem Bild ist ein einzelner Geländewagen mit Bootsanhänger.


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Diese Gegend sieht so gar nicht aus, wie ich mir Tasmanien vorgestellt habe. Würde mir jemand diese Fotos unkommentiert zeigen, würde ich auf Arizona oder Utah tippen.


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Im Gegensatz zum Westen der USA wird es auf der Central Plateau Region von Tasmanien jedoch nur selten richtig heiß. Ganz im Gegenteil: Die Region, die wir gerade durchqueren, gilt als die kälteste Tasmaniens.


Tasmanien Reisebericht mit Übernachtung in der "Thousand Lakes Lodge"

Wegen des kalten Klimas wurde auch die "Bernacchi Lodge", eine Blockhütte aus Kiefernstämmen, im Jahr 1980 in dieser Fegend errichtet.

Hier sollten sich die Mitarbeiter der australischen Antarktis-Expeditionen schonmal an die Kälte gewöhnen. Australien ist ja nicht gerade für seine Kälte bekannt. Eine kühle Ecke, die vergleichsweise einfach zu erreichen ist, ist da schon sehr willkommen.

Nach 1999 wurde die Bernacchi Lodge nicht mehr gebraucht, und die Hütte stand jahrelang leer. Naturschützer wollten das Blockhaus abreißen, da sie ein Feuer-Risiko darstellte.

Das hat natürlich nicht geklappt – ansonsten hätten wir heute nichts zum Übernachten gehabt.

Die Hütte wurde schließlich von Investoren gekauft, und der Tasmanische Teufel, der hier zeitweilig wohnte, musste leider umziehen.

Die renovierte "Thousand Lakes Lodge" ist seit Ende 2016 im Dienst. Wir waren damit eine der ersten Gruppen, die hier übernachtet haben.

Und so sieht sie aus, die "Thousand Lakes Lodge":

Thousand Lakes Lodge

Offenbar ist das Hotel viel luxuriöser geworden, als erwartet. Daher geht unser Reiseleiter Leith auch davon aus, dass sie längerfristig eventuell zu teuer für Touren wie unsere sein könnte.

Hier etwa ein Blick in das Gemeinschaftswohnzimmer :

Thousand Lakes Lodge

Und noch ein anderes Gemeinschafts-Zimmer mit schönen Aussichten:

Thousand Lakes Lodge

Als wir am späten Nachmittag an der Thousand Lakes Lodge ankommen, ist es warm und sonnig. – So warm und sonnig, wie es in dieser Gegend sein kann. Ich schätze, so um die 15° Grad.

"Vor zwei Wochen hat es hier noch geschneit", sagt unser Gastgeber.

Unser Zimmer, das ich mit zwei meiner weiblichen Mitreisenden teile, hat vier Sterne Komfort, und auch die "Regen-Dusche" mit dem riesigen Duschkopf ist sehr entspannend. Das lasse ich mir gerne gefallen.

Auch wenn wir demnächst nicht auf Expedition in die Antarktis gehen, so wie die früheren Bewohner der Lodge, verbringen wir trotzdem eine sehr erholsame Nacht mitten in der Tasmanischen Wildnis.

Tasmanien Reisebericht – und wie ging es weiter?

> Hier geht es weiter zum 2. Teil des Tasmanien Reiseberichts…

 

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