Work and Travel Australien: Besser mit oder ohne Organisation?

Cafe in Melbourne
Cafe in Melbourne

In diesem Artikel möchten wir uns einer ganz besonderen Form des Reisens in Australien widmen, dem sogenannten Working Holiday, das auch als „Work and Travel“ bekannt ist.

Was ist eigentlich Work & Travel?

Work & Travel bedeutet in Australien – oder auch Neuseeland, Kanada, USA – einen Teil seiner Reisekasse mit kleineren Arbeiten vor Ort aufzubessern. So kann man Australien nicht nur günstig, sondern auch sehr lange bereisen, ohne vorher ein Vermögen anzusparen.

Insgesamt darf man mit dem sogenannten Working Holiday Visum bis zu 12 Monate im Land bleiben. Das Visum ist unter besonderen Bedingungen sogar auf 2 Jahre verlängerbar. Normale Touristen mit eVisitor Visum dürfen sich hingegen nur deutlich kürzer an einem Stück in Down Under aufhalten

Bei den Jobs, die man vor Ort verrichtet, geht es den meisten Work & Travellern aber nicht nur darum, Geld zu verdienen, sondern auch darum, möglichst viele neue Erfahrungen zu sammeln. Man kann nämlich ganz flexibel Jobs wechseln und in alle möglichen Bereiche gehen.

Beispiele für typische Work & Travel Jobs

So kann man etwa Schafe scheren, in Melbourne in einer coolen Bar kellnern, auf Konzerten beim Auf- und Abbau der Bühne helfen und abschließend auf einem Segelboot Touristen bedienen.

Das sind Jobs, für die man keine besonderen Qualifikationen benötigt und somit von so gut wie jedem Work & Traveller machbar sind – soweit man sich vorher informiert hat, ob für den betreffenden Job zB eine Bescheinigung wie "Responsible Service of Alcohol" oder auch eine "White Card" für die Bauindustrie verlangt wird.

Solche Jobs bieten einmalige Einblicke in den australischen Alltag und bleiben ein Leben lang als ganz besondere und außergewöhnliche Erfahrungen zurück.

Wer darf Work and Travel machen?

Das Working Holiday Visum (subclass 417) können Deutsche beantragen, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind, nicht aber Österreicher oder Schweizer.

Wer alternativ einen Pass einer der folgenden Länder hat, kann das Visum ebenfalls beantragen: Belgien, Kanada, Zypern, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Hong Kong, Ireland, Italien, Japan, Korea, Malta, Niederlande, Norwegen, Schweden, Taiwan, Großbritannien.

Auf eigene Faust oder mit einer Work & Travel Organisation?

Haben Sie sich erstmal entschieden, eine Work & Travel-Erfahrung machen zu wollen, stellt sich noch die Frage, ob man eine Work & Travel Organisation zur Hilfe verwendet oder ob man besser alles selbst organisieren möchte. Beides macht durchaus Sinn, hat aber jeweils Vor- und Nachteile, die man kennen sollte.

Vorteile von Organisationen

Ein Vorteil von Organisationen ist natürlich ganz wichtig: Gerade, wenn Sie Alleinreisender sind, kann es schön sein, als Gruppe in Australien anzukommen und für die ersten Tage einen Ansprechpartner vor Ort zu haben.

Außerdem bieten die Work & Travel Organisationen eine Art Jobdatenbank, in der einige ausgesuchte Jobs zu finden sind, die speziell für Work & Travel Reisende geeignet sind. Als Teilnehmer der Organisation bekommt man einen Login, um sich auf dieser Plattform einloggen zu können. Das erleichtert die Suche nach Jobs, da Sie nicht selbst im Internet, Zeitungen oder schwarzen Brettern suchen müssen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sollte auch nicht übersehen werden: Falls Sie tatsächlich in eine Notlage geraten sollten, haben Sie die Sicherheit, sich an Ihre Organisation in Australien wenden zu können.

Nachteile von Organisationen

Durch die Wahl einer Organisation werden Sie natürlich in Ihrer Planung etwas eingeschränkt. Oft beinhalten die Pakete bestimmte Flüge und Flugstrecken, die Sie dann an Ihre Reisepläne anpassen müssen oder andersherum. Das ist nicht mehr ganz so flexibel, wie unabhängig zu reisen.

Deutsche Organisationen arbeiten auch nur mit Partnerfirmen vor Ort. Sind Sie erst mal in Australien angekommen, sind Sie nicht mehr direkt bei der Organisation, bei welcher Sie gebucht haben, sondern bei einem Partnerunternehmen.

Die Work & Travel Organisationen, die in Deutschland aktiv sind, haben keine eigenen Büros in Australien, sondern buchen Sie dann lediglich bei einem Partner in Australien ein.

Rechnen Sie mit rund 2.000 bis 2.500 Euro für eine Work & Travel Organisation. Allerdings hat der Preis nichts direkt mit der Erfahrung zu tun, die man vor Ort letztendlich macht.

Die Alternative: Gut informiert nach Australien mit dem BackpackerPack

Wenn Sie keine Organisation nutzen möchten, aber auch nicht alles komplett auf sich alleine gestellt durchziehen möchten, lohnt sich ein Blick auf www.BackpackerPack.de.

Dort finden Sie das Work & Travel Selbstorganisations-Paket „BackpackerPack“, mit ausführlichem Handbuch, Checklisten, Erfahrungsberichten, Schritt-für-Schritt Anleitungen, z.B. zum Visum, Bank, Steuer, etc. Das Paket kostet ca. 30 Euro, also so viel wie man auch sonst für einen Australien-Reiseführer zahlen würde.

Es beinhaltet einen 2-jährigen kostenlosen Service, so dass man sich immer an einen Ansprechpartner bei BackpackerPack wenden kann, wenn man Fragen oder Probleme hat.

Unser Fazit:

Wofür auch immer Sie sich entscheiden – ein Jahr oder zwei in Australien als Work & Travel Reisende(r) wird Sie sicherlich bereichern und nicht nur Ihre Englischkenntnisse erheblich verbessern.

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1 Kommentar

  1. Ob man das Abenteuer “Arbeiten in Australien” mit oder ohne Organisation in Angriff nimmt, ist meiner Meinung nach eine ganz persönliche Typ-Entscheidung. Manchen Menschen sind im Leben eher auf Sicherheit bedacht, weshalb ich diesen Menschen auch empfehlen würde Sprachaufenthalte in ferne Länder wie Australien oder auch Neuseeland nur mit einer Organisation zu machen. Gibt es Probleme mit den Jobs im Ausland oder generell beim Englisch Aufenthalt, so steht eine kompetente Agentur mit Rat und Tat zur Seite, man kann sich beim Arbeiten im Ausland auf hilfreiche Tipps und Tricks verlassen. Wer eher spontan, unabhängig und frei reisen möchte, der kann Sprachaufenthalte in der Regel auch ohne Organisation durchführen.

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