Lebenshaltungskosten für Work & Travel in Australien: Praktische Tipps

Lebenshaltungskosten in Australien
Lebenshaltungskosten in Australien

Ein Work & Travel Aufenthalt in Australien bereichert mit vielseitigen Erfahrungen und Eindrücken. Eine weitsichtige Planung der zu erwartenden Kosten ist anhand folgender Übersichten und praktischen Tipps möglich.

Grundsätzlich sind australische Lebenshaltungskosten typischerweise etwas höher als aus Deutschland gewohnt. Jeder Work and Traveller darf an dieser Stelle selbst entscheiden, wie viel Luxus er wirklich braucht. Ebenso spielen die jeweiligen Reiseziele eine Rolle.

Touristische Gegenden (wie etwa Sydney oder Melbourne) unterscheiden sich im Preis-Leistungsniveau deutlich von abgelegenen Geheimtipps. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass der gezahlte Stundenlohn von Ort zu Ort stark variieren kann.

Kalkulierbare Fixkosten

Fixkosten stehen im Großen und Ganzen bei der Planung genau fest. Sie fallen einmal an oder gehören zu den Pflichtkosten des Trips nach Australien.

  • Working Holiday Visum: Das passende Visum kostet für Australien $ 440 (umgerechnet knapp 300 Euro). Zu beachten ist, dass Arbeiten in Australien ohne korrektes Visum in keinem Fall möglich ist.
  • Flugticket: Die kostenintensivste Position ist der Flug. Durchschnittlich kommen zwischen 900 und 1400 Euro auf den Reisenden zu. Abhängig ist der Flugpreis von der Saison. In der Nebensaison bieten verschiedene Fluggesellschaften günstigere Varianten an. Frühbucher sind darüber hinaus klar im Vorteil. Gabelflüge kosten mehr als Direktflüge. Gern buchen Work and Traveller “Open Return Flüge”. Diese sind aufgrund des flexiblen Rückflugdatums noch ein wenig teurer.
  • Auslandsversicherung: Je nach Versicherungsunternehmen fallen für eine gute Versicherung circa 1,50 Euro pro Reisetag an. Vor der Reise sollte diese im Heimatland abgeschlossen werden. Empfehlenswert sind Varianten mit Rücktransport. Diese schützen Reisende vor größeren finanziellen Katastrophen im Notfall.

Weitere kalkulierbare Kosten

Darüber hinaus gibt es gute Gründe, eine Work and Travel-Organisation zu konsultieren. Diese unterstützt bei der Planung und Durchführung des Vorhabens. Gerechnet werden kann mit Kosten von rund 2.000 bis 2.500 Euro für die Organisation.

Allerdings hat der Preis nichts direkt mit der Erfahrung zu tun, die man vor Ort letztendlich macht. Wer an dieser Stelle die Servicekosten für eine Organisation scheut, dem nimmt ein Fachmagazin zwar nicht die Organisation ab, jedoch hilft es dabei, sich mit der eigenständigen Planung vertraut zu machen und die wichtigsten Planungsschritte nachzuvollziehen.

Für reisende Gruppen erweist sich die Anschaffung eines gebrauchten Fahrzeugs als ökonomisch sinnvoll. Je nach Modell und Verhandlungstaktik sind diese Fahrzeuge vor Ort ab etwa $ 1200 (800 Euro) zu haben. Insgesamt gilt allerdings "you get what you pay for".

Individuelle Lebenshaltungskosten

Ähnlich dem Alltag in Deutschland, fallen während des Work and Travels in Australien regelmäßige Kosten an. Je nach individuellen Gewohnheiten variieren diese stark. Im Folgenden gibt eine Übersicht detaillierten Einblick in durchschnittliche Kosten.

  • Unterkunft:
    Gewöhnlich verbringen Backpacker die Nächte in Hostels. Die Preise pro Nacht belaufen sich abhängig von den Ansprüchen auf $ 15 bis $ 38 (10 bis 25 Euro) im Mehrbett-Zimmer.
  • Verpflegung:
    Für Essen und Trinken fallen durchschnittlich $ 15 bis $ 30 (etwa 10 bis 20 Euro) an. Abhängig vom Traveller sind diesbezüglich nach oben keine Grenzen gesetzt.
  • Transport:
    Der Aufenthalt vor Ort macht die Nutzung von Bus, Bahn oder Taxi oft notwendig. Je nach Region unterscheiden diese sich erheblich.
  • Sonstige Kosten:
    Des Weiteren ist es empfehlenswert, regelmäßige Ausgaben für Sightseeing, nächtliche Partys oder anderen Spontankäufen mit einzukalkulieren. Diese hängen von den individuellen Lebensgewohnheiten des Work and Travelers ab.

Steuern in Australien

Jeder Work and Traveller muss in Australien Steuern zahlen. Da Backpacker keinen festen Wohnort haben, besteht die Möglichkeit, zu viel gezahlte Beträge mit der Steuererklärung zurückzufordern (das Steuerjahr endet am 30. Juni). Entsprechende Informationen erhalten Reisende bei der Beantragung des Arbeitsvisums.

Tipp: Finanzpolster für schlechte Zeiten

Trotz guter Planung sollte mit Überraschungen gerechnet werden. Für diese Ausnahmesituationen ist es empfehlenswert, etwas Angespartes (circa 3.000 Euro) für Notfälle mitzunehmen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Abenteuerer den Aufenthalt in Australien auch bei schlecht bezahlten Jobs in ganzen Zügen genießen können.

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4 Kommentare

  1. Hi Bianca! Super Artikel!
    Den Tipp mit dem Finanzpolster kann ich nur bestätigen. Unvorhergesehene Ausgaben können einen in Australien echt aus der Bahn werfen, wenn man knapp bei Kasse ist.

    Musste ich leider am eigenem Leib erfahren als mein Auto plötzlich Probleme machte. Habe mir dann für ein paar Wochen einen Job gesucht um die Reparatur zu bezahlen und weiter reisen zu können. Die Situation hätte ich mit einem Finanzpolster deutlich einfacher überstanden.

    Schöne Grüße!

  2. Hallo Dominik,

    vielen Dank für das Lob. Freut mich, dass Ihnen der Artikel gefallen hat.

    Viele Grüße aus Cairns,

    Bianca

  3. Hey Bianca,
    stimme mit deinem Artikel nach 6 Monaten Australien überein. Nur die mindestens 15$ für Verpflegung finde ich zu hoch angesetzt. Wenn man sein Essen selbst Kocht und sich wie viele Backpacker von günstigen Lebensmitteln wie Toast und Nudeln ernährt kann man mit 5$ am Tag auskommen. Ein weiterer Trick um Geld zu sparen ist, sich nicht das teure Wasser im Supermarkt kaufen sondern immer seine Flaschen im Hostel auffüllen.

    • Hallo Florian,

      über die Kosten für die Lebenshaltung hat es schon sehr viele Diskussionen gegeben, auch in anderen Australien-Foren, in denen ich schreibe.

      Ich persönlich denke, dass $10 bis $15 pro Tag für die meisten Reisenden ausreichen sollten für die Selbstverpflegung.

      Aber das ist natürlich individuell verschieden und hat auch etwas mit div. Vorlieben zu tun. In Sachen Flaschenwasser stimme ich dir allerdings unbedingt zu… Wasser aus dem Wasserhahn schmeckt zwar ein bisschen nach Chlor, aber wenn man es abkocht oder einfach eine Weile stehen lässt, verzieht sich der Geschmack.

      Viele Grüße aus Cairns,
      Bianca

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